Was tun gegen Rufbeschädigung?
#1
Hallo,
ich arbeite in einem Jugendamt in Norddeutschland. Aufgrund Personalmangel werden bei uns seit Jahren immer wieder Studenten als Honorarkräfte eingestellt, die die Mitarbeiter eigentlich entlasten sollen, in dem sie z.B. gewissen Schreibkram übernehmen.

Eine Honorarkraft, mit der ich vor zwei Jahren Außendienst hatte, sagte mir plötzlich auf der Autobahn, wir könnten zu ihr fahren, da sie in der Nähe wohnt.  

Da diese min. 20 Jahre junger ist als ich habe ich das nicht ernst genommen, sondern eher als Naivität.

Nach zwei Jahren erfahre ich, dass diese Person offenbar die Sachlage komplett umgedreht hat und hinter meinem Rücken mitgeteilt hätte, ich hätte ihr gesagt, das nächstes Mal zu ihr nach Hause zu gehen.
Nun dies wird von einer Kollegin missbraucht, die seit längerem versucht mich zu mobben und behauptet, dass ich mit Menschen schlecht umgehe.

Was kann man dagegen tun?

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#2
Das ist wirklich bitter. Du kannst Deine Unschuld nicht beweisen. Ich kann Dir leider nur den Rat geben, zum Anwalt zu gehen.

Dieser könnte sich z.B. schriftlich an den Arbeitgeber wenden und diesen auffordern, das Mobbing zu unterbinden.

Oder wegen Verbreitung falscher Tatsachen / übler Nachrede gegen Deine Kollegin vorgehen.

Insgesamt glaube ich, dass Fälle wie dieser durch die große Mehrheit von Frauen im öffentlichen Dienst noch zunehmen werden.
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#3
Klatsch & Tratsch auf unterster Qualitätsstufe, gepaart mit "Fake News" & Mobbing gehören heute meist schon zum Arbeitsalltag. Unsere Behörde hatte (und hat) in dieser Hinsicht einen schauderhaften Ruf und ich bin selbst Opfer geworden. Eine Vermittlung durch den Personalrat missglückte, war dieser doch, wie sich später herausstellte, an diesen üblen Nachreden selbst fleißig beteiligt und mit der Amtsleitung auch noch privat eng befreundet. Juristisch hätte man gegen diese Leute nur schwer vorgehen können, da sie alles bestritten und sich gegenseitig Alibis gegeben hätten. Gesundheitlich am Ende, vertraute ich mich Fachärzten an, was letztendlich dann zu einer Frühpensionierung führte.
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#4
Auch als Frau war ich lange der üblen Nachrede ausgesetzt. Angeblich hatte ich ein Verhältnis mit dem Leiter der Behörde. Ich habe mich von dem Gerede nicht verunsichern lassen und genau geschaut, wer sich wie zu mir verhält. Mein Fazit: In Zeiten, in denen es wenig zu tun gab, wurde mehr getratscht und das meistens böse. Den Personalrat hätte ich auch nicht eingeschaltet. Auch nicht die Frauenbeauftragte. Alle waren/sind aus meiner Sicht befangen.

Ich habe mich komplett aus dem Kollegenkreis zurückgezogen. Nehme nicht mehr an Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern oder Weihnachtsfesten teil. Privat und Dienst sind konsequent getrennt. Ich erzähle nichts mehr aus meinem Privatleben, bin aber immer hilfsbereit und freundlich zu den Kolleginne und Kollegen. Das praktiziere ich nun seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Freund kann man sich aussuchen, Kollegen nicht. Unter den Kolleginnen und Kollegen gibt es viele Neider. Heute viel mehr als früher, weil ja jeder beweisen will, was für ein toller Hecht er ist.

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