Entgeltgruppe als Elektriker
#1
Ich bin seit ca. 2 Jahren als Elektriker/Hausmeister bei unserer Stadtverwaltung angestellt.
Mein Kollege geht demnächst in Rente, dann bin ich allein für den Elektrobereich zuständig.
Ich bin verantwortlich für Prüfungen der elektrischen Betriebsmittel, ortsfesten Anlagen und Blitzschutz. Außerdem bin ich bei jeder Festlichkeit in unserer Großgemeinde für die Stromversorgung verantwortlich. Meinen Arbeitsablauf plane ich selbstständig. Außerdem bin ich noch zuständig für kleinere Reparaturen und Installationsarbeiten.
Nun meine Frage:

Welche Entgeldgruppe sollte ich bekommen und wer legt diese fest???

P.S. Zur Zeit verdient bei uns ein Straßenkehrer ohne Ausbildung mehr als ein Elektriker mit Ausbildung und 20 Jahren Berufserfahrung.

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#2
Wie bist Du jetzt eingruppiert?
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#3
Bewertungstechnisch würde man womöglich bei E5 landen, mit Wohlwollen bei E6.

Bei der E6 wird es wohl mit den "selbständigen Leistungen" schwer.

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#4
Entgeldgruppe 4/2
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#5
Hallo,
unsere Hausmeister sind in EG 6 eingruppiert. Sie haben in etwa die selben Aufgaben wie du, nur dass sie keine Blitzschutzanlagen und ortsfeste Anlagen prüfen müssen.
Für die Eingruppierung gilt immer noch das alte Tarifrecht.
Angestellte werden rein nach der Schwierigkeit der Tätigkeit vergütet.
Entgeltgruppe 6 wären 50% gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und 20% selbstständige Leistungen

Arbeiter werden nach Ausbildung und Schwierigkeit der Tätigkeit vergütet.
Entgeltgruppe 6 wäre Ausbildung in einem Ausbildungsberuf mit mind. zweieinhalb Jahre Ausbildungsdauer mit Beschäftigung in diesem Beruf und Verrichtung besonders hochwertiger Arbeiten.
"Besonders hochwertige Arbeiten sind Arbeiten die neben vielseitigem fachlichen Können besondere Umsicht und Zuverlässigkeit erforden."
Das war jetzt ein Auszug aus unserem Bezirkstarifvertrag für Arbeiter gemeindlicher Verwaltungen und Betriebe.

Also, ich sehe bei dir schon die Voraussetzungen für EG 6 gegeben.

Dass der Strassenkehrer mehr verdient liegt daran, dass er vermutlich schon mehr als 15 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt ist und somit die Stufe 6 erreicht hat.
Mit der richtigen Eingruppierung und in ein paar Jahren verdienst du dann mehr.Icon_wink
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#6
Moin,

(02.07.2012, 17:41)Gast schrieb: Ich bin seit ca. 2 Jahren als Elektriker/Hausmeister bei unserer Stadtverwaltung angestellt.
Mein Kollege geht demnächst in Rente, dann bin ich allein für den Elektrobereich zuständig.
Ich bin verantwortlich für Prüfungen der elektrischen Betriebsmittel, ortsfesten Anlagen und Blitzschutz. Außerdem bin ich bei jeder Festlichkeit in unserer Großgemeinde für die Stromversorgung verantwortlich. Meinen Arbeitsablauf plane ich selbstständig. Außerdem bin ich noch zuständig für kleinere Reparaturen und Installationsarbeiten.
Nun meine Frage:

Welche Entgeldgruppe sollte ich bekommen und wer legt diese fest???

P.S. Zur Zeit verdient bei uns ein Straßenkehrer ohne Ausbildung mehr als ein Elektriker mit Ausbildung und 20 Jahren Berufserfahrung.

Die Frage lässt sich aus der Ferne nur schlecht beantworten. Die Bezahlung nach 4/2 deutet darauf hin, dass eine Eingruppierung nach BMT/G durchgeführt wurde. Das kann in Ordnung sein, muss es aber nicht. Für die Prüfung der elektrischen Betriebsmittel, ortsfesten Anlagen und Blitzschutz ist mW ein Meistertitel erforderlich. Solltest Du diesen haben und Deine Tätigkeiten zu mehr als 50 % Meistertätigkeiten sind, ist die Eingruppierung falsch. Nicht auszuschließen ist, dass weitere Tätigkeitsmerkmale (ggfs. auch in analoger Anwendung) aus einem anderen Tarifvertrag angewendet werden können. Ratsam ist, sich an seine Gewerkschaft für eine Beratung zu wenden.

(03.07.2012, 18:17)keineAhnung schrieb: Bewertungstechnisch würde man womöglich bei E5 landen, mit Wohlwollen bei E6.

Bei der E6 wird es wohl mit den "selbständigen Leistungen" schwer.

Die Allgemeinen Tätigkeitsmerkmale werden bei diesem Tätigkeitsbild sicher keine Anwendung finden.

Viele Grüße
1887
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#7
Für Prüfung elektr. Betriebsmittel und Anlagen ist meiner Meinung nach kein Meistertitel erforderlich. Man muß jedes Jahr seinen Status als Elektrofachkraft durch Qualifizierungslehrgänge bei anerkannten Institutionen erneuern. Danke noch mal für die Ratschläge. Ich werde mir mal eine Arbeitsplatzbeschreibung von der Personalabteilung geben lassen.
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#8
Zitat:Die Allgemeinen Tätigkeitsmerkmale werden bei diesem Tätigkeitsbild sicher keine Anwendung finden.

Korrekt, mein Fehler. Wir hatten mal einen ähnlichen Fall da viel aber hauptsächlich Verwaltungstätigkeit an, dort hätte es gepasst =).

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