TVöD: Eingruppierung von Medizinisch-technischen Assistenten (MTA)
Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten (MTA) arbeiten im öffentlichen Dienst häufig in Krankenhäusern, Laboren, Radiologien oder Forschungseinrichtungen. Je nach Tätigkeit und Verantwortung kommen insbesondere die Entgeltgruppen E7 bis E9b in Betracht.
Nach der Entgeltordnung zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD VKA) gelten für Medizinisch-technische Assistenten folgende spezielle Tätigkeitsmerkmale:
TVöD Entgeltgruppen für MTA
VorbemerkungMedizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten im Sinne dieses Abschnitts sind Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten für Funktionsdiagnostik, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten, Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten und Veterinärmedizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten.
Entgeltgruppe 7
Staatlich geprüfte Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten sowie Zytologisch-technische Assistentinnen und Assistenten mit jeweils entsprechender Tätigkeit.
Entgeltgruppe 8
Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben erfüllen.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 1)
Entgeltgruppe 9a
Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die schwierige Aufgaben erfüllen.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 1)
Entgeltgruppe 9b
- Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die als Hilfskräfte bei wissenschaftlichen Forschungsaufgaben mit einem besonders hohen Maß von Verantwortlichkeit tätig sind.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 2)
- Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zur Hälfte eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erfüllen: - Wartung und Kalibrierung von hochwertigen und schwierig zu bedienenden Messgeräten (z.B. Autoanalyzern), - Virusisolierungen oder ähnlich schwierige mikrobiologische Verfahren, Gewebezüchtungen, schwierige Antikörperbestimmungen (z.B. Coombs-Test), - schwierige intraoperative Röntgenaufnahmen, - interoperatives Monitoring, Mitwirkung bei der prächirurgischen Epilepsiediagnostik und -OP, Mitwirkung bei der Implantation von Hirnelektroden, Mitwirkung bei der Komadiagnostik, - Vorbereitung und Mitwirkung bei der Protonentherapie.
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Schwierige Aufgaben sind z.B.
- der Diagnostik vorausgehende technische Arbeiten bei selbstständiger Verfahrenswahl auf histologischem, mikrobiologischem, hämatologischem, serologischem, molekularbiologischem oder quantitativ klinisch-chemischem Gebiet;
- die Durchführung von Untersuchungsverfahren zur röntgenologischen Funktionsdiagnostik;
- messtechnische Aufgaben und Hilfeleistung bei der Verwendung von radioaktiven Stoffen;
- schwierige medizinisch radiologische Verfahren;
- Tätigkeiten in der radiologischen Untersuchung von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr;
- Bedienung eines Elektronenmikroskops sowie Vorbereitung der Präparate für Elektronenmikroskopie;
- Durchführung schwieriger molekularbiologischer Untersuchungsverfahren (z.B. Hybridisierung oder Blot), schwierige Hormonbestimmungen, schwierige Fermentaktivitatsbestimmungen, schwierige gerinnungsphysiologische Untersuchungen);
- Vorbereitung und Durchführung von röntgenologischen Gefäßuntersuchungen in der Schädel-, Brust- und Bauchhöhle, Mitwirkung bei Herzkatheterisierungen, Schichtaufnahmen in den drei Dimensionen mit Spezialgeräten (CT, MRT, SPECT, etc.), Arbeiten an Linearbeschleunigern, Durchführung von Szintigraphien unter Belastung (z.B. Myokardszintigraphie), szintigraphische Spezialuntersuchungen (z.B. Sentinelszintigraphie);
- Durchführung von Untersuchungsverfahren, bei denen mehrere Untersuchungsmethoden kombiniert werden, z.B. SPECT-CT;
- Vorbereitung und Mitwirkung von röntgenologisch gestützten Gewebeentnahmen;
- Tätigkeiten in der Telemedizin oder Teleradiologie;
- Mitwirkung bei der Hirntodbestimmung oder
- invasive Eingriffe mit z.B. kryostatischen Maßnahmen im EPU-Labor.
- Beschäftigte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit als Hilfskräfte bei wissenschaftlichen Forschungsaufgaben mit einem besonders hohen Maß von Verantwortlichkeit tätig sind, sind auch dann als solche eingruppiert, wenn sie im Rahmen dieser Tätigkeit Aufgaben erfüllen, die in der Protokollerklärung Nr. 1 genannt sind.
(in der Fassung der Änderungsvereinbarungen Nr. 14 bis 16 vom 1. Oktober 2024)
Gesonderte Tätigkeitsmerkmale bestehen für Leitende Beschäftigte.
Gehalt von MTA im TVöD
Das Gehalt von Medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten richtet sich nach der jeweiligen Entgeltgruppe und der Erfahrungsstufe. Mit zunehmender Berufserfahrung erfolgt im TVöD ein Stufenaufstieg.
Die aktuellen Tabellenwerte können Sie in der TVöD Entgelttabelle nachsehen.
FAQ – Häufige Fragen zur Eingruppierung von MTA
Welche Entgeltgruppen gelten für MTA im TVöD?
Für Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten kommen insbesondere die Entgeltgruppen E7 bis E9b in Betracht.
Wann gilt die Entgeltgruppe E8?
Die Entgeltgruppe E8 gilt für Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben erfüllen.
Wann erfolgt eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe E9a?
Die Entgeltgruppe E9a kommt in Betracht, wenn schwierige Aufgaben dauerhaft übertragen wurden.
Wann gilt die Entgeltgruppe E9b?
Die Entgeltgruppe E9b gilt insbesondere bei besonders verantwortungsvollen wissenschaftlichen Forschungsaufgaben oder bei spezialisierten medizinisch-technischen Tätigkeiten.
Was sind schwierige Aufgaben im Sinne des TVöD?
Als schwierige Aufgaben gelten beispielsweise komplexe molekularbiologische Untersuchungen, CT- oder MRT-Untersuchungen, Arbeiten an Linearbeschleunigern oder anspruchsvolle radiologische Verfahren.
Wie hoch ist das Gehalt von MTA im öffentlichen Dienst?
Das Gehalt richtet sich nach der Entgeltgruppe und der Erfahrungsstufe.
Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Tabellenentgelt durch den Stufenaufstieg.
Wo arbeiten Medizinisch-technische Assistenten?
MTA arbeiten häufig in Krankenhäusern, Laboren, radiologischen Einrichtungen, Forschungseinrichtungen, Gesundheitsämtern oder Universitätskliniken.
Welche Aufgaben haben Medizinisch-technische Assistenten?
Zu den Aufgaben gehören diagnostische Untersuchungen, Laborarbeiten, radiologische Verfahren, Patientenbetreuung, Dokumentation sowie die Bedienung medizinischer Geräte.
Gilt für MTA immer der TVöD?
Nicht immer. Bei Universitätskliniken oder Einrichtungen der Länder gilt häufig statt des TVöD der TV-L.
Wo finde ich weitere Informationen zur Eingruppierung?
Weitere Informationen finden Sie unter
TVöD Eingruppierung,
Arbeitsvorgänge im TVöD
und
Stellenbewertung im öffentlichen Dienst.
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Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten (MTA) übernehmen wichtige diagnostische und technische Aufgaben im Gesundheitswesen.
Typische Tätigkeiten sind:
- Durchführung diagnostischer Untersuchungen wie Bluttests, EKGs oder Röntgenaufnahmen
- Unterstützung bei medizinischen Behandlungen, z.B. Dialyse oder Strahlentherapie
- Vorbereitung und Durchführung von Laboruntersuchungen
- Vorbereitung und Betreuung von Patienten bei Untersuchungen
- Bedienung, Kontrolle und Wartung medizinischer Geräte
- Dokumentation von Untersuchungsergebnissen und Behandlungsverläufen
Die genauen Aufgaben hängen vom jeweiligen Fachbereich ab:
- MTA-F: Schwerpunkt Funktionsdiagnostik (z.B. EEG, EKG)
- MTA-L: Schwerpunkt Laboruntersuchungen
- MTA-R: radiologische Diagnostik und Strahlentherapie
Karrieremöglichkeiten für MTA
Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten haben vielfältige Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.
Typische Arbeitsbereiche sind:
- Krankenhäuser und Kliniken
- Arztpraxen
- Diagnostikzentren
- Forschungseinrichtungen
- Pharmaindustrie
- Gesundheitsämter
Mögliche Weiterbildungs- und Karrierewege:
- Fachweiterbildungen, z.B. Molekularbiologie oder Mikrobiologie
- Studium im Bereich Medizin, Biologie oder Gesundheitswissenschaften
- Leitungs- und Führungsaufgaben
- Tätigkeiten im Qualitätsmanagement
- Mitwirkung in Forschung und Entwicklung

