Stufenlaufzeit / Entgeltgruppe
#1

Hallo zusammen,
ich bin seit März 2016 Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst (EG3/Stufe 2). Habe keine Ausbildung in der Verwaltung, bin aber Bürokauffrau. Ich wurde im Novemer 2017 intern ins Personalbüro versetzt (auf meinen Wunsch, da ich in der freien Wirtschaft ähnliche Tätigkeiten gemacht habe). Nachdem ich um eine Höhergruppierung gebeten habe kam ich im März 2018 in die EG 5, Stufe 3. Im März 2021 würde ich in die Stufe 4 kommen.

Jetzt mein Problem. Nachdem ich um einen weitere Höhergruppierung gebeten habe, da ich mich im Tätigkeitsfeld zwischen EG 6 und EG 7 sehe, wurde ich sofort ab November höhergruppiert, da mein Chef dieses genauso sah. Die Stufenlaufzeit beginnt laut meinem Chef von neuem. Ich meine, dass das nicht sein darf, da ich die höherwertigere Tätigkeit schon seit 3 Jahren mache. Muss die Stufenlaufzeit nicht dann beginnen, wenn ich ins Personalbüro gekommen bin?
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#2

Welcher Tarifvertrag gilt? Der TVöD?
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#3

Ja, TVöD
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#4

Ich meine, dass Du rückwirkend für die letzten 6 Monate höhergruppiert werden musst, da diese Ansprüche noch nicht verfallen sind ( siehe § 37 Abs. 1 TVöD Ausschlussfrist ).

Ferner in der selben Stufe ( siehe § 17 Abs. 2 TVöD Stufen ).
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#5

Es kommt darauf an ob die wahrzunehmenden (nicht die wahrgenommenen Aufgaben) von Anfang an der höheren Entgeltgruppe entsprachen. Dann ist entsprechend zurückzurechnen.
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#6

Ja, die Tätigkeit übe ich seit November 2017 aus. Leider wurde mir erst jetzt bewusst, dass ich falsch eigruppiert bin. Bezügerechner, Urlaubsberechnung, Arbeitsverträge, Eingruppierungen, etc. muss ich selbständig bearbeiten.
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#7

Ausüben der Tätigkeit ist nicht relevant. Es kommt auf die vom Arbeitgeber übertragene Tätigkeit an. Wenn die unstrittig von 11/2017 an E X war lief die Stufenlaufzeit entsprechend. Also entsprechend schriftlich auch rückwirkend die Bezahlung einfordern. (Der Arbeitgeber wird sich auf die tarifliche Ausschlussfrist berufen.)
Als im Personalbereich tätige Mitarbeiterin dort auch das Gespräch suchen. Rein formales Vorgehen (ggf. Klage) kann das Vertrauensverhältnis beschädigen. Trotzdem sollte man seine Rechte durchsetzen, aber eben auch ein Stück im Dialog.
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#8

Vielleicht wäre ein Neubeginn der Stufenlaufzeit angebracht. Wer bereits drei Jahre die Sachbearbeitung von Bezügen, Eingruppierungen und Arbeitsverträgen macht muss solche Dinge wissen.
Hoffentlich kontrollieren deine Kollegen die Abrechnungen.
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