Fortbildung für Quereinsteiger?
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Hallo zusammen,

ich melde mich aus dem schönen Hessen mit einer Frage zu Fortbildungsmöglichkeiten.
Eigentlich sitze ich hier an der Quelle, denn die Abteilung für Personalentwicklung ist direkt nebenan. Trotzdem scheint es da nicht das richtige für mich zu geben. 

Ich bin zum Januar 2020 als Quereinsteiger kurz nach Ende meines Studiums (BWL Bachelor und Personalmanagement Master) auf eine EG 10 Sachbearbeiter-Stelle gekommen. Ich habe gemerkt, dass ich gerne im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung arbeite. Die Mischung der Tätigkeiten ist genau das, was auch meinem Naturell entspricht. Einerseits organisatorisch arbeiten, Gesetze anwenden durch Fallbearbeitung (auch mal zu komplexeren Themen die Rechtslage sondieren), der Kontakt mit Menschen und auch das Erstellen von Abrechnungen, Haushaltsansätzen etc. (viel mit Excel). Was mich als Quereinsteiger aber etwas stört ist, dass ich die Verwaltungsarbeit quasi als Quereinstieg kennengelernt und nicht von der Pike auf gelernt habe. Außerdem habe ich auch noch Ambitionen und möchte gerne, so toll ich meinen jetzigen Job auch finde, nicht bis zur Rente auf meiner EG 10-Stelle bleiben. Sollte ich diesbezüglich in einer anderen Verwaltung eine Stelle entdecken, die mir gefällt, für die ich aber nicht die nötige Ausbildung habe, kann ich das u.U. vergessen. Daher bin ich an einer zusätzlichen Aus-/Fortbildung interessiert, mit der ich hinterher auch die Option hätte, mich bei anderen Dienstherrn zu bewerben. Meine jetzige Stelle ist abwechslungsreich und spannend, aber wer weiß, was in 5 oder 10 Jahren ist und wie sich da die Situation verändert hat. So wie es jetzt ist, wäre ich immer an meine jetzige Stelle gebunden und hätte aber, sofern es eine andere Stelle gäbe, nicht für Möglichkeit mich zu bewerben. Bei vielen Stellen wird ja z. B. ein Verwaltungsstudium, die Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt, der so genannte A2-Lehrgang oder ähnliches vorausgesetzt. All das habe ich nicht. 
Da mein Fachdienstleiter mir diesen A2-Lehrgang nicht bewilligen würde, da ich ja bereits ein Studium habe und schon in der Verwaltung tätig bin, müsste ich den wenn überhaupt selbst bezahlen. Dann wäre aber immer auch noch die Zeit, für die ich freigestellt werden müsste, um am Lehrgang teilzunehmen. Das könnte befürchte ich auch schwierig werden. Außerdem erfülle ich aktuell noch nicht die Voraussetzungen, um für den Lehrgang zugelassen werden zu können. Soweit ich weiß kann man sich ohne Ausbildung im Verwaltungsbereich mit 3 Jahren Berufserfahrung im Verwaltungsbereich bewerben. Das wäre erst im Januar 2023 erfüllt. 

Die einzige Fortbildung, welche mir bewilligt wird, sind ein- oder zweitägige Fachseminare, die - so hilfreich und spannend sie sind - aber keine "Grundausbildung" im Verwaltungsbereich ersetzen können. Bei mir kommt außerdem noch hinzu, dass ich mein Bachelor- und Masterstudium erst spät angefangen habe (bei Masterabschluss war ich 35). 

Ich habe auch schon drüber nachgedacht, in Eigenregie ein Fernstudium im Verwaltungsbereich zu machen, habe da aber auch noch nicht das richtige gefunden. Natürlich könnte ich mich nächstes Jahr mit dann 38 Jahren auf einen Verwaltungsstudienplatz (Präsenzstudium über die Verwaltung) bewerben. Allerdings ist das vermutlich in meinem Fall vermutlich wenig sinnvoll, denn das wäre finanziell wohl nicht machbar (bin alleinstehend ohne Familie und zahle Bafög etc. ab). 

Vielleicht hat ja jemand noch einen spannenden Tipp oder eine Idee, wie ich vorgehen könnte. 

Im Voraus vielen Dank!
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