Was verdienen Anästhesietechnische Assistenten (ATA) im öffentlichen Dienst?
Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten (ATA) sind hochspezialisierte Fachkräfte im Gesundheitswesen. Sie betreuen Patientinnen und Patienten vor, während und nach Anästhesieverfahren und arbeiten eng mit dem ärztlichen Dienst im OP-Bereich, in Ambulanzen und auf Intensivstationen zusammen.
- Tarifvertrag: Vergütung nach der P-Tabelle des TVöD (VKA) in kommunalen Krankenhäusern bzw. des TV-L an Universitätsklinika.
- Einstiegsgehalt: Berufseinsteiger starten in der Regel in der Entgeltgruppe P 7 (Stufe 2).
- Aufstiegsmöglichkeiten: Bei besonders schwierigen Aufgaben oder Fachweiterbildung ist die Eingruppierung in Entgeltgruppe P 8 vorgesehen.
Wo arbeiten Anästhesietechnische Assistenten?
Im öffentlichen Dienst und angrenzenden Versorgungsbereichen arbeiten ATA in verschiedenen medizinischen Einrichtungen:
- Kommunale Krankenhäuser, Akademische Lehrkrankenhäuser und Universitätskliniken.
- Ambulante Operationszentren (AOZ) und Notfallambulanzen.
- Intensivtransportdienste und Rettungsdienste.
- Rehabilitationszentren und öffentlich-rechtliche Forschungseinrichtungen.
Wie hoch ist das Gehalt nach TVöD und TV-L?
Das Gehalt richtet sich nach den Entgeltgruppen für Pflegekräfte (P-Tabelle). Ausschlaggebend für die monatlichen Bezüge sind die Entgeltgruppe und die Stufenlaufzeit (Berufserfahrung).
1. Einstiegsgehalt (Entgeltgruppe P 7)
Nach erfolgreich abgeschlossener dreijähriger Ausbildung steigen Anästhesietechnische Assistenten im TVöD-Pflege in die Entgeltgruppe P 7, Stufe 2 ein. Mit zunehmenden Berufsjahren steigt das Grundgehalt automatisch über die Stufen 3 bis 6 an.
2. Höhergruppierung bei schwierigen Aufgaben (Entgeltgruppe P 8)
ATA, die sich durch besondere Aufgabenstellungen aus der P 7 herausheben, gelangen in die Entgeltgruppe P 8 TVöD. Gemäß den tariflichen Protokollerklärungen betrifft dies insbesondere:
- Tätigkeiten in Spezialbereichen, die eine Fachweiterbildung nach den DKG-Empfehlungen erfordern.
- Besondere pflegerische/technische Aufgaben wie Wundmanager, Gefäßassistent, Pain Nurse, Tätigkeiten auf einer Stroke-Unit-, Intermediate-Care-Station oder im Case- und Caremanagement.
Zulagen & Zusatzleistungen für ATA im öffentlichen Dienst
Das Grundgehalt nach der P-Tabelle wird im Krankenhausalltag durch verschiedene Zulagen und Jahressonderzahlungen ergänzt:
- Tarifliche Jahressonderzahlung: Einmal jährliches „Weihnachtsgeld“ nach der TVöD Jahressonderzahlung.
- Zuschläge für Sonderformen der Arbeit: Zusätzliche Bezüge für Nachtarbeit, Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit, Wechselschicht- und Schichtarbeit (§ 7 / § 8 TVöD). Näheres unter Sonderformen der Arbeit.
- Pflege- und Funktionszulagen: Spezifische Zulagen für Tätigkeiten in der Intensivmedizin, Onkologie oder Infektionsbereichen.
- Funktionszulagen: Beispielsweise die Praxisanleiter-Zulage bei der Anleitung von Auszubildenden.
- Betriebsrente & Extras: Automatische Absicherung über die Zusatzversorgung (VBL/ZVK), Vermögenswirksame Leistungen sowie optionales Fahrradleasing.
Weiterbildung & Karriereperspektiven
Für Anästhesietechnische Assistenten bieten sich im öffentlichen Dienst vielseitige Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
- Fachweiterbildungen: Spezialisierungen für Intensivpflege/Anästhesie, Notfallmedizin, Schmerztherapie oder Medizintechnik.
- Leitungspositionen: Führungskräfte in der Pflege (z. B. Teamleitung, Bereichsleitung oder OP-Leitung) werden in den höheren Entgeltgruppen der P-Tabelle (P 9 bis P 16) eingestuft.
- Akademische Laufbahn: Ein Studium im Bereich Pflegewissenschaft, Medizinpädagogik oder Pflegemanagement ermöglicht den Aufstieg in Lehr- und Leitungsfunktionen nach den Entgeltgruppen EG 9b bis EG 12.
Forum Krankenhäuser, Betreuung & Pflege
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