Arbeitgeber überzeugen für Zulassung ALII
#1

Hi Kollegen,

ich arbeite in einer Stadtverwaltung in Bayern mit ca. 450 Beamten und Beschäftigen (Stadt 51.000 Einw.).

Ich werde nächstes Jahr 30 und habe 2008 meine Ausbildung (Umschulung) zum VFA-K erfolgreich beendet (Notenschnitt 2,0) und bin seitdem im Bürgerbüro/Zulassungsstelle beschäftigt (EG8 Stufe3).

Ich möchte unbedingt (seit Ende der Ausbildung) den ALII absolvieren, weil ich finde, je länger man wartet umso schwerer wird das Ganze (Alter, Familie, Eigenheim...usw.).

Frage schon jetzt immer halbjährlich im Personalamt an, aber es ist immer wieder so, dass gesagt wird die finanzielle Lage, sowie die Aussicht, dass kein Bedarf da ist (viele Beamte im gehobenen Dienst), sind negativ ausschlaggebend. D020

Habe schon mit den Gedanken gespielt mir den AL2 selbst zu finanzieren und werde es dem Personalamt auch im Dezember (nächster Versuch) mal vorschlagen.
Mit dem MeisterBaföG kommt man dann so auf ca. 7-6000€ Eigenleistung.

Hat Irgendwer vielleicht noch ein paar nützliche Tipps wie man zugelassen werden könnte?
Ich weiß, dass es immer blöd ist, wenn der AG keinen Bedarf sieht, aber ich möchte den AL2 halt trotzdem gerne machen, bevor ich zu alt werde oder Familienplanungen anstehen. Auch wenn ich auf eine AL2 Stelle erst in 5 Jahren komme. Hauptsache man hat die Qualifikation schonmal...

LG
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#2

HEy!

Warum 6000 € ??
Ich bin bei einer Kommune in NRW beschäftigt und "darf" zum Glück nächstes Jahr meinen AL2 beginnen. Habe deswegen letztens auch gelesen, dass der hier nur ca. 3000 € kostet.

Und einen tariflichen Anspruch auf höherwertige Stellen haben wir ja auch mit dem AL2 nicht. Das wäre ja schon ein Argument. Du hättest die Qualifikation, aber das heißt nicht, dass dich dein Arbeitgeber auch dementsprechend bezahlen muss.
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#3

(08.11.2011, 13:01)Gast schrieb:  HEy!

Warum 6000 € ??
Ich bin bei einer Kommune in NRW beschäftigt und "darf" zum glück nächstes jahr meinen AL2 beginnen. Habe deswegen letztens auch gelesen, dass der hier nur ca. 3000 € kostet.

Und einen tariflichen Anspruch auch die höherwertige Stellen haben wir ja auch mit dem AL2 nicht. Das wäre ja schon ein Argument. Du hättest die Qualifikation aber das heißt nicht, das dich dein Arbeitgeber auch dementsprechend bezahlen muss.


Hi,

bei uns zahlt normalerweise immer Alles der AG.
Aber ich wollte anbieten, dass ich es selbst zahle, wenn ich zugelassen werde. Unten die Gebühren für den AL2 in Bayern ca. 10.500€:
http://www.bvs.de/download/1/zeitschemaa...2_2014.pdf

Dann abzüglich MeisterBaföG von 30,5% von der Gesamtmaßnahme:
10.500€ - 3675€ = 6825€ Eigenfinanzierung.

Dass kein tariflicher Anspruch auf die Stelle besteht, könnte ich bei meinem Gespräch beim Personalleiter auch noch erwähnen.
Das Personalamt sagt auch noch, dass der AG auch den Zeitausfall meinerseits hat, wenn ich einmal pro Woche in der Schule bin und natürlich die Lehrgänge, da fehle ich meiner Dienststelle dann...
Würde ihnen sogar noch anbieten, dass ich diesen Zeitausgleich wenn möglich auf ÜA und Urlaub mache...Icon_cry

Mir geht es halt darum, dass ich die Qualifikation habe, die Stelle kann in ein paar Jahren auch noch gefunden werden...

Danke und LG

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#4

http://www.sti-hagen.de/Entgelttarif.10.0.html


bei uns nur 3250,- €
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#5

(08.11.2011, 14:23)Gast schrieb:  http://www.sti-hagen.de/Entgelttarif.10.0.html


bei uns nur 3250,- €

Das ist ja wahnsinn, wie kann das so krass abweichen??? Icon_evil
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#6

Hallo,
mein AII ist zwar schon länger her, aber damals hatten wir auch einen Teilnehmer, der die Kosten selbst getragen hat.
Die Kosten reduzierten sich damals auch, da letztlich mehr als die geplante Personenzahl teilgenommen hatte.
Ich denke: Je mehr Teilnehmer je Kurs, desto geringer die Kosten je Teilnehmer.
Gruß aus der Lüneburger Heide
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#7

Ja das ist schon enorm wie die Kosten hier abweichen können.
Hat sonst noch wer Tipps, wie man im Personalamt argumentieren könnte?

Habe in ca. 1,5 Wochen ein persönliches Gespräch mit dem Leiter...

Danke und LG
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#8

Ich habe dieses Jahr den A II begonnen. Zwar finanziert mein AG nicht alles, aber immerhin 50 % davon. Allerdings muss ich sagen, dass man ohne die Unterstützung des AG riesige Umstände hat, den A II zu absolvieren. Gerade die Ausfallzeiten in der Behörde. Du müsstest die Stunden einarbeiten. Nun überleg mal wenn du 14 Tage Urlaub hast, mal krank bist oder irgendwie andersweitig nicht die Möglichkeit hast, Überstunden zu erarbeiten. Dann hast du ziemlich bald ein Problem mit dem Personalamt. Und das ist sicher ernstzunehmender als eine vorübergehende Ablehnung zum AII. Außerdem ist es sowieso schwierig, den AII zu absolvieren, wenn auf lange Sicht keine geeignete Stelle zur Verfügung steht. Durch meine Tätigkeit im Personalrat weiß ich, dass die Kommunen i. d. R. ca. 7-9 Jahre ihren Personalbedarf im Voraus planen müssen. Wenn das Personalamt nun feststellt, dass auf diese lange Zeit keine freiwerdenden Stellen im gehobenen Dienst neu besetzt bzw. erst neu geschaffen werden, dann lohnt es sich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, den AII zu absolvieren. Du könntest deinen AG jedoch fragen, ob es möglich wäre, dich für die nächste AII Anmeldung vorzumerken.

Herzliche Grüße
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#9

Ich sehe ein, dass dies ohne die Freistellung vom AG ziemlich heikel ist.
In Bayern wird der AL2 so angeboten, einmal pro Woche Schule, einmal Zwischenlehrgang 2 Wochen und Abschlusslehrgang ca. 6 Wochen.
Das mit einmal pro Woche ausgleichen würde noch gehen, aber für die Lehrgänge müsste man sich wenn dann gehaltslos freistellen (nichtbezahlter Urlaub) lassen.
Naja, schauen wir mal was der Personalleiter dazu meint beim Gespräch...
Evtl. ergibt sich ja was für 2012...Smile
Die Hoffnung stirbt zuletzt...
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#10

OK, aber selbst einmal pro Woche Schule ist hart. Ich selbst habe aller 14 Tage Freitag und Samstag Schule. Und ich finde es schon schwierig, in 9 dazwischenliegenden AT ingesamt 8 Stunden zu erarbeiten, weil man ja Nachmittags doch mal etwas vor hat oder eben, wie oben erwähnt, mal Urlaub macht oder auch krank ist.

Überlege dir wirklich gut, ob du das auf eigene Faust durchdrücken willst. Ich will dich um Himmels willen nicht davon abbringen, aber ich weiß wovon ich rede wenn ich sage "es ist sehr hart".

Melde dich doch nochmal mit dem Ergebnis deiner Verhandlungen ;c)
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#11

Hi,
also Gespräch beim Personalleiter war sehr positiv, auch brachte er meinen Antrag mit seiner Empfehlung und der Empfehlung vom meinem Dienststellenleiter ein, dennoch müssen bei uns darüber die Referentenrunde (Stadtdirektoren), sowie der OB entscheiden.

Somit habe ich Gestern leider (wieder einmal) eine Vertröstung bekommen, dass hier erst ein Personalkonzept aufgestellt werden muss, welches sich dann auch auf den AL2 bezieht. Wie und wann das sein wird, über das wurde natürlich keine Antwort gegeben. Sprich im Klartext bei uns: Wird unter dem Tisch versinken, oder frühestens mal in einigen Jahren gemacht...was mir auch Kollegen bestätigten...

Weiteres geplantes Vorgehen:
Ich bemühe mich jetzt mal noch um ein persönliches Gespräch in nächster Instanz-----> Personalreferent und OB, um denen mein Anliegen zu erklären.

Finde es wirklich schade, dass man sich unbedingt weiterbilden möchte, aber selber (Abendschule, WE, außerhalb des Dienstes halt) beim AL2 in Bayern einfach keine Möglichkeit diesbezüglich hat und immer auf die "GUNST" der hohen Tiere im Rathaus hoffen muss.
Also ohne Anmeldung des Arbeitgebers funktioniert das nicht...

Habe auch schon überlegt, Bewerbungen an umliegende Gemeinden und Ämter zu schicken. Vielleicht sind bei denen die Aufstiegschancen, sowie Weiterbildungsansichten besser. (Wobei die natürlich auch erstmal ihre eigenen Leute fördern)
Ich würde mir ja die Kosten selbst bezahlen und auch sogar eine unentgeltliche Freistellung vom Dienst für die Schule und Lehrgänge akzeptieren.

Hat sonst noch wer Rat oder Tipps für mich?
Bin der Meinung dass ich halt noch einen Weg suchen muss, denn ab 30-33 Jahren hat man bei uns eigentlich keine Chance mehr auf den AL2...(werde dieses Jahr 30).

LG, ein depremierter VfaKler
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#12

Hallo deprimierter VfaKler,

mensch mensch mensch, du bist aber hartnäckig ;c)

Am besten suchst du mal den Gang zum Personalrat. Die haben Einsicht (oder können sie sich verschaffen) in den Stellenplan. Dort müsste auch ersichtlich sein, welche Stellen in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen. Dort müsste auch aufgezeigt sein, welche Stellen zur Nachbesetzung vorgesehen werden und welche eingestampft werden. Dort kannst du immerhin schoneinmal sehen, ob überhaupt die Notwendigkeit einer Förderung für dich besteht (zumindest in den nächsten Jahren). Es ist natürlich schwierig, eine Förderung zu erwirken, wenn danach keine Einsatzmöglichkeit besteht. "Blindförderung" ist eher aus Ausnahmefall. Dann ist natürlich noch die Frage, wohin dein AG fördern will. Will er lieber ausgebildete gehobene Dienste der BVS neu einstellen oder will er seine eigenen Mitarbeiter fördern? Das hat beides Vor- und Nachteile und hängt maßgeblich eigentlich vom Personalamtsleiter ab. Weniger vom OB oder ähnlichen hohen Tieren. Von der Idee auf eigene Faust bei deinem Dienststellenleiter vorzusprechen rate ich dir jedoch ab. Durch meine jahrelange Personalratstätigkeit (in der ich schon einiges erleben musste) hat sich gezeigt, dass das alte Sprichwort "gehe nie zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst" durchaus seine Berechtigung hat. Wenn der Personalratsleiter mit den Entscheidungsträgern in Kontakt steht, dann ist es nicht notwendig dass du dort vorsprichst. Zumal die richtig stichhaltige argumente, weswegen gerade du jetzt gefördert werden solltest, ja eigentlich fehlen. Für den Dienststellenleiter geht es ja nicht um dich als Person sondern um dich als Kostenstelle. Und du weißt ja- wenns ums Geld geht sind alle anderen noblen Motive nebensächlich ;c)

Was du machen kannst ist, dass du nochmal eine schriftliche Stellungnahme an deinen Dienststellenleiter schickst, in der du einfach nochmal die Vor- und Nachteile und deine Gründe darlegst. Wenn du dabei Hilfe brauchst, kannst du mir gerne ne Mail schicken --> Leibit@gmx.de

Bin schon gespannt wie das bei dir weitergeht!
Viele Grüße
ein gestresster A II-ler
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#13

Hatte am Freitag ein Gespräch beim Personalreferent.
Also Fakt. Lt Dienstellenleiter, Personalleiter und Personalreferent (Stadtdirektor) habe ich freie Fahrt für den ALII.
ABER es muss anscheinend noch an anderen Personen liegen, welche da nicht so begeistert sind.
Naja, ich warte jetzt noch diese Woche ab und nächste Woche frage ich beim Referenten nach, obs was neues gibt, bzw. eine Entscheidung gefallen ist.
Hier werde ich dann erfahren an was oder viel wichtiger an WEM es scheitern würde und dann werde ich mit dieser Person (denke mal dass es der OB ist) noch einen Termin für ein letztes Gespräch machen um aus erster Hand den Grund zu erfahren und mein Interesse am AL2 zu bestätigen und zu begründen.

Nächster Weg, sollte dieses Gespräch negataiv verlaufen ist dann der Gang zum Personalrat, wie du vorgeschlagen hast und dann wirklich evlt. Bewerbungen in umliegenden Gemeinden und Ämtern.

Habe auch überlegt einen Antrag über den Personalausschuss in den Stadtrat zu geben, evtl. könnte sich dabei auch was ergeben, oder wäre dies zu aufdringlich, kenne zwei Stadträte im Personalausschuss...Smile

Es ist einfach bescheiden, wenn mal weiterkommen will, die Noten und das Engagement passen, aber die Chancen dann schlecht stehen, weil man einfach in einer Zeit ist, wo kein Bedarf besteht...
Somit hat man einfach Pech gehabt und kann dann bis 67 Jahren in EG8 rumdödeln...Sad
Tolle Aussichten...

Naja, ich geb Bescheid, wenns was Neues gibt...

LG
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#14

Fraglich ist, ob du mit diesem "unter Druck setzen" des OB Freunde machen würdest. Ich persönlich verstehe dich vollkommen. Aber wenn der OB nun einmal NEIN gesagt hat obwohl die Personalentscheidungsträger den AII befürworten, denke ich nicht, dass er begeistert wäre, geschweigedenn seine Entschiedung annulieren würde, wenn der "kleine Beschäftigte" ihn nun noch belagert. Mal ehrlich- du wärst als OB auch nicht begeistert. Er wird sicher seine Entscheidung nicht annulieren, im Gegenteil, du gerätst in seinen Fokus, aber nicht positiv beladen... Was es für DEIN Ansehen bedeuten würde den Namen des OB im Stadtrat zu belasten, das brauch ich dir nicht ernsthaft sagen glaube ich. Beiße nie die Hand die dich füttert.

Vielleicht schreibst du wirklich mal ein paar Bewerbungen BEVOR du es dir mit deinem obersten Chef verscherzt *g* wäre vielleicht gescheiter angestellt ;c) Oder du redest halt wirklich mal mit dem Personalrat drüber. Die haben immernoch einen anderen Draht zum OB. Auich wenn es dir nicht gefällt, du bist in dieser Hinsicht vollkommen auf seine Gnade angewiesen und die kannst du dir nicht erzwingen. Vieles könnte auch nach Hinten losgehen... hier ist Diplomatie gefragt und vielleicht auch mal noch ein Jahr die Füße stillhalten und es dann nochmal probieren... ich rate dir dringend davon ab unbedingt deinen eigenen Kopf durchdrücken zu MÜSSEN. Du musst immer versuchen, die Wirkung deiner Aktionen auf der gegenseite vorauszusagen...

Lass den Kopf nicht hängen, wenn irgendwo eine Türe geschlossen wird, öffnet sich sicher irgendwo ein Fenster...

Halte uns auf dem Laufenden...
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#15

Ok, du hast wahrscheinlich recht...
Habe einfach Angst, dass es irgendwann zu spät ist...Sad

Ich warte jetzt erstmal die Antwort vom Personalreferenten ab (er wollte das Thema diese Woche nochmal in der Monatsbesprechung mit dem OB usw. ansprechen), dann seh ich weiter...
So erfahre ich dann sowieso was der Referent mir rät oder meint...

LG
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