Amtsarzt droht mit Ruhestand - mit 32
#1
Hallo,

ich bin neu hier. Habe euch beim "googeln" gefunden und dachte mir, ich schreibe mein Problem einfach hier auf, vielleicht kann mir ja jemand helfen:

ALso:

Vor einigen Jahren bekam ich einen neuen Chef und da ging es sozusagen los: regelmäßig kleine Schikanen, keine Unterstützung bei Problemen mit Eltern, Einschmischen ins Privatleben usw... das ganze führte dazu, dass ich mich körperlich immer unwohler fühlte. Regelmäßig Kopfschmerzen, Magen- und Darmkrämpe, Durchfall, Übelkeit, Schlafstörungen usw.... Meist war es nach ein paar Tagen wieder ganz ok. Irgendwann kamen dann n och massive Rückenschmerzen hinzu. Nachdem ich alles vier Jahre mitgemacht habe, schrieb mich meine HAusärztin vor drei Monaten krank. Ich beganne eine PSychotherapie und mache seitdem viel für meinen Rücken. Es geht mir soweit wieder ganz gut.
SElbstverständlich habe ich auch einen Versetzungsantrag gestellt, damit ich von dieser Schule weg komme. Ich hätte das schon viel früher gemacht, jedoch ist ein Elternteil von mir pflegebedürftig.
Der Versetzungsantrag ging leider nicht durch, das heißt, ich muss im September wieder in diese Schule. JEtzt habe ich wieder regelmäßig Schlafstörungen und Alpträume, es geht mir zunehmende schlechter.

Hinzu kommt, dass ich zum Amtsarzt geschickt wurde. Der hat gemeint, wenn ich im September nicht wieder in die Schule gehe, werde ich sozusagen pensioniert! Meine Hausärztin würde mich weiter krank schreiben, doch dann droht mir die dauerhafte Berufsunfähigkeit, die dich mir finanziell in meinem Alter (32) einfach nicht leisten kann! Ich bin total ratlos und habe wirklich Panik.
Außerdem kann ich- wenn ich wieder arbeite- aus zeitlichen Gründen meine ganzen Therapien (Physio, Psycho, REHA-Sport usw.) nicht weiter wahrnehmen.

Weiß jemand Rat??? Kann man mich so schnell aus dem Dienst entlasse?????

Viele Grüße und vielen Dank!

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#2
Smile 
Also, so schnell geht das mit einer Frühpensionierung normalerweise auch wieder nicht.

- Dein Dienstherr kann Dich zum Amtsarzt (AA) schicken, wenn Du bereits drei Monate zusammenhängend dienstunfähig erkrankt bist.

- Sollte der AA davon ausgehen, dass Du innerhalb der nächsten sechs Monate weiterhin dienstunfähig bist, kann Dich Dein Chef tatsächlich in den Ruhestand versetzen.

- Der Dienstherr ist dabei aber nicht an das Urteil des Amtsarztes gebunden (hierzu gibt es ganz eindeutige Gerichtsurteile !). Der AA gibt lediglich Empfehlungen ab.

- im Falle einer beabsichtigten Zwangspensionierung muss man Dir die Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Hierzu hast Du einen Monat Bedenkzeit.

So wie es aussieht, könnte evtl. Mobbing mit die Ursache für Deine gegenwärtig schlechte gesundheitliche Situation sein. Hast Du schon mal Kontakt mit den Vorgesetzten Deines neuen Chefs aufgenommen? Für eine Frühpensionierung bist Du meiner Meinung nach einfach noch viel zu jung. Ich rate Dir deshalb dringendst, so schnell wie möglich Kontakt mit Personalrat, Mobbingbeauftragten und einem erfahren Anwalt aufzunehmen.

Für Deine Zukunft wünsche ich Dir alles Gute - werde wieder gesund

Gruß

Herbert
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