Minijobs im Öffentlichen Dienst

Als Minijobs bezeichnet man kurzfristige Beschäftigungen und geringfügige Beschäftigungen (450€-Jobs). Rechtsgrundlage ist § 8 SGB IV.

Minijobs sind zu unterscheiden von Midijobs. Midijobs gelten für Beschäftigungsverhältnisse mit einem Gehalt von 450,01 bis 1.300 € im Monat.

Gelegentlich wird die Meinung vertreten, dass kurzfristig oder geringfügig Beschäftigte im Öffentlichen Dienst keine Arbeitnehmer sind und außer der Vergütung keine weiteren Rechte haben. Dies ist falsch, Minijobs sind normale Arbeitsverhältnisse, die lediglich Besonderheiten bei Steuern und Sozialabgaben aufweisen. Städte und Gemeinden bieten häufig Minijobs an, z.B. beim Bauhof, bei den Stadtwerken, an Schulen oder in Kliniken.

Minijobber sind Teilzeitbeschäftigte, die die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte haben, z.B. Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), Entgeltfortzahlung (Krankheit, Schwangerschaft, Mutterschaft), Elterngeld, Elternzeit, Unfallversicherungsschutz oder Riester-Förderung. Ferner gelten die gesetzlichen Bestimmungen für den Personalrat.

Die wichtigsten Informationen zu Minijobs im Öffentlichen Dienst:

Kurzfristige Beschäftigungen: Geringfügig entlohnte Beschäftigungen (450 €-Jobs): Einige Angestellte oder Beamte im Öffentlichen Dienst üben neben ihrer regulären Tätigkeit noch Nebentätigkeiten auf Minijob-Basis aus, was grds. nur bei einem anderen Arbeitgeber zulässig ist. Angestellte müssen die Nebentätigkeit ihrem Arbeitgeber nur anzeigen, Beamte benötigen i.d.R. eine Genehmigung.

Beispielhafte Diskussionen zu Minijobs aus unseren Foren:


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