Beste und schlechteste Stellen in der Stadtverwaltung
#1

Hallo,
ich mache eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei einer größeren Stadt in NRW. Mein Ausbildungsleiter bat mich nun ihm mitzuteilen, in welchem Amt ich nach der Ausbildung gerne arbeiten möchte und in welchen Ämtern eher nicht. Er sagte zwar, dass es keine Garantie gebe, dass meine Wünsche berücksichtigt werden, man wolle dies aber versuchen. Die Frage bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich habe in der Ausbildung natürlich einige Ämter kennen gelernt, aber ich glaube nicht, dass meine Eindrücke mit der späteren Praxis viel gemeinsam haben. Was würdet Ihr sagen, was sind die besten und was sind die schlechtesten Stellen bzw. Ämter in der Stadtverwaltung ? Klar hat hier jeder andere Vorstellungen, aber mir würden ein paar Tipps und Hinweise von Praktikern bestimmt helfen.
Viele Grüße
Nils
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#2

Sozialamt oder noch schlimmer: Jobcenter!!!!!

nach ein paar Jahren in dem Bereich, bist du selber soweit eingewiesen zu werden.
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#3

S10347 Da kann ich dem Vorredner nur zustimmen. Das ist quasi wie Selbstzerstörung auf Raten. Für die paar lumpigen Mäuse, die Dir da nach Steuer bleiben, schuftest Du Dich da seelisch und moralisch kaputt. HaHa, und wenn Du selber ans Durchdrehen kommst und mal so'n Assi rauswirfst, wird Dir das noch als "negativ" attestiert. Verstehst? Du bist dann das Problem und an allem schuld, nicht der Assi, denn der Assi ist ja Bürger und Du der Dienstleister für den Assi. Tja, so sieht die Welt aus. Bei Krankheit gibt's nur noch 6 Wochen LFZ, danach gibt's schon Krankengeld...Überlege Dir das gut. Es grüßt "Duffy Duck"
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#4

Hallo,
herzlich willkommen im "Club".

Es gibt nicht wirklich gute und richtig schlechte Stellen in meinen Augen. Die innere Einstellung und die eigenen Fähigkeiten sind wichtig.
Ich habe über ein Jahr in der Vollstreckung im Innendienst der Stadtkasse gearbeitet bei einer großen Stadtverwaltung, die seit dem 24.07.2010 überall im Gespräch ist. Ein privates "Unglück" hat meine Einstellung geändert... ich wollte niemanden mehr be"drohen" mit Kontenpfändungen... Lohnpfändungen... Türöffnungen.. Inhaftierungen..u.s.w..

Ich habe gerne im Bürgerservice meiner Verwaltung gearbeitet... Tagesgeschäft haben wir das genannt... keine langen Wiedervorlagen.. keine dicken Akten.. Der Bürger erscheint und es wird ihm (meist sofort) geholfen. Natürlich ist es nicht einfach, in einem Großraumbüro zu arbeiten... aber dafür hat man meist viele nette Kolleginnen und Kollegen um sich rum.

Es gibt sooo viele Möglichkeiten...und leider sooo wenige freie Stellen und Chancen mal überall reinzu"riechen". Versuche herauszubekommen, wo deine persönlichen Stärken liegen und entscheide dann.

Und zu meinem Vorschreiber: vergraul nicht unseren "Nachwuchs"...

Viele Grüße aus Duisburg.
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#5

Hallo Nils,

ich würde auch versuchen, Ämter wie das Sozialamt, Jobcenter oder Ausländeramt zu vermeiden. Die Arbeit dort ist wirklich hart, besonders nervlich. Es gibt dort kaum Erfolgserlebnisse.

Nach meiner Meinung sind die besten Stellen dort, wo Du Dich mit eigenen kreativen Ideen einbringen kannst und etwas für Deine Stadt bewegen kannst. Leider sind diese Stellen bei der Stadtverwaltung sehr rar gesäht, da vieles nach Schema oder Gesetz abläuft und man kaum Entscheidungsspielraum hat.

Interessant erscheinen mir daher die Bereiche Umweltamt, Tourismus, Wirtschaftsförderung, Stadtplanung / Stadtentwicklung und Kulturamt. Leider bin ich selbst nie in eines dieser Ämter gekommen.

Viele Grüße

Alexander
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#6

Ganz ehrlich. Es muss jeder für sich selbst herausfinden, was einem Spaß macht. Nach der Ausbildung wollte ich unter anderem nie in ein Ordnungsamt, aber bin nun schon ca. 10 Jahre dabei. Die Dankbarkeit der Bürger läßt zwar zu wünschen übrig, aber es ist auf jeden Fall sehr mit viel Abwechslung verbunden.
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#7

(08.09.2011, 10:46)Gast schrieb:  Sozialamt oder noch schlimmer: Jobcenter!!!!!

nach ein paar Jahren in dem Bereich, bist du selber soweit eingewiesen zu werden.

Aber da hat sie die schnellste Möglichkeit, auf EG 8 zu kommen,da die Stellen da so bewertet sind. In anderem Ämtern geht das bei weitem nicht so schnell.

Außerdem ist JC auch nicht so schlimm. Man muß halt arbeiten und kann sich keinen Lenz machen,aber wie gesagt, dafür gibts E8 und nicht E5.
Ich war 1 Jahr im Umweltamt und habe mich zu Tode gelangweilt. Nach einem Jahr (das ich wegen Höhergruppierung ausharren mußte) war ich wieder verschwunden.
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#8

E8 ist noch viel zu wenig für die Arbeit!!!
Lohnt sich nicht, sich dafür seelisch kaputt zu machen... da müsste es schon ne EG 18 sein!!!
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#9

Ich arbeite selbst in einem Jobcenter, wenn auch nicht als Sachbearbeiter EG8. So schlimm ist es da nun auch nicht. Da haben die Leute in der Zulassungsstelle genau so viel Stress für EG5.

Seelisch kaputt bin ich nicht, mir macht die Arbeit auch im Großen und Ganzen Spaß. Es gibt überall Pros und Kontras. Zumal überall Personal abgebaut wird, die Arbeit aber nicht weniger wird.

Wenn man sich natürlich einen Lenz machen will den ganzen Tag, dann ist Jobcenter in der Tat nichts, da muß man arbeiten.
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#10

Die Leute in der Zulassungsstelle erhalten bestimmt auch nicht so oft Morddrohungen wie die im Sozialamt...
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#11

Nach Abschluss der Lehrzeit sollte man froh sein überhaupt eine Stelle angeboten zu bekommen. Da ist es doch erstmal egal wo. Wenn man sich zu einem späteren Zeitpunkt für eine andere Stelle bewirbt ist es immer gut Berufserfahrungen gesammelt zu sammeln. Und egal wo man arbeitet, es gibt überall Höhen und Tiefen.
Als Berufseinsteiger sollte man erstmal unter Beweis stellen was man drauf hat und nicht mit Forderungen kommen die jeder Grundlage entbehren.
Wir haben alle mal klein angefangen.
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#12

(16.09.2011, 08:21)Gast schrieb:  Die Leute in der Zulassungsstelle erhalten bestimmt auch nicht so oft Morddrohungen wie die im Sozialamt...

Wird man jetzt nach Anzahl der Drohungen bezahlt?
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#13

nein.
aber in diesem thread geht es auch nicht um die bezahlung, sondern um die besten und schlechtesten stellen in der verwaltung...
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#14

Wie gesagt, direkt nach der Ausbildung EG8 finde ich jetzt nicht wirklich schlecht.
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#15

Ich sehe es auch so: Es gibt tatsächlich "gute" und "schlechte" Stellen in den Rathäusern.
Dieses "Gut" und "Schlecht" mache ich davon abhängig, wie stark jemanden die Rahmenbedingungen und äußeren Einflüsse, die mit der Stellenwahrnehmung verbunden sind, motivieren. Man sollte jede Stelle, die man bekleiden möchte, auf das (äußere) Motivierungspotenzial hin untersuchen:
a) Dotierung (jedoch nur von kurzer Nachhaltigkeit)
b) Anerkennung durch die Kundschaft (sehr hoch: z.B. Standesbeamte, Rentenberatung): Überall dort, wo die Kunden das Gefühl haben, man hätte ihnen etwas Gutes getan und ihnen geholfen. Das wird in der Regel zum Sachbearbeiter gespiegelt.
c) Strategisch wichtige Bereiche, in jeder Kommune unterschiedlich. Anhaltspunkt: Aufgabengebiete, die sich der (Ober)Bürgermeister vorbehält. (z.B. Hauptamt, Flächenmanagement, Marketing...). Hier werden in der Regel nur die vermeintlich besten MA hingesetzt.

Gruß
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