#1

Hallo in die Runde.

Seit 01.08.2012 isses soweit. Ich bin in EG 8. War vorher EG 5 in der Stufe 3. Droht mir jetzt die Stufe 2 oder kann ich in der Stufe 3 bleiben bei EG 8? Ich meine was gelesen zu haben, dass Leute über 40 Jahre automatisch in die Stufe 3 kommen. Und wie das so ist, finde ich es nicht mehr.

Zählt so was auch für die EG 8?
Wenn, ja: Wo steht das denn?

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#2

Hallo Domar,

soweit wie ich es kenne müsstest du nun in die EG 8 Stufe 2 gelangt sein. Dass Leute über 40 Jahre automatisch in die Stufe 3 kommen wäre mir absolut neu, noch nie davon gehört.. diese Frage kann ich dir nicht beantworten, rein aus dem Bauchgefühl heraus, würde ich dies jedoch verneinen.

Gruß
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#3

Ich kann mich da nur "mauswanderer" anschließen. Frage vorab, ist es der Gleiche AG? Siehe auch §§ 16, 17 ff TVöD.
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#4

Ja, gleicher Arbeitgeber. Danke für die Antworten. Dachte nur mal was gelesen zu haben darüber. So wie es aussieht, redet man sich mit *zunehmenden Alter* was ein, was letztendlich dann doch nicht stimmt.
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#5

Hallo nochmals, ja dann ist es so wie es "mauswanderer" bereits gesagt hat. Du rutscht leider von Stufe 3 auf die 2 bei EG 8.

Viele Grüße
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#6

Hallo ihr zwei,

das "leider" finde ich etwas unangebracht, denn letztendlich ist die Stufe 2 nicht weiter tragisch. Klar mit Stufe 3 wären es ein paar Euros mehr, aber die Stufe 2 ist in zwei Jahren überstanden.. ;-)

Grüße
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#7

Hallo Mauswanderer, hörte sich eben besser an Smile Grüße
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#8

Das "leider" ist schon angebracht bei der Historie. 12 Jahre Bundeswehr. Danach Schule und Ausbildung. Nach der Ausbildung wird man wie ein Berufsanfänger behandelt. Zum Beamten wollen sie einen nicht machen. Bezogen auf die 12 Jahre wird man mit dem geringsten Satz nachversichert. Mit anderen Worten. Die 12 Jahre Bundeswehr waren für die Füße und bringen einem rein gar nichts bei der Rentenberechnung, wenn man nicht Beamter wird oder im Anschluss ein gutes Bruttogehalt bekommt.

Man kann es natürlich auch als "Einzelschicksal" abtun, davon haben wir ja jede Menge.

Und wenn man von Vorgesetzten hört, dass ich sie bei der Stellenbewertung verarscht habe, weiß man, dass die mich in EG 5 behalten wollten. Nur ihr Pech, dass sie unterschrieben haben. Mein Pech, dass ich schon so alt bin.

Aber egal: Willkommen in der Altersarmut.
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#9

Hallo Domar,

deinen Unmut kann ich nicht richtig nachvollziehen, aber vielmehr deswegen, weil ich nicht weiß wie ein derartiger Sachverhalt korrekt behandelt wird. Dazu habe ich keinen Vergleich.

Letztendlich ist man nach Schule und Ausbildung nunmal ein "Berufsanfänger". Was nützen dir 12 Jahre Bundeswehr in der Verwaltung (ausgenommen du warst bei der Bundeswehr ebenfalls in der Verwaltung)?
Übrigens: eine Rückgruppierung ist nicht unmöglich.

Grüße
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#10

Gesetzlich wird es korrekt behandelt. Aber gesellschaftlich oder moralisch ist es nicht ok. Von einem 40 jährigen erwartet man eben etwas anderes als von einem 20 jährigen, gerade in Bezug auf das Verstehen von Zusammenhängen.

Meine verwaltenden Tätigkeiten finden keine Berücksichtigung. Lediglich das Abi diente zur Verkürzung der Ausbildung.

Ich werde bezahlt wie ein 20 jähriger, also verhalte ich mich auch so. Sprüche wie "Das hätten Sie wissen sollen" ziehen demnach nicht bei mir.

Meinem Fachdienstleiter und meinem Fachbereichsleiter hatte ich angeboten das Ganze auch schriftlich zu geben. Statt sich dafür einzusetzen, in die nächste Stufe zu kommen, gehen Sie mir aus dem Weg. So mache ich meine Arbeit und habe meine Ruhe. Tja. Wie die Verpflegung, so die Bewegung. Und wenn man sich so umschaut, brauche ich mich von der Motivation her nicht zu verstecken.

Es sollte nicht Berufsanfänger heißen, sondern Arbeitsanfänger.
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#11

Also so ganz verstehe ich das jetzt nicht Domar. Du hast 12 Jahre Bundeswehr hinter dir (NICHT Verwaltung)... DANACH machst du eine ganz normale Ausbildung... Also BIST du doch Anfänger in diesem Beruf? Du HAST die Erfahrung im Beruf doch nicht wirklich? Übrigens, nur weil du älter bist, heißt das nicht unbedingt dass du mehr Reife und Lebenserfahrung hast...
Dein jetziges Verhalten lässt dich auch eher wie einen 20-jährigen erscheinen... Es wirkt trotzig... Und auch das mit der Motivation ist einfach ne Typsache... Entweder möchte ich oder eben nicht... So etwas als Druckmittel einzusetzen halte ich nicht immer für angebracht... So würde mir mein Vorgesetzter auch nicht weiterhelfen...
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#12

Hallo Zusammen! Tja, Domar, ich verstehe Dich nur zu gut, aber so läuft das eben bei uns Tariflern. Du kannst von Glück sagen, dass es Dir gelungen ist, den "großen Schritt" in die EG 8 gemacht zu haben. HaHa, auf Hilfe zu hoffen, tarifgerecht eingruppiert zu werden, ist genauso abgefahren, wie z. B. in der Wüste tauchen gehen zu wollen. Da darf man sich keine Hoffnung machen; die Tarifautomatik existiert nur auf dem Papier. Die lassen zumeist alles schön offen und wenn's hart auf hart kommt, heißt es, diese Aufgaben wurden ja nicht übertragen. Dagegen kannst dann mal Eingruppierungsfeststellungsklage machen...Es ist schade, dass es Dir nicht gelungen ist, in die Beamtenlaufbahn zu kommen. Früher ging das und es wäre für Dich auch von Vorteil für die Versorgung gewesen. Die Soldatenzeit hätte man Dir voll angerechnet für die spätere Pension. Und logo wärst Du kohlenmäßig sofort besser gefahren im gehobenen Dienst. So etwas wie EG 5 gibt es da nicht. Mit EG 8 gehörst Du nun also zu den besser-verdienenden unserer Zunft*lach*. Achte vor allem auf Deine Gesundheit und lass Dich nicht krank machen. Alles Gute, lieber Kollege! Haegar
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#13

@Snoopybay. Welches Mittel gibt es denn sonst? Man hat nicht viel zu Verfügung. Wenn ich mich mit einer 20 Jährigen vergleiche, die die gleiche Ausbildung gemacht hat, dann brauche ich mich nicht zu verstecken, gerade, wenn es um das Denken geht. Und da kann man mal nun nicht mehr von mir verlangen als von ihr, bei gleicher Bezahlung. So einfach ist das.

Motivation? Mein Kollege (Beamter), der einen Antrag auf Höhergruppierung gestellt hat wurde in einem Gespräch von dem Personalamt gesagt, dass Motivation kein Grund für irgendwas ist. Mit anderen Worten. Man soll seine Arbeit machen. Nicht mehr und nicht weniger.

Bei einem Kollegen aus NRW, gleiche Historie sah es anders aus. Wir trafen uns auf einer Fortbildung wieder. Bei ihm war es so gelaufen. Nach der Prüfung hatte er irgendwann ein Gespräch zwischen Tür und Angel mit dem Personalentwickler. Dieser fragte ihn, ob es denn nicht besser wäre, wenn er Beamter wäre. Der Kollege sagte ja, er sei trotzdem froh, dass er übernommen wurde nach seiner bestandenen Prüfung zum Vwfa. Nach einigen Wochen haben sie ihn zum Beamten gemacht. Ich kenne mich zwar nicht aus in den Gesetzmäßigkeiten, aber ich denke: Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch ;-). Nicht schauen, wie man was erklären und verhindern kann, sondern geschaut, wie man was ermöglichen kann.



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#14

Nun ja, du sagst ja selbst du verhältst dich jetzt wie ein 20-jähriger... Und hätte ich so einen Angestellten, hätte ich schon gaaar keine Lust für diesen IRGENDETWAS außerhalb der Reihe möglich zu machen... Wenn dieser sich, sobald er nicht bekommt was er will, eben trotzig verhält...

Und was meinst du mit gleicher Historie bei einem anderen Kollegen? War es tatsächlich die gleiche Historie oder nur gefühlt? Ist es das gleiche Bundesland oder unterschiedlich??
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#15

Domar hat eben das Pech, dass er noch zu der Altergruppe der "Mitdenkenden" gehört. Damit stößt man allerdings auf Granit. Und, liest man genauer bzgl. des Vergleiches war von einer 20.-jährigen Kollegin die Rede. Es dürfte wohl außer Frage stehen, dass da hinsichtlich der Einschätzung der Obrigkeit in manchen Dingen eben sehr vieles anders ist. Ergibt sich aus der Natur der Sache. Jemand der "unbequem" ist, weil er offen seine Meinung sagt, wird niemals Karriere machen. Dadurch, dass man Domar schmoren ließ, hat er logo viel verloren. Eine "Spätverbeamtung" würde ihm nur weitere Nachteile bringen, weil er unmöglich mehr die versorgungsrechtlichen Zeiten zusammenbekommen kann. Ich hoffe nur, sie treiben es nicht auf die Spitze und fangen noch an, ihn durch gezieltes Mobbing krank zu machen. Ist heute eine weit verbreitete Methode, mit Arbeitnehmern, die nicht so in das Konzept passen, umzugehen. Na ja, und nach 6 Wochen ist die LFZ durch. Jo, und mit 60 % Krankengeld von der "megahohen" EG 8 kannste dann sehen, woste bleibst...Ohne Gönner ist es sehr schwierig, auch wennste Leistung bringst ohne Ende. Eine traurige Wahrheit, aber man muß sich dessen bewußt sein.
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