Stellenbesetzung intern extern
#1
Hallo
Ich habe mich intern als Beamter auf eine Stelle beworben, welche mir wie auf der Haut geschrieben ist. Ich denke ich erfülle alle Vorraussetzungen dafür.
Auf dies Stelle hatten sich 2 Interne gemeldet. Der andere hat seine Bewerbung aber zurückgezogen.
Daraufhin wurde die Stelle, trotz meiner Bewerbung extern aber nur online ausgeschrieben.
Jetzt kommen neben meiner Person noch weitere Personen zu einem Vorstellungsgespräch.
Der Hintergrund ist der, dass mein Arbeitgeber nicht will, dass ich diese Stelle bekomme.
Er hätte mich lieber auf der alten Stelle, welche ich schon über längere Zeit habe.
Ist das Rechtens??
Danke für eure Antworten!!

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#2
Hallo,
wir hatten in unserer Dienststelle einen vergleichbaren Fall. Obwohl der Kollege (Beamter) bereits 30 Jahre (!) Berufserfahrung auf dieser Stelle als stellvertr. Referatsleiter hatte, wurde seine Bewerbung ohne Angabe von Gründen abgelehnt, er erhielt nicht einmal eine Benachrichtigung. Ein Externer aus einem völlig artfremden Fachgebiet bekam nach einer Ausschreibung diese Stelle im Angestelltenverhältnis, was in der ganzen Dienststelle für Verwunderung sorgte. Vom verständlicherweise enttäuschten Kollegen, der diesem Bewerber fachlich natürlich haushoch überlegen war, erwartete man nun auch noch, dass er seinen Konkurrenten ordentlich anlerne. Als "Entschädigung" für seine erfolglose Bewerbung stellte man ihm zunächst eine baldige Beförderung in Aussicht.

Ergebnis:

Es stellte sich kurze Zeit später heraus, dass es sich bei diesem Bewerber lediglich um einen alten "Saufkumpanen" eines einflussreichen, ranghohen Mitarbeiters unserer Dienststelle handelte. Da es sich beim externen Bewerber nicht um einen Beamten, sondern um einen Angestellten handelte, konnte man die ansonsten strengen Auswahlkriterien, wie sie normalerweise für Beamte gelten, leicht umgehen. Unser zuständiges Ministerium hatte folglich keine Ahnung, was da gespielt wird.
Die so genannte "Ausschreibung" war übrigens nur ein "Witz" - sie diente lediglich der Tarnung.
Der enttäuschte Kollege ging ca. 10 Jahre später in den Ruhestand, seine ihm zugesicherte Beförderung hat er nie erhalten.

Kommentar des Personalrats: Es ist alles richtig gelaufen. Die Behördenleitung habe sich völlig korrekt verhalten. Geschehen in einer Landesbehörde.

Noch Fragen ?

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#3
(12.09.2013, 20:31)Gast schrieb: Ergebnis:

Es stellte sich kurze Zeit später heraus, dass es sich bei diesem Bewerber lediglich um einen alten "Saufkumpanen" eines einflussreichen, ranghohen Mitarbeiters unserer Dienststelle handelte. Da es sich beim externen Bewerber nicht um einen Beamten, sondern um einen Angestellten handelte, konnte man die ansonsten strengen Auswahlkriterien, wie sie normalerweise für Beamte gelten, leicht umgehen. Unser zuständiges Ministerium hatte folglich keine Ahnung, was da gespielt wird.
Die so genannte "Ausschreibung" war übrigens nur ein "Witz" - sie diente lediglich der Tarnung.
Der enttäuschte Kollege ging ca. 10 Jahre später in den Ruhestand, seine ihm zugesicherte Beförderung hat er nie erhalten.

Kommentar des Personalrats: Es ist alles richtig gelaufen. Die Behördenleitung habe sich völlig korrekt verhalten. Geschehen in einer Landesbehörde.

Noch Fragen ?

ist doch klar, in der Landesverwaltung läuft das meistens so ;-) ist doch so wie die Kommentare hier zeigen:
https://www.kommunalforum.de/Thread-Dien...%A4llt-weg

man will nicht die besten sondern immer seine kumpels unterbringen, die einem selbst dann nicht gefährlich werden können, das ist öffentlicher dienst im jahr 2013 ...
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