IT- und Digitalisierungsmanager im öffentlichen Dienst

Der IT- und Digitalisierungsmanager nimmt eine zentrale Schlüsselrolle bei der modernen Umgestaltung der öffentlichen Verwaltung ein. Er verbindet technologisches Know-how mit organisatorischem Verständnis, um Verwaltungsprozesse digital, effizient und bürgernah zu gestalten.

In der Praxis finden sich auch Bezeichnungen wie „CDO (Chief Digital Officer)“, „Digitalisierungsbeauftragte/r“ oder „Referent/in für digitale Transformation“.

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Rolle: Strategische Steuerung des digitalen Wandels und von E-Government-Projekten (wie dem OZG) an der Schnittstelle zwischen IT und Fachämtern.
- Eingruppierung: Attraktive Bezahlung nach TVöD / TV-L, typischerweise in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13 (bei Leitungsfunktionen bis E 15).
- Quereinstieg: Aufgrund des Fachkräftemangels haben IT-Spezialisten und Projektmanager aus der freien Wirtschaft sehr gute Chancen.

Was macht ein IT- und Digitalisierungsmanager?

Digitalisierungsmanager steuern den digitalen Wandel in Kommunen, Landes- und Bundesbehörden. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der IT-Infrastruktur, den Fachämtern und der Verwaltungsleitung.

Sie initiieren E-Government-Projekte, begleiten die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben wie des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und unterstützen die Mitarbeiter bei der Einführung neuer Systeme.

Andere Bezeichnungen und verwandte Rollen

Je nach Behörde, Kommunalgröße und Organisationsstruktur wird die Stelle unterschiedlich benannt:

Während IT-Administrator/innen primär für Hardware, Netzwerke und den laufenden Betrieb zuständig sind, konzentrieren sich Digitalisierungsmanager auf die strategische Gestaltung, Optimierung von Prozessen und die Einführung moderner Softwarelösungen.

Voraussetzungen

Je nach Aufgaben und Behörde werden oftmals folgende Voraussetzungen genannt:

Ist die Position auch für Quereinsteiger geeignet?

Ja, Quereinsteiger aus der freien Wirtschaft mit fundierter IT- oder Projektmanagement-Erfahrung haben gute Chancen im öffentlichen Dienst.

Da der Fachkräftemangel im IT-Bereich hoch ist, greifen Behörden vermehrt auf IT-Spezialisten, Wirtschaftsinformatiker oder erfahrene Projektleiter aus der Wirtschaft zurück.

Fehlende verwaltungsrechtliche Kenntnisse werden dabei häufig durch gezielte Fortbildungen an Studieninstituten nachgeholt.

Dauer und Ablauf der Implementierung von Digitalisierungsprojekten

Typische Aufgaben und Inhalte

Eingruppierung nach TVöD / TV-L

Die Eingruppierung von IT- und Digitalisierungsmanagern ist attraktiv, da Spezialwissen und eine hohe Verantwortung gefordert werden. Die konkrete Zuordnung richtet sich nach den auszuübenden Tätigkeiten.

Mehr zur Gehaltsstruktur: Gehalt im öffentlichen Dienst

Mehr zur Fachkräfte-Zulage im Bereich TVöD VKA: Fachkräftezulage und Einstufung

Unterschied zur klassischen IT-Administration

Die klassische IT-Administration kümmert sich um den reibungslosen Betrieb von Servern, Netzwerken, Endgeräten und Benutzerrechten.

Das Digitalisierungsmanagement setzt organisatorisch höher an: Es fragt, wie Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Mitarbeiter digital und barrierefrei gestaltet werden können und lenkt die dafür notwendigen Veränderungsprozesse.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Entgeltgruppe ist für Digitalisierungsmanager üblich?

Meist erfolgt die Eingruppierung in Entgeltgruppe E 11 oder E 12 TVöD / TV-L. Bei akademischem Masterabschluss und komplexen Leitungsaufgaben ist auch E 13 oder höher möglich.

Benötigt man zwingend ein Informatikstudium?

Nein. Häufig werden auch Absolventen der Verwaltungswissenschaften, des Public Managements oder Betriebswirte mit starker IT-Affinität und Projektleitungserfahrung eingestellt.

Gibt es Verbeamtungsmöglichkeiten?

Ja, sofern die Laufbahnvoraussetzungen (z. B. im technischen oder verwaltungsinformatischen Dienst) erfüllt sind, ist eine Übernahme ins Beamtenverhältnis (gehobener oder höherer Dienst) möglich.

Welche Rolle spielt das OZG (Onlinezugangsgesetz)?

Das OZG verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen auch digital über Portale anzubieten. Die Umsetzung zählt zu den Kernaufgaben von Digitalisierungsmanagern.

Fazit

Der IT- und Digitalisierungsmanager ist ein Zukunftsberuf im öffentlichen Dienst. Die Position bietet eine hohe Gestaltungsfreiheit, zukunftssichere Perspektiven und die Chance, den Wandel hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung aktiv mitzugestalten.

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