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Teilzeitkraft im Personalrat
#11

(09.08.2019, 10:55)Gast schrieb:  Es gibt keine dienstvereinbarung. Ich bin die einzige mit Überstunden von 300 Beschäftigten und diese ausschließlich durch personslratstätigkeit.
Die Frage war vielmehr ob mein Arbeitgeber verlangen kann, das ich diese ein ganzes Jahr ansammle um sie dann am Stück zu nehmen.
Ich arbeite ja nicht aus Spaß an der Freude Teilzeit sondern um mich um meine betagten Eltern kümmern zu können.
Dauerhafte Überstunden ohne Ausgleich wieder sprechen doch der Rechtslage und dem Sinn der Teilzeit.
Gibt es hier keinen, der mir eine konkrete Auskunft geben kann, wie es sich verhält?
Es gibt dich auch die Rechtssprechung, dass dauerhafte Überstunden zu einer Vertragsänderung mit den erhöhten Arbeitsstunden irgendwann anstehen. Dagegen steht aber auch, dass eine Erhöhung der Arbeitsstunden durch persinalratsstunden aufgrund des Bevorzugung-und benachteiligungsgesetzes nicht erlaubt sind.
Meine Kollegen und ich im Personalrat können nicht weiter, da ich auch von Verdi nur die Aussage bekomme, der Vertrag ändert sich irgendwann automatisch von einer 20 auf 30 stundenwoche, was ich auf keinen Fall will... wie gesagt betagte pflegebedürftige Eltern!

Hallo,
ich kann Dich ja verstehen. aber Kritik gegenüber denen, die dir helfen wollen, ist hier wohl nicht angebracht. Eine verbindliche Rechtsauskunft wirst Du hier nicht erhalten. Diese wäre ja auch nicht zulässig, da die meistens Nutzer wohl keine Rechtsausbildung besitzen. Der letzte Hinweis ist doch ganz gut. Lasst Euch doch rechtlich beraten, wenn Gespräche mit der Dienststellenleitung nicht bringen. Personalratsarbeit ist eben nicht immer leicht und ggf. muss man auch mal selbst erkennen, dass man dadurch überlastet wird und ggf. seine Konsequenzen ziehen. Obwohl ich immer noch nicht verstehe, warum nur bei Dir diese Überstunden anfallen. Besteht Euer Personalrat nur aus einer Person?
Nicht gleich den Mut verlieren! Frag doch mal Deine Dienststelle nach der konkreten Rechtsgrundlage. Damit wissen wir dann vielleicht mehr!
LG

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#12

Hallo,
Google einmal "was sind Überstunden tvöd vka"
Du redest immer von Überstunden.
Welche Rechtsgrundlage nennt Dir denn Dein Arbeitgeber für seinen Vorschlag, den ich einfach ablehnen würde.
Teilt Ihr Euch die Ausgaben im Personalrat nicht aus oder warum fallen nur bei Dir Mehrstunden an?
LG
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#13

(13.08.2019, 09:32)Gast schrieb:  Hallo,
Google einmal "was sind Überstunden tvöd vka"
Du redest immer von Überstunden.
Welche Rechtsgrundlage nennt Dir denn Dein Arbeitgeber für seinen Vorschlag, den ich einfach ablehnen würde.
Teilt Ihr Euch die Ausgaben im Personalrat nicht aus oder warum fallen nur bei Dir Mehrstunden an?
LG

Hallo,
Schreibfehler, sorry
"Teil Ihr Euch die Aufgaben im Personalrat nicht auf oder ......"
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#14

Es ist ganz klar im LPVG geregelt. Schau mal Benachteiligung und Mehrarbeit. Ich kann Dir den § gerade nicht sagen ist aber drin.
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#15

Hallo,
erst einmal: welches LPVG? Nur wenn man das weiß, kann man den entsprechenden § nennen.
Überstunden unterliegen grundsätzlich der Mitbestimmung.
Daher ist die Frage berechtigt: sind es Überstunden oder geleistete Mehrstunden? Dafür müsste es doch in der Dienststelle eine geltende Regelung geben.

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#16

Mein Vorgesetzter würde mir erstmal einen Strick draus drehen, da die Überstunden nicht angeordnet bzw. genehmigt sind. PR Arbeit hin oder her, irgendjemand muss dafür zeichnen.
Es muss doch bei euch in der Dienststelle eine Dienstvereinbarung geben in der das Thema Überstunden geregelt ist. Bei uns ist das in der DV Gleitzeit mit verankert und die regelt auch ganz klar, wie viele Überstunden der AN haben darf und wie diese Stunden wieder abzubauen sind.

Da es bei Dir offensichtlich ein Sonderfall ist, kann der PR doch eine Anfrage an die Gewerkschaft stellen. Irgend jemand wird doch in eurer Gruppe ein Gewerkschaftsmitglied sein, der soll ein Schreiben an die Rechtsabteilung der Gewerkschaft aufsetzen.

Mein Kommentar zu deiner Frage :
"Die Frage war vielmehr ob mein Arbeitgeber verlangen kann, das ich diese ein ganzes Jahr ansammle um sie dann am Stück zu nehmen."

Dein AG soll eine Mitbestimmungsvorlage nach § 74 LPVG BW 2 (4) erstellen. Darin muss er sich äußern wie es laufen soll.
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