Eheschließung Doppelstaatler/Erbringung Ledigkeitsbescheinigung
#1
Guten Abend,

wir sind derzeit sehr am Boden. Vor bereits zwei Jahren wollten wir uns trauen lassen, allerdings war mein Verlobter da noch kein Deutscher. Kurz vorab die Fakten:

Ich bin Deutsche und habe aufgrund meiner Eltern die polnische Staatsangehörigkeit als 2. Staatsangehörigkeit. Von mir werden die gängigen Dokumente zur Eheschließung verlangt. Alles kein Problem.

Mein Verlobter ist 1994 aus dem damaligen Jugoslawien, genauer aus dem Kosovo, als Flüchtling mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Er hatte bis 2008 die jugoslawische Staatsangehörigkeit. Nach der Unabhängigkeit vom Kosovo war er dann serbischer Staatsbürger ohne dass er einen Pass oder sonst etwas vorliegen oder je beantragt hat, denn Jugoslawien gibt es ja nicht mehr. Er beantragte dann die kosovarische Staatsangehörigkeit damit er ein Ausweispapier hat.
Im November 2013 begann die Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies begann mein Verlobter hauptsächlich, weil wir dann kein Ehefähigkeitszeugnis mehr erbringen müssen. Es wurde ihm dann auferlegt, die kosovarische Staatsangehörigkeit abzulegen da er ja neben der deutschen nur eine SA haben darf. Es wurde davon abgesehen, ihm aufzuerlegen, die serbische SA abzulegen, weil es zwischen Serbien und Kosovo kein Abkommen gibt, und Kosovaren dort allein schon aus politischem Hintergrund keine Unterlagen aushändigen. Er wird dort nicht einmal als Staatsbürger Serbiens angesehen, weil er sich für die kosovarische SA entschieden hat.
Die Ausländerbehörde ist war also aufgeklärt und weiß über die politische und bürokratische Situation im Balkan Bescheid und verzichtet auf Unterlagen aus Serbien bzw. auf die Ablegung der SA und nimmt eine doppelte SA "in Kauf".
Für Kosovaren besteht in Serbien zudem eine Gefahr für Leib und Leben.

Nun verlangt das Standesamt für die Eheschließung eine Ledigkeitsbescheinigung aus Serbien. Er hat alle Dokumente u.a. Geburtsurkunde usw.für die Einbürgerung aus Kosovo erhalten, demnach wird sein Geburtenregister im Kosovo geführt. Wieso muss er dann eine Ledigkeitsbescheinigung aus einem Land haben, wo er noch nie gelebt hat, nie einen Pass gehabt hat, nie die SA überhaupt beantragt hat? Wieso nicht aus dem Kosovo, wo doch sehr viel wahrscheinlicher eine Ehe eingegangen hätte werden können und wo auch sein Geburtenregister geführt wird?
Wir haben uns an die serbische Botschaft in Hamburg gewandt. Dort wurde uns mitgeteilt, dass sie uns keine Dokumente ausstellen kann, das muss vor Ort in Serbien passieren.
Wohin sollen wir denn da? Wer soll denn seine Ledigkeit bescheinigen können? Wer wird bereit sein eine Negativbescheinigung auszustellen? Dann wird mir von anderen Fällen erzählt, wo auch Dokumente aus Mazedonien beschafft werden mussten, von einem mazedonischen SB. Das ist doch wie Apfel und Birne und nicht mit unserem"Fall" vergleichbar.
Wir entschieden also in Dänemark zu heiraten. Der Termin ist Mitte Januar 2015. Nun wollte ich vom Standesamt wissen, welche Unterlagen ich für die Namenserklärung nach der Trauung in Dänemark benötige. Sie sagte, dasselbe wie wenn sie hier heiraten würden. Mir bringt die Eheschließung in Dänemark keine Vorteile eher Nachteile. Denn dann braucht mein Verlobter nicht mehr die Ledigkeitsbescheinigung, sondern eine Familienstandbescheinigung aus Serbien und die sei noch teurer oder schwieriger zu beschaffen.

Ist das so alles richtig? Darf sie für die Namenserklärung wieder die Heiratsunterlagen verlangen? Ich konnte mich wirklich nicht mehr halten am Telefon und bin in Tränen ausgebrochen. Wieso wird es uns denn so schwer gemacht? Was soll das alles? Dann wird mir noch gesagt ich könnte auch in New York oder sonst wo heiraten, läuft immer gleich. Als wenn es ein Wunsch von uns wäre ohne Familie in Dänemark zu heiraten.

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#2
Ich denke mal zum serbischen Konsulat .... Und klar wird man für solchen Sachen bezahlen müssen es wird nicht billig.Aber warum heiratet ihr nicht in Deutschland ? Ist viel einfacher als in Skandinavien
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