Nachteile im öffentlichen Dienst
#1

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#2
Ein Punkt fehlt mir in der Aufstellung: Mich nervt im öffentlichen Dienst ungemein, dass man mehr oder weniger gezwungen ist, sich "politisch korrekt" zu verhalten.

Zum Beispiel muss man sich auf Facebook gut überlegen, mit wem man befreundet ist, welche Kommentare man abgibt oder wo man "Gefällt mir" klickt.

Wer außer der Reihe tanzt oder gar Missstände ausspricht, wie z.B. Kriminalität oder fehlende Integrationsbereitschaft von Flüchtlingen, die Verschwendung öffentlicher Gelder, o.ä., kann seine Karriere an den Nagel hängen. Oder es drohen noch schlimmere Konsequenzen bis hin zur Entlassung / Kündigung. Denn letztlich entscheiden die Politiker der etablierten Parteien im Rat bzw. deren Handlanger in der Verwaltung über die Karrieren.

Kaum jemand im öffentlichen Dienst wagt es öffentlich z.B., kritische Positionen in der Flüchtlingspolitik oder beim Euro zu äußern. Obwohl hinter vorgehaltener Hand sehr viele im ö.D. Positionen wie die von der AfD befürworten.

Wer Rückgrat hat und dies auch im gesamten Berufs- und Privatleben behalten möchte, sollte nicht in den öffentlichen Dienst einsteigen...
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#3
Da gebe ich meinem Vorredner recht, man muss vorsichtig sein, wem man was sagt oder was man bei Facebook teilt.

Für mich sind auch die häufigen Einsätze als Wahlhelfer ein Nachteil. Trotz desaströser Wahlbeteiligungen wurden in NRW sogar Stichwahlen für Bürgermeister und Landräte wieder eingeführt. Die vielen kaputten Sonntage gehen zu weit.
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#4
bin 15 jahren in dem verein, kann Geschichten erzählen man macht sich kein bild davon, was da abgeht. mir würde gesagt, nur weil ich keine deutscher bin, dass ich für meine 25 Jahre in Deutschland sehr gut deutsch spreche aber nicht Deutsch denke. wie soll ich das verstehen???
JETZT versuche ich zu wechseln, da es noch schlimmer ist als bei der stasi es jemals war
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#5
Ja, dann geht weg und das möglichst bald. Mir geht dieses Gejammere über den öD derartig auf den Seier. Jeden Monat das Gehalt/Besoldung kassieren, bei einer solchen negativen Motivation vermutlich keine oder schlechte Arbeitsleistung abliefern und sich auch noch der AfD, Reichsbürgern oder sonstigen Deppen nähern.
Auf Euch kann öD und vor allem Bürger/-in gut verzichten.
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#6
Schlechte Arbeitsleistung liefern diejenige ab, die schon motivationslos wurden durch die Rahmenbedingungen und das Umfeld in dem sie sich bewegen und ihren Arbeitsalltag bewältigen. Die meisten sind doch schon so runterdemotiviert von allem, dass man nur noch das bekannte Wort Dienst nach Vorschrift macht. Auf meine Beschwerden die ich vorgetragen habe bei verschiedenen Vorgesetzten in Bezug auf Verbesserungen usw., bekam ich dies als Antwort, mach einfach Dienst nach Vorschrift. Ich schließe mich den Beiträgen oben an. In Facebook usw. bin ich schon lange nicht mehr. Heute wird alles ausspioniert. Ich jammere z. Bsp aktuell nicht mehr, ich habe meine Sanktionen schon alle erlebt und weiß was möglich ist von einem Arbeitgeber, der für Recht und Ordnung zuständig ist. Ich weiß, dass wenn ich an meinen vollkommenen, sinnentleerten, runterdemotivierten Arbeitsplatz nach meiner Reha sitzen muss, weil niemand etwas ändert und man selbst nicht einfach irgendwo sich um platzieren kann, damit man bessere Verhältnisse hat, stricke ich vielleicht in Zukunft Socken bis ich in Rente gehe. Ist auch nicht verboten, sofern man von seinem Umfeld nicht beschäftigt wird. Orientieren sich da viele Arbeitnehmer heutzutage um, da diese eventuell ganz nah sind und Strukturen mitbekommen, die die Personen umdenken lassen, da braucht sich doch keiner wundern. Motivation ist doch gar nicht gefragt, eher Duckmäuser und Schmalzreiber.
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#7
Auf alle Fälle kann man auf pessimistische Faulpelze im öD gut verzichten, die sich gerne hinter Dienst nach Vorschrift verstecken. Und wenn von denen wenigstens Dienst nach Vorschrift geleistet werden würden.
Jedem ist bekannt, dass die Bezahlung im öD nicht mit z.B. Pharma- oder Autoindustrie vergleichbar ist. Glaubst Du denn bei Großkonzernen wartet man auf Klugscheisser, die nur schlechte Stimmung verbreiten und nicht bereit sind etwas zu leisten? Dann mach Dich auf und "beglücke" die sogenannte freie Wirtschaft und mach den Platz frei für neue Kräfte mit Energie und Arbeitswillen; die mitdenken und sich nicht von den üblichen Widrigkeiten abbringen lassen. Es ist so leicht anderen für sein Unvermögen die Schuld zu geben.
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#8
es ist nicht die Bezahlung, die im öffentlichen Dienst nervt, sondern in all den Jahren, wo man Gelaber vom Fachkräftemangel und demogr. Wandel sich ständig anhören muss, hat man die Arbeitskonditionen für Arbeitnehmer permanent verschlechtert, auch im öffentlichen Dienst !!! Da wurden so viele Regelungen zu Ungunsten von AN getroffen, dass sich Unzufriedenheit anstaut..... auch diese überkommenen Hierarchien dort, eine unmoderne Personalpolitik, das Ganze drumherum.... DE wundert sich das es ausstirbt, behandelt aber Arbeitnehmer zusehends wie Dreck! Kein Wunder, das so viele da ganz auf Kinder verzichten.... da rühmen sich jetzt Städte wie Dortmund, dass sie ja noch mal 1000 Stellen einsparen können - klaro, trotz Asylkrise und allem...

der Mensch ist heute nichts mehr wert, wird nur noch als Kostenfaktor gesehen und auch so behandelt....

ist leider auch im öffentl. Sektor so --- und dann kommt künftig noch eine immer stärkere Überwachung der Mitarbeiter hinzu über neue Techniken....
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#9
WOW! Hier wird ja auf einem Niveau gemeckert!
Ich bewerbe mich grade auf Stellen im öD, nachdem ich mir in der fW über 26 Jahre von merkwürdigen Chefs sagen lassen durfte, in welche Richtung die Welt sich dreht. Mittlerweile habe ich Gehalts- und Provisionszahlungen von über 25.000,-- Euro einklagen müssen, was allerdings nicht bedeutet, daß ich das Geld jemals bekomme.
Im 12/2016 hatte ich einen Arbeitsunfall, was aber niemanden gehindert hat, mir am nächsten Tag zu kündigen.
Also: Das Glas ist halbvoll, meine Damen und Herren!
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#10
Immerhin gibt's Provisionszahlungen zusätzlich zu Gehalt. Sowas gibt's im öD nicht.

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