Jugendamt einschalten ?
#1
Hallo,
ich habe ein Problem oder einen Gewissenskonflikt bezüglich meiner alleinerziehenden Nachbarin (2 Kinder ca. 8-10 Jahre alt).
Morgens vor der Schule sowie abends vor dem Schlafen ist eine verbale Auseinandersetzung nicht zu überhören. (Stört uns nicht, sind sehr tolerant besonders gegenüber Kindern) Allerdings weinen die Kinder sehr viel, und Sie schreit sie weiter an, das geht auch mal eine halbe Stunde so. Man hört "belanglose" Sachen heraus wie z.b. "Wieso hast du deine Brotdose nicht eingepackt" klingt jetzt nicht sehr aufregend aber die Lautstärke und der Ton machen die Musik... Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind nicht wegen jedem (entschuldigung) belanglosem Schei* angebrüllt wurde, und es bei uns sowieso sehr harmonisch war. Ich bin der Meinung: Es ist nicht normal.

Ich stecke also in diesem Konflikt, Was tun? Soll man das Jugendamt einschalten oder ist es Alltag, dass sowas vorkommt? Ist es normal? Soll ich mit meiner Nachbarin reden? Wir kennen uns nicht weiter, nur vom "Hallo" sagen.

Psychologisch (sofern mir das zusteht) betrachtet bin ich der Meinung, dass sie eine eher unglückliche und vom Leben enttäuschte Frau ist, die eventuell ihren "Frust" an ihren Kindern auslässt. Aber da möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Wir wohnen auch erst einen Monat hier, soll man "abwarten"? oder ist es dann irgendwann vllt. zu spät... Man möchte ja auch nicht, dass die Kinder völlig verängstigt werden und Psychosen davon tragen.

Bitte um Rat.
mfg
Skywolf

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#2
Na das lobe ich mir. Fürsorgliche Nachbarn ohne Stasimanieren. Sicherlich kann das Jugendamt in einer gewissen Art und Weise einschreiten, jedoch ist das nicht so einfach. Dazu gibt es das Grundgesetz Artikel 6.

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_6.html

Und je nachdem welche Erfahrungen das Jugendamt mit dem Gericht hat, wird eingeschritten.

Viel besser wäre es, den Kindern ein Vorbild zu geben, insbesondere der Mutter in Sachen Erziehung... Da kann man als Nachbar auch viel machen. Grillabend, die Kinder mal mit ins McDonald nehmen usw.
Das ist aber eben ein langwieriger Prozess und vielleicht hilft ja das Jugendamt in dieser Richtung. Für die Kinder wäre es wünschenswert.
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#3
Hallo,
ich würde neben der Einladung zu Mc Donalds :-) auch einen Anruf beim Jugendamt empfehlen, vielleicht auch anonym. Manchmal ergibt sich aus verschiedenen für sich allein weniger bedeutenden Einzelereignissen, die dem Jugendamt bekannt sind, ein Gesamtbild, das Hilfe nötig macht. Das können die Sozialarbeiter im Jugendamt am besten beurteilen. Meist sind die Betroffenen - zumindest im Nachhinein - auch für die Hilfen dankbar.
Viel Grüße
Susanne
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