Muss ich Hunde im Büro akzeptieren ?
#1
Hallo,
ich habe ein relativ kleines Einzelbüro und viele Besucher aus sozial schwächeren Schichten...
Immer wieder stört es mich, dass die Bürger ihre teils sehr großen oder gefährlichen Hunde mit ins Rathaus und mein Büro nehmen. Wahrscheinlich ist dies eine Art Machtgehabe bzw. der Versuch, mich einzuschüchtern. Neben der Bedrohung stören mich der Geruch und hygienische Aspekte.
Ich frage mich daher, ob ich die Mitnahme von Hunden akzeptieren muss. Hausintern ist dazu bei uns nichts geregelt. Gibt es irgendwelche allgemeingültigen Regelungen, Urteile, o.ä. zu der Problematik ? Ich würde diese gerne unserem Personalrat zuleiten, damit der das Thema aufgreift.
Gruß
Sonja

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#2
Hallo Sonja,
ich habe heute zufällig im Internet gelesen, dass eine Arbeitnehmerin gegen Hunde im Büro geklagt hatte. Es ging dabei allerdings um Hunde von Mitarbeitern einer privaten Firma.

Aussage des Arbeitsrichters: Um Aussicht auf Erfolg zu haben, muss die Klägerin ihre mutmaßliche Hundephopie nachweisen (was in dem Fall nicht geschehen ist). Auch für ein mögliches aggressives Verhalten der Hunde gebe es keine Anhaltspunkte.

Link: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt...llege-Hund

Tendenziell sieht es also m.E. schlecht für Dich aus.
Gruß
Carsten
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#3
Sollte aber im ganzen Rathaus ein Hundeverbot herrschen (z.B. mit entsprechendem Schild im Eingangsbereich), wäre das Problem wohl gelöst.
Ich würde die Angelegenheit schon so dem Personalrat vorlegen, evtl. auch dem Hauptamt. Vielleicht sieht man die Sache dort genauso.
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#4
Bei uns wurde es so geregelt, dass vor dem Rathaus ein Schild mit der Zeichnung eines Hundes angebracht wurde "Wir müssen leider draußen bleiben"... Seither kommen bei uns nur noch wenige Hunde ins Büro
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#5
Vielleicht hat es auch andere Gründe warum Menschen ihren Hund mitbringen. Wenn sie von oben herab über den Schreibtisch angeschaut werden, bietet der Hund Ihnen Sicherheit oder ist wohl möglich sowieso der einzige Halt in ihrem Leben. Hygienische Aspekte sind außerdem ein ungerechtfertigter Vorwand. Menschen ziehen auch nicht die Schuhe in Ihrem Büro aus, der Hund läuft auf der selben Straße. Oder haben Sie erlebt, dass einer der Hunde in Ihrem Büro sich erleichtert hat? Kann ich mir schwer vorstellen. Schade, dass es Sie stört und in einigen Fällen vielleicht sogar verständlich. Aber überlegen Sie trotzdem, dass es andere Gründe als Einschüchterung sind, die Menschen haben könnten.
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#6
Sehr guter Beitrag Gast (31.08.12 von 04:55 Uhr), dem kann ich nur beipflichten.
Sicher ist die Situation verständlich, aber diese generelle Abneigung und das "wir müssen draußen bleiben"-Syndrom finde ich nicht fair gegenüber den Hundebesitzern. Beispiel: Man hat einen Behördengang, es ist Sommer, es ist heiß. Wohin mit dem Hund, wenn man ihn nicht zu Hause lassen kann, weil gerade an diesem Tag die Oma oder wer auch immer nicht auf den Hund aufpassen kann? Im Auto lassen, wenn möglich noch in der prallen Sonne?
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#7
(31.08.2012, 08:32)mauswanderer schrieb: Sehr guter Beitrag Gast (31.08.12 von 04:55 Uhr), dem kann ich nur beipflichten.

Finde ich nicht!

Zitat:Sicher ist die Situation verständlich, aber diese generelle Abneigung und das "wir müssen draußen bleiben"-Syndrom finde ich nicht fair gegenüber den Hundebesitzern. Beispiel: Man hat einen Behördengang, es ist Sommer, es ist heiß. Wohin mit dem Hund, wenn man ihn nicht zu Hause lassen kann, weil gerade an diesem Tag die Oma oder wer auch immer nicht auf den Hund aufpassen kann? Im Auto lassen, wenn möglich noch in der prallen Sonne?

Aus diesem Text entnehme ich, dass der Hund nicht richtig von klein auf erzogen wurde!

Nicht falsch verstehen, ich selbst habe 2 Hunde die wir jederzeit alleine im Haus lassen können.
Hierzu ist keine Oma oder Babysitter erforderlich.

Und man kann einen Hund nicht überall mit hinnehmen.
Der Nächste wird dann schreiben, ich nehme meinen Hund am Samstag in die Intensivstation ins Krankenhaus (Besuch meines OPAS) mit.
Oder ich habe am FR. 10:30 einen Gerichtstermin mit Hundebegleitung.
Oder am SA. 15:00 besuche ich das Bundesligaspiel von Bayern-München in München mit Hund.

Alles ist auch sinnvoll und richtig wenn in Behörden - ein Schild am Eingang steht - Hunde (Tiere) müssen draußen bleiben.

Und man muss sich auch noch vorstellen, der nächste bringt dann seinen Elefanten oder Puma mit. Icon_biggrin

Gruß


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#8
Hallo Merger,

Glückwunsch zu zwei wohlerzogenen Hunden! Freut mich. Ich hab eine Hündin die ich nicht von klein auf hatte, sondern erst mit drei Jahren in meine Obhut übernahm. Sie kannte keine Wiese und kein Laub, welches im Herbst am Baum raschelt. Sie versteht sich mit Katzen und anderen Hunden, völlig ausgeglichen und versteht sich mit allem, nur um himmelswillen nicht allein sein..
Und nun?

Sicher, zu Lebensmittel- oder Textilläden, wie auch zu Gerichtsterminen und ganz gewiss zu Bundesligaspielen nehme ich sie nicht mit..

Bei uns ist es jedenfalls kein Problem. Zur Not gäbe es auch noch einen Maulkorb "zur Sicherheit".

Gruß
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#9
Hallo Mauswanderer,

wir haben vor 2 Jahren eine Podenco-Hündin (3 Monate) aus einer Tötungsstation in Fuerteventura übernommen die auch nicht alleine zuhause bleiben will.
Allerdings mit unserem 5 jährigen Border-Collie-Rüden versteht sie sich super und zu zweit bewachen sie gerne unser Haus.

Vielleicht würde deiner Hündin auch ein 2. Hund helfen.

Gruß
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#10
Wieso ist es dann okay Hunde überall nicht mitzunehmen (da gehts ja auch), aber bei der Behörde (wie oft muss man denn zur Behörde?? Ich selbst muss da alle paar Jahre mal hin?) ist es dann unfair, wenn da ein "wir müssen draußen bleiben"-Schild steht? Und ja, ich denke, dass man einen Hund auch mal allein lassen können sollte. Das allein bleiben kann/muss man trainieren, das geht ja nicht von heute auf morgen.

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