Dienstposten- / Stellenbewertung Beamte

Aus der Bewertung des Dienstpostens ergibt sich die Besoldungsgruppe des Beamten. Für den einzelnen Beamten ist die Stellenbewertung von zentraler Bedeutung, da sich hieraus die maßgebliche Laufbahnebene sowie die Perspektiven für eine Beförderung ableiten. Zudem ist die Dienstpostenbewertung vom Dienstherrn im Rahmen von Organisationsentscheidungen, Umsetzungen oder Versetzungen strikt zu berücksichtigen.

Die Dienstpostenbewertung auf einen Blick:
• Ziel: Ermittlung der sachgerechten Wertigkeit eines Arbeitsplatzes zur Zuordnung zu einer Besoldungsgruppe.
• KGSt-Modell: In der Kommunalverwaltung wird überwiegend das analytische Bewertungsverfahren der KGSt angewandt.
• Anforderungsmerkmale: Messung anhand von Kriterien wie Informationsverarbeitung, Verantwortung, Ausbildung und Erfahrung.
• Abgrenzung Tarifbeschäftigte: Bei Angestellten im öffentlichen Dienst kommt nach dem TVöD die summarische Bewertungsmethode zum Einsatz.
• Praxisbreite: Die Einwertung reicht von einfachen Assistenzaufgaben (A 2 bis A 5) bis hin zu leitenden Verwaltungsfunktionen (A 16).

Dienstpostenbewertung nach dem KGSt-Modell

Bei der Bewertung von Dienstposten für Beamte wird in der Kommunalverwaltung zumeist das analytische Bewertungsmodell der KGSt herangezogen. Dabei werden die Tätigkeiten nach einzelnen Anforderungsarten wie dem Schwierigkeitsgrad der Informationsverarbeitung und dem Grad der Verantwortung differenziert bewertet. Als Grundlage dient hierbei eine detaillierte Dienstpostenbeschreibung.

Bewertungsmerkmal Prozent Punkte
Schwierigkeitsgrad der Informationsverarbeitung 25 250
Schwierigkeitsgrad der dienstlichen Beziehungen 10 100
Grad der Selbständigkeit - Ermessen 10 100
Grad der Verantwortung
a) mit Ausführungsverantwortung oder
b) mit Leitungsverantwortung
25 250
Grad der Vor- und Ausbildung 22 220
Grad der Erfahrung 8 80
Summe 100 1000

Besoldungszuordnung nach dem KGSt-Punktesystem:

Bei Angestellten (Tarifbeschäftigten) kommt bei der Bewertung der Stellen nach dem TVöD hingegen die summarische Bewertungsmethode zum Einsatz. Aufgrund dieser unterschiedlichen Bewertungsverfahren ist ein direkter Vergleich der Entgeltgruppen für Angestellte und der Besoldungsgruppen für Beamte im Detail oft nur eingeschränkt aussagefähig. Führt eine fehlerhafte oder veraltete Stellenbewertung zu Streitigkeiten, steht den Betroffenen im Rahmen der Organisationsgewalt des Dienstherrn der Verwaltungsrechtsweg offen.

Beispiele für Stellenbewertungen (m/w/d)

Die folgenden Praxisbeispiele basieren auf typischen Stellenausschreibungen von Bund, Ländern und Kommunen. Sie dienen als Orientierung, können jedoch eine individuelle Dienstpostenbewertung im Einzelfall nicht ersetzen:

Besoldungsgruppen A 2 bis A 5:

Besoldungsgruppe A 6:

Besoldungsgruppe A 7:

Besoldungsgruppe A 8:

Besoldungsgruppe A 9 (Einstiegsamt gehobener Dienst):

Besoldungsgruppe A 10:

Besoldungsgruppe A 11:

Besoldungsgruppe A 12:

Besoldungsgruppe A 13 (Einstiegsamt höherer Dienst / Endamt gehobener Dienst):

Besoldungsgruppe A 14:

Besoldungsgruppe A 15:

Besoldungsgruppe A 16 (Höchste Ämter des gehobenen/höheren Dienstes):

Frage im Forum stellen

Haben Sie Fragen zur Bewertung Ihres Dienstpostens, zur Eingruppierung oder zur Überprüfung Ihrer Stellenbeschreibung? In unseren Foren können Sie sich kostenlos austauschen:

Frage im Forum stellen

Kostenlos & ohne Anmeldung möglich

Foren im Überblick:

Weiterführende Themen zur Stellenbewertung & Besoldung:


 Frage stellen
Anzeige
Personalrat öffentlicher Dienst