Krankheitsbedingte Änderungskündigung nach 40 Jahren im öffentlichen Dienst
#1

krankheitsbedingte Änderungskündigung nach 40 Jahren betriebszugehörigkeit im öffentlichen Dienst

Bin gerade 57 Jahre, Tarifbeschäftigte, 40 Jahre beim selben Arbeitgeber (AG) im öffentlichen Dienst Vollzeit beschäftigt und wegen einer Krankeit stark gehbehindert, eine Erwerbsminderungrente wurde von der DRV abgelehnt. Da ich meine Außendienstätigkeit nach 38 Jahren, Fahrten mit dem Dienstwagen und Kontrollen im Außendienst wegen meiner Gehbehinderung nicht mehr ausführen kann (ärtzliches Attest ist vorhanden), habe ich meinem Arbeitgeber mitgeteilt er soll mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz Vollzeit zuweisen. Bisherige Kontaktaufnahme vom Integrationsamt wurden vom AG als noch nicht nötig empfunden. Obwohl gleichzeitig Arbeitgeber mündlich mitteil in Zukunft könnte mir man nur noch statt der Vollzeitstelle eine Halbstagsstelle leidensgerecht anbieten, was erheblicher Lohn und Renteneinbußen bedeutet. Ich selbst kann und will Vollzeitarbeiten auf einem leidensgerechten Arbeitsplatzes

1. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrung Konflikte mit seinem langjährigen Arbeitgeber erlebt
2. Eventuell einen krankheitsbedingten Änderungsvertrag erhalte, eventuell erfolgreich ohne oder mit
   Anwalt?
3. Falls der leidensgerechte Arbeitsplatz niedriger bewertet ist, welche Lohneinbußen muss ich hinnehmen?
4. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, habt ihr Tipps und Ratschläge

Würde mich über jegeliche Kontaktaufnahme freuen
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#2

1.Nicht persönlich. Aber Probleme beim anbieten von leidensgerechten Arbeitsplätzen kommen immer wieder vor.
2. Änderungskündigungen kommen vor. Sind aber selten. Wenn die angebotene neue Tätigkeit abgelehnt wird kommt es eher zu Kündigungen statt Änderungskündigungen. Änderungskündigungen zur Arbeitszeitreduktion werden wahrscheinlich im Falle einer Klage kassiert.
3. Grundsätzlich die Differenz. Ob der Arbeitgeber einen Teilausgleich anbietet muss man schauen.
4. Die Frage ist wie würde ein leidengerechter Arbeitsplatz aussehen, ist dieser frei und liegt die Qualifikation dazu vor? Läuft ein BEM-Verfahren? Schwerbehinderung liegt vor?
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#3

Nimm dir unbedingt einen Rechtsanwalt.
Selbst bei einer nicht guten Gesundheitsprognose kann man dir nicht einfach kündigen.
Es gibt je nach dem welcher Tarifvertrag genau greift auch Schutzmechanismen.( lies mal im Internet)
Ich habe den Eindruck dein Arbeitgeber versucht es einfach so durch zu kommen.
An diesem Punkt hast du
nichts zu verlieren!
Also ich hoffe Du hast eine Rechtsschutzversicherung und nimm Dir unbedingt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht ( Tarifrecht)
Ich denke dann kann dir geholfen werden!
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