Diplom-Finanzwirt beim Finanzamt oder Diplom-Verwaltungswirt bei einer Gemeinde
#1
S10347 Meine Freundin, welche beides höchstinteressant findet und sich nicht entscheiden kann welche Laufbahn sie als Anwärterin einschlagen soll, fragt sich: Wo sind die Karriere- und Beförderungschancen höher?
Bei einer kleinen Gemeindeverwaltung mit 8000 Einwohnern oder beim ansässigen Finanzamt?

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#2
Normalerweise beim Finanzamt. In der kleinen Gemeinde gibt es nur wenige höher bewertete Stellen. Einfach mal in den Stellenplan der Gemeinde schauen. Vielleicht 2-3 Stellen A11 - A 12. Und wenn diese Stellen besetzt sind, geht es halt nicht weiter.

Beim Finanzamt sind die Aufstiegschancen fast unbegrenzt, vorausgesetzt Deine Freundin hat den Ehrgeiz. Und als Finanzbeamte kann man auch nebenbei noch etwas verdienen oder auch in die Wirtschaft wechseln. Die ausgebildeten Finanzbeamten sind z.B. bei Steuerberatungsunternehmen sehr nachgefragt.
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#3
@Gast Hab den Stellenplan mal angeschaut
Könnte mir jemand sagen ob diese Verwaltung gute Karrierechancen liefert -Gruss Mira

Beamte im Gehobenen Dienst
1,7 mal A13
3 mal A12
0,6 mal A10
2 mal A9
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#4
Für eine Gemeinde mit 8.000 Einwohnern sind das m.E. relativ viele gut bewertete Stellen. Besonders die 3 A12-Stellen.

Die Frage ist, wie viele jüngere Beamte vor Dir in der Gemeinde sind und daher (wahrscheinlich) diese höheren Stellen besetzen.

Ferner musst Du für Dich beantworten, ob Dir überhaupt jeder Bereich in der Gemeinde liegt. Manche arbeiten z.B.nicht gerne in der Kämmerei, da ihnen Zahlen nicht liegen. Andere meiden Ordnungsamt oder Sozialamt, um keinen Ärger im Ort zu haben. Du müsstest in dem Stellenplan auch erkennen können, wo diese Stellen liegen.

Du hast allerdings keine Garantie, dass dieser Stellenplan so bleibt. Z.B. durch Kooperationen zwischen Kommunen oder die Digitalisierung von Aufgaben können Aufgaben und Führungsstellen wegfallen.
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#5
@Gast Ausserdem werden die Aufstiegschancen als vielfältig beschrieben.
Die A12 Stellen liegen im Asylamt, Wirtschaft/Forst und der Inneren Verwaltung.
Und die A10 ist Ordnungsamt.

Dürfte ich fragen wie Sie die Lage einschätzen ?
Ich weiss dass man keine konkrete Aussage treffen kann aber stehen die Chancen für mich gut in dieser Verwaltung?
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#6
@Gast Höchstwahrscheinlich sind es maximal 2 "jüngere Beamte"
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#7
Dass es ein Asylamt gibt, wundert mich etwas. Das wäre auf jeden Fall ein Bereich, der wegfallen könnte, wenn weniger Asylbewerber kommen.

Wirtschaft/Forst wird evtl. von einem Forstwirt o.ä. besetzt.

Somit werden die Chancen vielleicht schon geringer!?

Ich würde einfach mal telefonisch anfragen, wo diese "vielfältigen Aufstiegschancen" denn konkret liegen. Könnte eine Floskel sein.

Meine Einschätzung: In der Gemeinde hast Du Chancen, irgendwann eine A 12 - Stelle zu bekommen, aber keine Garantie. Beim Finanzamt wirst Du eher aufsteigen und es muss nicht bei A 12 Schluss sein, vorausgesetzt, dass Du gut bist.

Im kommunalen Bereich ist es aber auch denkbar, zu einer anderen Gemeinde zu wechseln. Da kenne ich die Praxis in Bayern nicht, ob besser dotierte Stellen häufig ausgeschrieben werden. Bei uns in Niedersachsen ist das nur sehr selten der Fall.

Ferner steht man bei uns in Niedersachsen als Beamter auch in Konkurrenz zu den Angestellten, d.h. auch Angestellte (mit Angestelltenlehrgang 2) werden auf Amtsleiter-Stellen eingesetzt. Da hilft es dann nicht, dass die Stelle im Stellenplan für Beamte ausgewiesen ist.
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#8
Mit Asylamt ist das Sozialamt gemeint hab mich verschrieben.
Ausserdem gibt es ungefähr 100 tariflich Beschäftigte bei der Gemeinde.
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#9
100 tariflich Beschäftigte sind relativ viel, vermutlich habt Ihr einen großen Bauhof aufgrund des Forstes.

Ach ja, wo sind eigentlich die 1,7 Stellen A 13 angesiedelt?
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#10
Allgemeine Finanzen, Wirtschaft/Forst/Tourismus, Wasser/Abwasser zum grössten Teil

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