Ich bin 62 Jahre alt und möchte von 100 auf 80 % (4 Tage) reduzieren. Ich mache Überstunden als Technikerin in der Bauabteilung und bin abends erschöpft.
Meinen ersten Antrag habe ich im Juni zurückgezogen. Dazu wurde mir von der Verbandsgemeindebürgermeisterin geraten, da aus Personalmangel eine Reduzierung nicht möglich sei! Andernfalls würde er abgelehnt werden und ich könnte erst in 2 Jahren einen neuen Antrag stellen.
Die Frage der 2 Jahre greift nur bei einem Teilzeitantrag nach TzBfG. Die Tarifverträge im öffentlichen Dienst sehen eigenständige Anspruchsgrundlagen vor. Als solches wäre es vermutlich sinnvoller eine formale Entscheidung herbeizuführen. Zumal die Hürden für eine Ablehnung recht hoch sind.
Der Arbeitsmarkt hat sich in letzter Zeit deutlich entspannt und die Wahrscheinlichkeit Techniker zu finden hat sich deutlich verbessert. Problem ist eher die Frage ob man für 20% jemanden findet. Wenn aber ein darüber hinausgehendes Defizit besteht (siehe Überstunden) wird es sich nicht so leicht darlegen lassen, dass in der Region niemand zu finden ist.
Hinsichtlich Überstunden sollte mal mit dem Personalrat gesprochen werden. Dauerhaft sollte der nicht Überstunden durchwinken.
Wurde denn von der Verbandbürgermeisterin signalisiert (besser verbindlich zugesagt), dass in einigen Monaten dem Teilzeitwunsch entsprochen wird?
Wenn es auf dem Arbeitsmarkt keine Techniker gibt, vielleicht hat die Nachbargemeinde Interesse an einer Technikerin in Teilzeit? Oder man bewirbt sich auf entsprechende Stellen beim aktuellen Arbeitgeber und strebt da Teilzeit an.