Gehalt als Mitarbeiter im Fundbüro

Das Fundbüro ist Teil der kommunalen Verwaltung und häufig organisatorisch dem Ordnungsamt oder Bürgeramt zugeordnet. Hier werden verlorene Gegenstände erfasst, verwahrt und an ihre Eigentümer zurückgegeben.

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Aufgabenbereich: Entgegennahme, Registrierung und Verwahrung von Fundsachen sowie Bürgerservice.
- Tarifgrundlage: Üblicherweise TVöD (VKA) für Beschäftigte in kommunalen Verwaltungen.
- Entgeltgruppen: Typischerweise E 4 bis E 6 für einfache bis mittlere Sachbearbeitung, in größeren Städten auch höher.

Beschäftigte im Fundbüro arbeiten in der Regel im öffentlichen Dienst und werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt. Für Beschäftigte der Städte Berlin, Bremen und Hamburg gilt in der Regel der TV-L. Das Gehalt richtet sich vor allem nach der konkreten Tätigkeit, dem Verantwortungsbereich und der Größe der Verwaltung.

Typische Aufgaben im Fundbüro

Die Tätigkeit im Fundbüro ist abwechslungsreich und verbindet Verwaltungstätigkeiten mit direktem Bürgerkontakt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

Damit gehört das Fundbüro zu den klassischen Bereichen der kommunalen Sachbearbeitung.

Typische Entgeltgruppen im Fundbüro

Die Eingruppierung erfolgt nach der Entgeltordnung zum TVöD und richtet sich nach den tatsächlich übertragenen Aufgaben.

Mehr zur Bewertung von Tätigkeiten finden Sie hier: TVöD Eingruppierung.

Wie setzt sich das Gehalt zusammen?

Das Einkommen im öffentlichen Dienst basiert auf der Kombination aus Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe.

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt automatisch durch den Stufenaufstieg im TVöD.

Entgelttabelle TVöD
Monatliches Brutto-Entgelt in Euro v. 01.05.2026 - mindestens 31.03.2027 nach TVöD VKA (Kommunen)
Entgelt-Gruppe Stufen Voraussetzung (in der Regel)
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Neuein-stellung nach 1 Jahr in Stufe 1 nach 2 Jahren in Stufe 2 nach 3 Jahren in Stufe 3 nach 4 Jahren in Stufe 4 nach 5 Jahren in Stufe 5
E 15 5.828 6.209 6.634 7.214 7.811 8.204 wissenschaftliches Hochschulstudium oder Master
E 14 5.298 5.643 6.094 6.594 7.152 7.552
E 13 4.901 5.279 5.710 6.177 6.727 7.026
E 12 4.416 4.851 5.360 5.924 6.586 6.900 Fachhochschulstudium / Bachelor / Verwaltungsfachwirt (AL 2)
E 11 4.270 4.670 5.046 5.454 6.013 6.327
E 10 4.125 4.438 4.795 5.181 5.612 5.753
E 9c 4.011 4.291 4.595 4.923 5.275 5.528
E 9b 3.780 4.039 4.204 4.691 4.979 5.313
E 9a 3.659 3.878 4.098 4.587 4.697 4.980 mindestens dreijährige Berufsausbildung
E 8 3.486 3.697 3.843 3.992 4.154 4.231
E 7 3.295 3.538 3.683 3.829 3.969 4.045
E 6 3.240 3.440 3.580 3.719 3.856 3.926
E 5 3.124 3.318 3.449 3.588 3.717 3.783
E 4 2.994 3.190 3.355 3.458 3.560 3.620 An- und Ungelernte
E 3 2.953 3.164 3.216 3.333 3.421 3.502
E 2 2.768 2.975 3.027 3.101 3.264 3.433
E 1 - 2.535 2.569 2.612 2.652 2.755
* Stufenlaufzeit in Entgeltgruppe 1: 4 Jahre

Mehr Details zur TVöD Entgelttabelle.

Beamte im Fundbüro

In größeren Kommunen können Tätigkeiten im Fundbüro auch von Beamten übernommen werden. In diesem Fall richtet sich die Besoldung nach den Besoldungstabellen für Beamte.

Typische Besoldungsgruppen liegen im Bereich des mittleren oder gehobenen Dienstes (z. B. A 6 bis A 9).

Qualifikationen und Einstieg

Viele Beschäftigte im Fundbüro verfügen über eine verwaltungsbezogene Ausbildung. Typische Wege sind:

Organisatorisch ist das Fundbüro häufig Teil des Ordnungsamtes oder des Bürgerbüros.

Zulagen und Zusatzleistungen

Neben dem Tabellenentgelt werden im öffentlichen Dienst nach dem TVöD weitere Leistungen gewährt:

Karriere im Fundbüro

Mit zunehmender Erfahrung bestehen verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten, insbesondere innerhalb der kommunalen Verwaltung:

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Fundbüro-Gehalt

Welche Entgeltgruppe ist im Fundbüro am häufigsten?

Die meisten Sachbearbeiterstellen im Fundbüro sind in den Entgeltgruppen E 5 bis E 6 des TVöD eingruppiert, je nach Tiefe und Selbstständigkeit der übertragenen Aufgaben.

Kann man auch als Quereinsteiger im Fundbüro arbeiten?

Ja, Quereinsteiger mit kaufmännischer oder administrativer Vorbildung finden in kommunalen Fundbüros regelmäßig Beschäftigungsmöglichkeiten, oft ergänzt durch den Verwaltungslehrgang I.

Fazit

Das Gehalt im Fundbüro orientiert sich an den tariflichen Regelungen des öffentlichen Dienstes. Die meisten Beschäftigten werden in den Entgeltgruppen E 4 bis E 6 TVöD eingruppiert, in größeren Verwaltungen auch darüber hinaus.

Entscheidend ist stets die konkrete Tätigkeit – nicht die Stellenbezeichnung.

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