Gehalt als Heilerziehungspfleger/in im öffentlichen Dienst
Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger werden im öffentlichen Dienst in der Regel nach dem Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE) bezahlt. Das Einstiegsgehalt liegt häufig in der Entgeltgruppe S 8a Stufe 1.
Der Bedarf an Fachkräften ist sehr hoch und wird durch den demografischen Wandel und den Ausbau der Inklusion weiter steigen.
Gehaltstabelle TVöD SuE 2026-2027
| Entgelt-Gruppe | Stufen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 | |
| Neuein-stellung | nach 1 Jahr in Stufe 1 | nach 2 Jahren in Stufe 2 | nach 3 Jahren in Stufe 3 | nach 4 Jahren in Stufe 4 | nach 5 Jahren in Stufe 5 | |
| S 18 | 4.721 | 4.841 | 5.437 | 5.883 | 6.554 | 6.963 |
| S 17 | 4.352 | 4.655 | 5.139 | 5.437 | 6.032 | 6.382 |
| S 16 | 4.263 | 4.558 | 4.885 | 5.288 | 5.734 | 6.003 |
| S 15 | 4.113 | 4.394 | 4.692 | 5.034 | 5.586 | 5.824 |
| S 14 | 4.073 | 4.351 | 4.682 | 5.019 | 5.391 | 5.652 |
| S 13 | 3.978 | 4.249 | 4.617 | 4.915 | 5.288 | 5.474 |
| S 12Z | 3.968 | 4.237 | 4.591 | 4.904 | 5.291 | 5.558 |
| S 12 | 3.968 | 4.237 | 4.591 | 4.904 | 5.291 | 5.455 |
| S 11Z | 3.915 | 4.181 | 4.368 | 4.845 | 5.217 | 5.531 |
| S 11b | 3.915 | 4.181 | 4.368 | 4.845 | 5.217 | 5.441 |
| S 11a | 3.846 | 4.106 | 4.291 | 4.766 | 5.139 | 5.362 |
| S 10 | 3.603 | 3.937 | 4.108 | 4.620 | 5.037 | 5.380 |
| S 9 | 3.649 | 3.887 | 4.167 | 4.580 | 4.971 | 5.273 |
| S 8b | 3.579 | 3.813 | 4.092 | 4.503 | 4.893 | 5.191 |
| S 8a | 3.509 | 3.738 | 3.977 | 4.207 | 4.432 | 4.669 |
| S 7 | 3.427 | 3.650 | 3.871 | 4.099 | 4.270 | 4.528 |
| S 4 | 3.291 | 3.504 | 3.698 | 3.830 | 3.956 | 4.156 |
| S 3 | 3.120 | 3.320 | 3.506 | 3.677 | 3.756 | 3.849 |
| S 2 | 2.908 | 3.031 | 3.122 | 3.220 | 3.331 | 3.442 |
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?
- Berufserfahrung: Mit den Berufsjahren steigt man automatisch in höhere Stufen der Entgelttabelle auf.
- Einstufung bei Einstellung: Teilweise kann einschlägige Erfahrung zu einer höheren Stufe oder einem schnelleren Aufstieg führen.
Zulagen und zusätzliche Leistungen
Neben dem Tabellenentgelt erhalten Heilerziehungspfleger/innen häufig weitere Leistungen:
- Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld)
- Pauschale SuE-Zulage
- Fahrradleasing
- Vermögenswirksame Leistungen
- Zusatzversorgung (Betriebsrente)
Je nach Einsatzbereich können zusätzlich Zuschläge gezahlt werden, z.B.:
- Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit
- Praxisanleiter-Zulage
- Leistungsentgelt / Leistungsprämie
Bei Fachkräftemangel können Kommunen außerdem eine Fachkräfte-Zulage gewähren.
Aufstieg und Entwicklungsmöglichkeiten
Mit höherer Verantwortung oder Leitungsaufgaben sind auch bessere Eingruppierungen möglich:
- S 8b TVöD SuE: bei besonders schwierigen fachlichen Tätigkeiten
- Aufstieg bis S 18 TVöD SuE: z.B. bei Leitungsfunktionen
- Studium als Weiterentwicklung: Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit
Typische Arbeitgeber für Heilerziehungspfleger/innen
Heilerziehungspfleger/innen arbeiten vor allem in Einrichtungen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf, zum Beispiel:
- Wohnheime und Wohngruppen der Behindertenhilfe
- Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
- Tagesförderstätten und integrative Einrichtungen
- Förderschulen und heilpädagogische Einrichtungen
- Ambulante Betreuungs- und Pflegedienste
- Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie, Lebenshilfe oder AWO
- Kommunale Sozialdienste und öffentliche Träger
Fazit
Das Gehalt von Heilerziehungspflegern im öffentlichen Dienst ist tariflich geregelt, steigt mit den Erfahrungsstufen regelmäßig an und bietet durch Zulagen und Aufstiegsmöglichkeiten sehr gute Perspektiven.
Praxisfragen (FAQ)
In welcher Entgeltgruppe starten Heilerziehungspfleger/innen?
Berufseinsteiger werden im öffentlichen Dienst meist in S 8a oder S 8b TVöD SuE eingruppiert – ähnlich wie Erzieher/innen.
Warum gelten Heilerziehungspfleger als Fachkräfte?
Heilerziehungspfleger/innen arbeiten mit Menschen mit Behinderung und übernehmen pädagogische, pflegerische und betreuende Aufgaben. Das macht den Beruf besonders anspruchsvoll.
Wie steigt das Gehalt im Laufe der Jahre?
Das Gehalt erhöht sich automatisch durch den Aufstieg in höhere Erfahrungsstufen. Zusätzlich kommen Tariferhöhungen und ggf. Zulagen hinzu.
Welche Zulagen sind im Sozial- und Erziehungsdienst üblich?
Neben Weihnachtsgeld werden häufig die SuE-Zulage sowie Zuschläge für Schicht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit gezahlt.
Kann man als Heilerziehungspfleger/in aufsteigen?
Ja. Mit Leitungsaufgaben oder besonders schwierigen Tätigkeiten ist ein Aufstieg bis in höhere Entgeltgruppen (z.B. bis S 18 TVöD SuE) möglich.
Wo arbeiten Heilerziehungspfleger/innen im öffentlichen Dienst?
Typische Arbeitgeber sind Wohnheime, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Förderschulen, soziale Dienste sowie Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe.
Forum Sozial- und Erziehungsdienst (SuE)
In unserem Forum können Sie kostenlos Fragen stellen und Erfahrungen austauschen:

