Stellenangebot annehmen, obwohl man nicht 1. Wahl war?
#1

Hallo zusammen,

meine Kollegin und ich würden gerne unseren Arbeitgeber und das Aufgabengebiet wechseln. Wir wurden nach unserer Vfa-Ausbildung beide unbefristet übernommen vor 3 Jahren, machen aber beide seitdem etwas, das uns nicht wirklich viel Spaß macht.
Als im letzten Jahr mehrere Stellen bei einer Nachbargemeinde ausgeschrieben wurden haben wir uns auch für die Personalabteilung bzw. die Buchhaltung beworben.
Erst lief es auch ganz gut für uns und wir haben sogar Ende Dezember beide einen Tag zur Probe dort gearbeitet. Danach haben wir dann auch schon eine mündliche Zusage erhalten. Die Verträge sollten dann nach Weihnachten folgen.
Als wir dann beide Anfang Januar doch eine Absage bekamen, waren wir schon etwas geschockt.
Da wir ja gerne wissen wollten, warum es nun doch nicht geklappt hatte, haben wir telefonisch nachgefragt und erhielten vom damaligen Leiter der Personalabteilung nur die Antwort: "Wir haben uns halt anders entschieden. Mehr ist dazu nicht zu sagen."
Zwischenzeitlich haben wir uns nun auch bei anderen Kommunen in unserer Region beworben, allerdings in anderen Bereichen.
Jetzt haben wir beide am Wochenende einen Brief von der obigen Gemeinde bekommen, dass man uns nun doch gerne einstellen möchte. Es geht auch immer noch um die Stellen, auf die wir uns beworben haben.
Wir haben ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass der Leiter der Personalabteilung und der Leiter der Buchhaltung mittlerweile ihre Stellen gewechselt haben und in ganz anderen Bereichen tätig sind laut dem Organigramm auf der Homepage. Ich hatte auch schon versucht bei der Gemeinde wegen dieses Sinneswandels nachzufragen, aber die neue Leiterin der Personalabteilung ist leider krank (wie lange ist nicht klar). Der andere Kollege konnte mir nichts Genaues sagen, da er auch erst Anfang April intern auf die Stelle gewechselt ist.

Nun überlegen wir, ob wir das Angebot annehmen sollen oder nicht. Einerseits sind es ja genau die Stellen, die wir immer wollten und für die wir auch schon Fortbildungen besucht haben (selbst finanziert). Wir müssen uns nur bis Mitte nächster Woche entscheiden.
Die anderen Bewerbungen laufen noch und eine Entscheidung wird es hier wohl erst später geben. 

Andererseits haben wir schon ein etwas komisches Gefühl, wie das Ganze so gelaufen ist. Und zweite oder dritte (oder wievielte auch immer) Wahl möchte man ja eigentlich auch nicht sein. Wir sind uns halt auch nicht sicher, wie sehr so etwas hängen bleibt.
Eine Freundin von mir war nach ihrer Ausbildung auch nicht die erste Wahl für eine Stelle in der Privatwirtschaft und hat das bis zu ihrem Wechsel vor einem halben Jahr auch immer noch wieder zu spüren bekommen.
Nun fragen wir uns, ob vielleicht jemand von Euch schon Erfahrungen mit so etwas im öD gemacht hat und uns einen Rat geben kann, ob wir die Stellen auch annehmen sollten, wenn wir nicht die 1. Wahl waren.
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#2

014 014 ,
wenn es doch Euer "Traum-Job" ist, warum zögern.
 Ich kenne viele "Zweitkandidaten" die es nie bereut haben, auch als "Zweite-Wahl-Kandidat" eine Stelle angenommen zu haben. Außerdem erhaltet Ihr bestimmt eine Probezeit. Wenn es Dir dann nicht gefällt und Du die andere Zusage hast, kannst Du ja immer noch wechseln.
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#3

Ändere deine Sichtweise. Wenn du die Stelle bekommen hast, bist du die "1. Wahl" ;-)
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