Burnout nach Mobbing
#1
Hallo,

bin im Rahmen einer Fusion mit meiner Einrichtung in eine andere fusioniert.
Ich war 20 Jahre mit grossem Engagement Leiterin der Einrichtung. Musste jetzt den Arbeitgeber wechseln. Wurde verhandelt allerdings ohne Arbeitsplatzbeschreibung.
Jetzt mobbt mich der Chef der groesseren Einrichtung, macht mich nun klein, weisst mir sehr begrenzte Arbeit zu, isoliert mich. Bin 25 Jahre im oeffentlichen Dienst, ueber 50 Jahre alt, dadurch krank geworden. Welche Moeglichkeiten bleiben mir?

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#2
Mittlerweile wird man auch im öffentlichen Dienst ab Mitte 40 zum alten Eisen gezählt, gemobbt und abgeschoben. Dagegen kannst Du leider nichts machen. Der Personalrat kann Dir nicht helfen, ebensowenig die Gewerkschaft oder ein Anwalt. Es sei denn Du hast handfeste Beweise für das Mobbing.

Ich würde Dienst nach Vorschrift machen, Kuren absolvieren, krank feiern, usw. und dann frühestmöglich in Rente. Oder eine andere Stelle suchen, falls das in Deinem Beruf und Alter möglich ist.
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#3
Hallo Gast 1,

es tut mir leid, dass Du gemobbt wirst. Auch ich musste die Erfahrung machen, dass Mobbing im öffentlichen Dienst existiert.
Ich bin selber ein Opfer, nicht vom Chef sondern von Kolleginnen. 

Könntest Du näheres Schildern, was dein Chef alles anstellt.?

Führst Du ein Mobbingtagebuch, hier sollte alles drinstehen, was mit Dir passiert mit Uhrzeit, Datum und am besten noch mit Zeugen?!

Mobbing ist nicht gleich Mobbing. Recherchiere mal im Netz, es gibt die Definition von Konflikte und Mobbing und noch mal eine andere Bezeichnung, wenn der Chef mobbt.

Wie lange geht das schon? Warst Du bei einer Beratungsstelle? Habt ihr einen Personalrat und wie verhält sich der Personalrat in deiner Sache?
Gast 1,
 ich wünsche Dir viel Kraft, es wird nicht leicht, es ist ein ewiger Kampf, sei STARK und lass Dich nicht unterkriegen.

Wenn Du willst, halte mich auf dem Laufenden. Ich versuche Dir zur Seite zu stehen. Ich habe mich in das Thema etwas eingearbeitet und gebe Dir gerne Tipps.


Bleib stark und Gruß´MEISTER
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#4
(13.05.2016, 23:42)Gast schrieb: Mittlerweile wird man auch im öffentlichen Dienst ab Mitte 40 zum alten Eisen gezählt, gemobbt und abgeschoben. Dagegen kannst Du leider nichts machen. Der Personalrat kann Dir nicht helfen, ebensowenig die Gewerkschaft oder ein Anwalt. Es sei denn Du hast handfeste Beweise für das Mobbing.

Ich würde Dienst nach Vorschrift machen, Kuren absolvieren, krank feiern, usw. und dann frühestmöglich in Rente. Oder eine andere Stelle suchen, falls das in Deinem Beruf und Alter möglich ist.

Gast 2,
ich finde es traurig, wenn man sagt, das ist halt so im öffentlichen Dienst, da kann man nichts machen.!!! P033
Warum kann Deiner Meinung nach der Personalrat Gast 1 nicht helfen? Wenn das Opfer dem Personalrat den Auftrag erteilt, sollte der Personalrat tätig werden und der Beschäftigten helfen.
Die Gewerkschaft hat Beratungstage zu diesem Thema, hier kann sie wohl Hilfe bekommen.
Mit handfesten Beweisen spielst Du sicher auf das "Tagebuch " an. Das weiß nicht jeder, aus diesem Grund macht es schon Sinn, sich mit dem Thema zu beschäftigten und so erfährt man, WAS KANN ICH ALLES GEGEN MOBBING/ gegen KONFLIKTE TUN!

Gruß MEISTER
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#5
Bei uns war es so, dass der mobbende Chef und Mitglieder des Personalrats unter einer Decke standen. Der Personalrat erschlich sich über Jahre hinweg das Vertrauen der Bediensteten und gab jede nur erdenkliche Info an die Amtsleitung weiter. Irgendwann überspannte er aber dann hier den Bogen und erfand einfach irgendwelche Geschichten (z.Bsp. "Chef, habe erfahren, dass Kollegin A und Kollege B ein Verhältnis miteinander haben" oder: "Chef, der Kollege XY hat gesagt, dass er sich freut, wenn Sie endlich in den Ruhestand gehen". Das Ganze flog auf, als sich Behördenleiter und PR ziemlich verkrachten und beide "auspackten".
Dem Kollegen von Beitrag Nr. 2 kann ich daher voll und ganz zustimmen. Bin selbst mit Anfang 50 in den Ruhestand gegangen, nachdem ich 10 Jahre lang dieses Mobbing (Aufgabenentzug, Verbreiten von Gerüchten usw.) erdulden musste.
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#6
(14.05.2016, 10:50)Meister schrieb: Hallo Gast 1,

es tut mir leid, dass Du gemobbt wirst. Auch ich musste die Erfahrung machen, dass Mobbing im öffentlichen Dienst existiert.
Ich bin selber ein Opfer, nicht vom Chef sondern von Kolleginnen. 

Könntest Du näheres Schildern, was dein Chef alles anstellt.?

Führst Du ein Mobbingtagebuch, hier sollte alles drinstehen, was mit Dir passiert mit Uhrzeit, Datum und am besten noch mit Zeugen?!

Mobbing ist nicht gleich Mobbing. Recherchiere mal im Netz, es gibt die Definition von Konflikte und Mobbing und noch mal eine andere Bezeichnung, wenn der Chef mobbt.

Wie lange geht das schon? Warst Du bei einer Beratungsstelle? Habt ihr einen Personalrat und wie verhält sich der Personalrat in deiner Sache?
Gast 1,
 ich wünsche Dir viel Kraft, es wird nicht leicht, es ist ein ewiger Kampf, sei STARK und lass Dich nicht unterkriegen.

Wenn Du willst, halte mich auf dem Laufenden. Ich versuche Dir zur Seite zu stehen. Ich habe mich in das Thema etwas eingearbeitet und gebe Dir gerne Tipps.


Bleib stark und Gruß´MEISTER

Bin seit 2 Jahren dort, aber ich werde von meinem bisherigen taetigkeitsfeld, in dem ich mehr Qualifikation habe als der Chef, immer mehr entfernt. Keine Wertschaetzung. Nach einer Reha wird viel Druck ausgeuebt, Krontrolle ausgeuebt, ich werde klein gemacht! Das ist fuer mich unvereinbar mit meiner 20jaehrigen Taetigkeit. Der Chef kann so handeln, hat Direktionsrecht und ich bin ohne Arbeitsplatzvereinbarung zu dem neuen Arbeitgeber verhandelt worden. 
Personalrat sieht den Konflikt, wir versuchen Versetzung. Kann aber lange dauern. Bin krankgeschrieben und kann mir nicht mehr vorstellen, mich wieder der Situation auszusetzen. Weiss nicht wie es weitergehen kann. Denn ich will nicht kuendigen muessen.
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#7
(14.05.2016, 11:06)Meister schrieb:
(13.05.2016, 23:42)Gast schrieb: Mittlerweile wird man auch im öffentlichen Dienst ab Mitte 40 zum alten Eisen gezählt, gemobbt und abgeschoben. Dagegen kannst Du leider nichts machen. Der Personalrat kann Dir nicht helfen, ebensowenig die Gewerkschaft oder ein Anwalt. Es sei denn Du hast handfeste Beweise für das Mobbing.

Ich würde Dienst nach Vorschrift machen, Kuren absolvieren, krank feiern, usw. und dann frühestmöglich in Rente. Oder eine andere Stelle suchen, falls das in Deinem Beruf und Alter möglich ist.

Gast 2,
ich finde es traurig, wenn man sagt, das ist halt so im öffentlichen Dienst, da kann man nichts machen.!!! P033
Warum kann Deiner Meinung nach der Personalrat Gast 1 nicht helfen? Wenn das Opfer dem Personalrat den Auftrag erteilt, sollte der Personalrat tätig werden und der Beschäftigten helfen.
Die Gewerkschaft hat Beratungstage zu diesem Thema, hier kann sie wohl Hilfe bekommen.
Mit handfesten Beweisen spielst Du sicher auf das "Tagebuch " an. Das weiß nicht jeder, aus diesem Grund macht es schon Sinn, sich mit dem Thema zu beschäftigten und so erfährt man, WAS KANN ICH ALLES GEGEN MOBBING/ gegen KONFLIKTE TUN!

Gruß MEISTER


Hallo Meister,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Personalrat dem Mobbing machtlos gegenüber steht. Und ich bin sicher, ich stehe damit nicht allein, zumindest wenn es wie bei uns um kleine Kommunen geht, in denen sich der Bürgermeister wie ein König aufführt. 

Bei mir war und ist es so, dass mobbende Führungskräfte die volle Unterstützung des Bürgermeisters haben - als Mittel zum Zweck, um
# von Mitarbeitern Leistungen auszupressen, die man auf gesetzlichem Wege nicht erreichen kann (z.B. Übertragung von zu viel Aufgaben / Überlastung, ständige Erreichbarkeit)
# Mitarbeiter zu einer Umsetzung, einem Arbeitgeberwechsel oder zur vorzeitigen Verrentung zu bewegen.

In diesem Umfeld kann der Personalrat nichts dagegen unternehmen. Was soll er denn tun? Sich bei der Aufsichtsbehörde beschweren? Das bringt doch nichts. Es sei denn, der Vorgesetzte mobbt so, dass es beweisbar ist, z.B. schriftlich, vor Zeugen, oder ähnliches. Aber das ist doch zumeist nicht der Fall.
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#8
(13.05.2016, 23:42)Gast schrieb: Mittlerweile wird man auch im öffentlichen Dienst ab Mitte 40 zum alten Eisen gezählt, gemobbt und abgeschoben. Dagegen kannst Du leider nichts machen.

So ein Blödsinn. Wenn der öD alle ab Mitte 40 abschieben würde, hätte er kaum noch Personal.
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#9
(17.05.2016, 09:36)Gast schrieb:
(13.05.2016, 23:42)Gast schrieb: Mittlerweile wird man auch im öffentlichen Dienst ab Mitte 40 zum alten Eisen gezählt, gemobbt und abgeschoben. Dagegen kannst Du leider nichts machen.

So ein Blödsinn. Wenn der öD alle ab Mitte 40 abschieben würde, hätte er kaum noch Personal.

Als Blödsinn würde ich die Aussage nicht beschreiben, aber zumindest als übertrieben. Fakt ist aber schon, dass ältere Mitarbeiter meist teurer sind (wegen Überleitung vom BAT, Altersstufen, etc.), ihre Rechte gut kennen (und es sich auch trauen, diese geltend zu machen) und altersbedingt häufiger krank sind als Jüngere. Aus diesen Gründen habe auch ich es auch schon mehrfach erlebt, dass Ältere zwischen den Ämtern hin und hergeschoben werden. Die Amtsleiter bevorzugen zumeist junge, ehrgeizige und formbare Mitarbeiter.
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#10
Hallo, ich bin schwerbehindert und mir wurde auch sehr übel mitgespielt als Ang. im öffentlichen Dienst. Konnte nachts teilweise nicht mehr richtig schlafen, hatte richtige Angstzustände und Albträume. Mein Sgl-Leiter hat mich gemobbt und das fast täglich.
Irgendwann ging es nicht mehr und ich war lange Zeit krank und ein Klinikaufenthalt reihte sich nach dem anderen ein. Das Ende vom Lied war, dass ich in einem sehr sehr jungen Alter erwerbsunfähig wurde. Leider mit sehr großen finanziellen Einbussen, was mir heute noch zu schaffen macht. Ich stehe praktisch vor dem nichts, Grundsicherung bekomme ich nicht, weil ich ein paar EUR noch zu viel im Monat an Rente erhalte.

Ich bin nur noch wütend, wenn ich daran denke, wir mir früher an meinem Arbeitsplatz mitgespielt wurde.

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