Personalrat Sachsen: Das Sächsische Personalvertretungsgesetz (SächsPersVG)

Der Personalrat vertritt die Interessen aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Sachsen, einschließlich Tarifbeschäftigter (Angestellte, Arbeiter) und Beamter. Die gesetzliche Grundlage für die Personalratsarbeit ist das Sächsische Personalvertretungsgesetz (SächsPersVG) in seiner aktuellen Fassung von 2018.

Ein Personalrat wird in nahezu allen Dienststellen und Einrichtungen des Freistaates Sachsen und der Kommunen gebildet:

Das Sächsische Personalvertretungsgesetz (SächsPersVG) – Die Kernbereiche

1. Wahl, Zusammensetzung und Amtszeit (§§ 12–32)

Die Personalratswahl findet alle vier Jahre statt. Das Gesetz schreibt die Gruppenvertretung (§ 17) von Beamten und Arbeitnehmern vor. Der Wahlvorstand (§§ 20 ff.) ist für die Wahldurchführung zuständig. Die Amtszeit endet in der Regel nach vier Jahren (§ 26). Die Geschäftsführung (Teil 3) regelt die Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung und die Freistellung vom Dienst (§ 46).

2. Umfang der Beteiligung (Teil 8)

Der Teil 8 regelt die Beteiligung der Personalvertretung. Die Mitbestimmung ist das stärkste Beteiligungsrecht und wird in Sachsen klar unterschieden:

Bei Konflikten über eine mitbestimmungspflichtige Maßnahme entscheidet die Einigungsstelle (§ 85), deren Beschluss in vielen Fällen bindend ist.

3. Stufenvertretungen und Sonderregelungen

Das SächsPersVG sieht die Bildung von Stufenvertretungen und eines Gesamtpersonalrats (§ 56) für übergreifende Angelegenheiten vor. Der Teil 7 regelt die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) (§ 58 ff.). Des Weiteren sind in diesem Teil Sonderregelungen für den Polizeivollzugsdienst (§ 68) und für Schulen und Lehrkräfte (§ 67) enthalten.

Gesetzestexte und weiterführende Informationen

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