Amtsleiter fragt nach Erkrankungen
#1

Hallo,

in unserem Amt muss man sich telefonisch krank melden. Angeblich um zu erfahren, wie lang man voraussichtlich krank ist. Es geht aber glaube ich nur darum, den Mitarbeitern die Krankmeldung zu erschweren. Ich finde es auch idiotisch, am ersten Tag der Krankmeldung selbst Prognosen über die Dauer der Erkrankung abgeben zu müssen. Wer kann das seriös tun? Kann man das überhaupt verlangen?

Was mich zusätzlich stört: Nach der Rückkehr aus der Erkrankung versucht mein Chef immer, mich in Gespräche zu verwickeln und dadurch zu erfahren, aus welchem Grund ich krank war. Das macht er mit rhetorischen Tricks wie "Bei dem Wetter holt man sich schnell eine Erkältung." oder so ähnlich, wodurch ich dann in die Situation gerate zu sagen, dass ich gegebenenfalls keine Erkältung hatte, sondern warum ich krank war.

Habt ihr irgendwelche Ideen, wie man damit umgehen sollte? Also insbesondere mit den Fragen nach der Erkrankung.

Ich selbst bin Beamte, aber für Angestellte bei uns gilt das gleiche.
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#2

" Kann man das überhaupt verlangen?"
Ja. § 5 (1) Satz 1 EntgFG
"(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. "
Es sprichts nichts dagegen das gleiche von Beamten zu verlangen.

"Wer kann das seriös tun?"
Natürlich kann sich die Prognose später als unzutreffend erweisen. Dann muss man sich halt wieder melden. Wobei es viele Erkrankungen gibt, wo man ganz gut einschätzen kann, wie lange es dauert.

"Habt ihr irgendwelche Ideen, wie man damit umgehen sollte?"
Man muss dazu nichts sagen. Mein Verhältnis mit meinen Vorgesetzen ist so, dass ich ohne weiteres auch was zu den Gründen sagen könnte.
Die Frage steht in einem Spannungsfeld. Die Frage ist nicht als solches unzulässig. Aber man muss halt nicht antworten.
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#3

Danke!
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