Streit um Meldegesetz - Handel mit Adressdaten heute oft Praxis
#1
Z.B. in Freiburg erhalten Adressdienste als "Poweruser" elektronischen Zugang zu Meldedaten. Stadt Freiburg erzielt sechsstellige Einnahmen:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/...02119.html

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#2
Das hat aber nichts mit dem neuen Meldegesetz zu tun, sondern wird schon seit Jahren so gehandhabt...Es macht aber keinen Unterschied, ob neben der GEZ, den Kirchen, den lokalen Abfallbehörden, den Kreiswehrersatzämtern oder den Landesmelderegistern, etc. noch jemand deine Datensätze bekommt, der Schuh drückt woanders und das schon seit Jahren.

PS.: Dass das Widerspruchs-Recht nicht unverändert durchgewunken wurde, ging ja nicht anders, welcher Bürokratie-Wahnsinn wäre für die Meldeämter entstanden, jeden Bürger anzuschreiben und zur Erlaubnis der Datenübermittlung an die GEZ zu bitten.

Maik
Dafür dass die Stadt Freiburg 224.191 Einwohner hat, sind 25.000 Meldeauskunfte kein Adresshandel, sondern die normalen täglichen Auskünfte von Inkasso-Unternehmen oder benachbarten Kommunen oder ähnlichem. Das sind knapp 10%.

Maik
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#3
Hallo,
ich denke, dass sowohl das derzeitige Melderecht als auch die Version wie sie der Bundestag beschlossen hat nicht zeitgemäß sind. Heute will der Bürger Kontrolle über seine Daten haben. Dazu passt nicht, dass der Staat mit den Daten handelt und sie an Adressermittlungsdienste wie die Deutsche Post (die die Daten wohl für Werbezwecke handelt) oder "Regis 24", also Versicherungen, Banken und Inkassounternehmen herausgibt. Ich denke, dass diese Auskünfte im Lichte der Öffentlichkeit zukünftig stark eingeschränkt werden. Damit fallen aber auch nicht unerhebliche Einnahmen der Kommunen weg.
Gruß
Claudia
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#4
Hallo Claudia,
die die jetzt aber am lautesten schreiben, sind bei Facebook und Twitter und geben dort mehr Informationen über sich her, als eine Meldebehörde jemals haben wird. Geschweige denen, die für Gratiskatzenfutter im Internet ihre Daten freiwillig hergeben.

Die Melderegisterauskunft hat nicht nur negative, sondern auch gute Seiten, wenn du nach 20 Jahren ein Klassentreffen organisieren willst oder ein Familienmitglied suchst, was sich seit 10 Jahren nicht mehr gemeldet hat... Ich sehe den "schlimmen" Anteil eher dort, dass gewisse "kommerzielle" Regierungsbehörden wie die GEZ die Daten automatisch und unentgeltlich bekommt. Wer kontrolliert diese Stelle, was die mit den Daten machen? Ich denke die Meldeämter sind die kleinsten Lücken im Adresshandel.

Maik

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