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Warum verdienen Lehrer eigentlich so viel mehr als kommunale Bedienstete ???
#41

Also grundsätzlich kann es ja sein, was du sagt. Da kenn ich mich nicht aus (auch wenn weder meine Schwester noch ich im Kindergarten waren und wir beide studiert haben und sie sogar heute Doktor ist und ich demnach aus meiner Erfahrung nicht bestätigen kann, dass Kinder mit Kindergarten weiter sind, als andere). Aber wie gesagt - ich weiß es nicht, deshalb sag kann ich dazu konkret nix sagen. Und wissen in der Schule hängt ja auch nicht zwangsläufig mit "weit" sein zusammen.
Verstehen tun wir ja vieles nicht, was der Staat so festlegt. Aber es ist nunmal wie es ist. Und da studiert der Lehrer und der Kindergärtner nicht und dementsprechend steht dem Lehrer (in der derzeitigen Situation) auch mehr Geld zu.


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#42

Wieso ein Praktiker schlechter gestellt wird als ein Theoretiker, weiß ich auch nicht. Aber zumindest ist man da ja beim Handwerk dran, daß der Meister dem Bachelor gleichgestellt werden soll.

Ein erster Schritt.

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#43

(12.03.2009, 19:05)Gast schrieb:  Es ist wirklich schade, dass sich so viele Menschen mit dem Lehrerdasein und dem steinigen Weg bis man Lehrer wird überhaupt nicht auskennen, aber "perfekt" urteilen können!
Hier eine kurze Aufklärung:
1. Um Lehrer zu werden muss man ein Universitätsstudium(Zulassung nur mit allgemeiner Hochhulreife) absolvieren und nach vielen Klausuren sowie einer langen Prüfungsphase das "Erste Staatsexamen" bestehen.
2. Dann ist man erst 2 Jahre lang an einer zugewiesenen Schule als Referendar bzw. Lehramtsanwärter (verdient nach ca 4-5 Jahren Studium immer noch weitere 2 Jahre sehr wenig) und muss sich nach mehreren Unterrichtsbesuchen Fach- und Seminarleiter ein weiteres Mal einem aufwendigen Prüfungsprozedere zum Bestehen des "Zweiten Staatsexamens" unterziehen.

Im Anschluss muss sich der fertige junge Lehrer auf Stellenausschreibungen bewerben, um seine erste feste Stelle zu erhalten.
Wenn man bedenkt,dass man bis dahin kaum Geld verdient hat, ist es nur gerecht, wenn man etwas mehr als die komunalen Beamten verdient, die einen nicht so beschwerlichen Berufswerdegang aufweisen müssen.
Ansonsten finde ich, dass jeder, dem der seit Jahren von der allgemeinen Lohnentwicklung abgehängte und somit nicht mehr zeitgemäße "normale" Verdienst von Lehrern ein Dorn im Auge ist, doch einfach selbst versucht Lehrer zu werden und danach dann mal urteilt. Viel Spaß an der Bildungsfront:-)

Und wie das dann als verbeamteter Dipl.Ing.(FH) mit einem mindestens 4-jährigen Studium (8-Semester Mindeststudiendauer) sowie einer 2-jährigen Anwärterzeit mit einem Eingangsamt A10 z.B. im Vergleich zu einem Grundschullehrer mit einem mindestens 3-jährigen Studium (6-Semester Mindeststudiendauer) sowie einer 2-jährigen Referendarzeit mit einem Eingangsamt A12 zu sehen?

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#44

Ich finde die Diskussion hier amüsant bis erschreckend - es ist doch ganz klar, dass jeder im öffentlichen Dienst seinen Job macht und das die meisten Ämter und Schulen unterbesetzt sind. Die Fälle, die heut ein Finanzbeamter, ein ARGE-Mitarbeiter oder ein Mitarbeiter des Jugendamtes bearbeiten muss, sind kaum verantwortbar zu bearbeiten. In den Schulen müssen Lehrerinnen und Lehrer neben ihrem Unterricht und der Vorbereitung, Konferenzen, Klassenfahrten immer mehr an Schulentwicklungsarbeit leisten - zum Dank müssen sie mehr arbeiten (42 WS in Hessen), bekommen seit Jahren kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Erzieherinnen und Erzieher oder auch Polizisten sind aus meiner Sicht sowieso chronisch unterbezahlt. Schulleiterinnen und Schuleiter haben im Grund einen Managerjob mit sehr begrenzten Mitteln - jemand, der das gleiche in der freien Wirtschaft leistet, bekommt locker das Doppelte. Natürlich, da muss man erst mal hin und man ist nicht so abgesichert. Aber mal ehrlich, warum zerpflücken wir uns hier gegenseitig statt gemeinsam sehr laut dagegen aufzubegehren. Die Frage ist doch, wie viel ist dem Staat - also der Gesellschaft, die Arbeit seiner Mitarbeiter wert, die ja alle ihre Arbeitskraft der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und häufig auch entsprechend in der Freiheit der Ausübung derselbigen sehr begrenzt sind. Gerade die Mitarbeiter der Sozialämter, der Argen, des Jugendamtes, der Polizei und auch die Lehrer versuchen häufig nach Kräften dafür zu sorgen, dass die ungerechte Gesellschaft ein wenig gerechter wird, mit den ihnen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln. Anerkannt wird das in der Regel nicht - jeder könnte übrigens, nach entsprechender Ausbildung, diese Jobs machen. Sind wir uns doch einig: Die meisten Beamtinnen und Beamten oder die Staatbediensteten sowie kommunale Angestellte sind nicht so bezahlt, dass es den Wert ihrer Arbeit wiederspiegelt. Das sollte an unsere Arbeitgeber, die Landesregierung oder Bundesregierung gerichtet werden.
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#45

Wie dumm und naiv bist du eigentlich? Tut mir nicht leid, dass ich das so ausdrücken muss, aber hast du dir mal durch den kopf gehen lassen, was du da geschrieben hast ??? "Mittags zu hause"... " "paar korrekturen"...
Ich möchte mal sehen, wie du zurechtkommst mit 30 pubertären halbstarken, die dir auf der nase rumtanzen und keinerlei interesse haben, sich um ihre ausbildung zu sorgen. Zudem werden lehrer für alles verantwortlich gemacht:
Erziehung, Normen, Benehmen...all das soll doch bitte schon der lehrer vermitteln. Die Eltern? Ziehen sich zumehmend von ihren kindern zurück, was meines erachtens sehr traurig ist.
Dazu kommen die "paar korrekturen". Hast du Abitur gemacht? Scheint mir nicht so, denn sonst wüsstest du, dass ein Deutschlehrer für einen Aufsatz der abiturprüfung, im umfang von 3000-4000 Wörtern mindestens 5 stunden brauchen muss. Ein kur mit 30 Schülern. Du kannst nachrechnen, wie "schnell" das erledigt ist.
Dazu kommen unbezahlte vertretungsstunden, die für aufgefallene lehrkräfte gehalten werden müssen, dienstberatungen um 18.00, lehrersprechstunden, Klassenfahrten (5tage allein mit 40 13 jährigen unterwegs, kosten für die reise müssen selbstständig getragen werden!! Stress und Nerventerror inklusive!) und und und...
Lehrer-klingt immer recht einfach und unwichtig, aber das ist es absolut nicht, so wie du davon sprichst, wird mehr als deutlich, dass du davon nicht die geringste ahnung hast, also solltest du lieber die klappe halten, bei allem respekt, aber deine typischen vorurteile sind absolut unbegründet!

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#46

Diese Frage sprüht ja nur so vor Ignoranz! Wie naiv muss man eigentlich sein, um eine Lehrerstelle als "Halbtagsjob" zu bezeichnen? Wer glaubt, ein Lehrer gehe nur früh vier Stunden in die Schule, geht dann nach Hause und korrigiert eine halbe Stunde lang Hausaufgaben, der sollte seinen nächsten Urlaub mal dazu nutzen um einen Ausflug in die Realität zu planen, statt an die Ostsee.

Der durchschnittliche Lehrer arbeitet heute während der Schulwochen zwischen 45 bis 55 Wochenstunden. In den Ferien hingegen fährt er nicht sechseinhalb Wochen in die Toskana sondern macht - was meist Pflicht ist - Fortbildungen (je nachdem i.d.R. 1 - 2 1/2 Wochen). Außerdem bereitet er den Stoff für das Schuljahr vor - das wird im Laufe der Zeit immer schwieriger, weil sich die Lehrpläne immer weiter ändern und immer mehr pädagogische Erkenntnisse mit einfließen müssen (z.B. "DaZ", usw.).

Nach seinem fünfjährigen Studium und zweijähriger Referendariatszeit ist der Lehrer außerdem eine Vertrauensperson, die mit pädagogischer Sorgfalt Sorge um die Schüler zu tragen hat, die sowohl als kleines Kind (Grundschule), als auch als hormongesteuerter Teenager (Gymnasium) immer wieder besondere Rücksicht fordern. Hinzu kommen neben den normalen schulischen Tätigkeiten, die jeder sofort mit der Lehrerperson verbindet, z.B. Verwaltungsaufgaben, Lehrergespräche, Recherchearbeiten, usw.

Die Tatsache, dass etliche Lehrer an burn-out leiden und die Zahl derjenigen, die das volle Rentenalter erreichen (auch wenn einige sicher den Beamtenstatus nutzen mögen um sich einen faulen Lenz zu machen) z.B. in Hessen bei weniger als 5 % liegt, spricht eine ziemlich deutliche Sprache von den Anforderungen, mit denen sich ein Lehrer heute konfrontiert sieht.

Und übrigens: ich bin selbst kein Lehrer.
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#47

1. Ein Erdkunde-Lehrer am Gymnasium bekommt nicht A 15, sondern allenfalls A 13 Z - selbst wenn er A 14 bekäme, hätte er eine zeitintensive Zusatzfunktion zu erfüllen.

2. Die Anmerkung des "Halbtagsjobs" bringt mich persönlich auf die Palme. Als Berufseinsteiger besteht ein Arbeitstag aus mindestens 9, meistens um die 11,5 Stunden- und der Sonntag ist nicht frei, sondern auch mit 2 bis 10 Stunden (wenn Klassenarbeiten anliegen) belegt-wie gerne hätte ich ( in dieser Hinsicht) einen 7,7h-Tag , nach dem ich zu Hause meine Füße hochlegen darf und zwei freie Wochentage zur Erholung, an denen ich nichts für die Schule erledigen muss.
Glaubt ihr nicht? Dann rechne ich das mal vor:

Wochenarbeitsstunden = 25,5 = 5 (bis 6) Unterrichtsstunden pro Tag- dem Vorwurf der "sind ja nur 45-Minuten"-Fraktion kann ich entgegnen, dass ich in den "Pausen" auch arbeite- in den Wechselpausen muss ich wirklich "wechseln" (der Weg von Büro A zu Büro B, oder vom Förderband zum Materiallager ist ja wohl auch keine "Pause") und organisieren (den Beamer muss ich auch erst holen und hochfahren etc.)- in den großen Pausen habe ich mindestens 2x wöchentl. Aufsicht (realistisch sind es 3-4x), hinzu kommt, dass man oft pädagogische und organisatorische Arbeit in den sog. "Pausen" erledigt- Konfliktschlichtung, Entschuldigungsschreiben organisieren, Briefe hier und da, Absprachen mit anderen Lehrern etc.)- Fakt- als einigermaßen engagierter Lehrer kommt man in den Pausen kaum zum Sitzen.
Rechnen wir also ruhig mal mit 5 Zeitstunden Unterricht täglich- hört sich wenig an.
Moderner Unterricht MUSS aber ordentlich vorbereitet werden (PP-Präsentationen, individuelle Arbeitsblätter entwerfen (und die 2-3 fach pro Klasse, da wir binnendifferenzieren müssen)- wer heute nur "fertige Kopien" einsetzt, ist ganz schnell raus aus dem Beruf, Beobachtungen müssen notiert werden (ja, Noten und Sozialverhalten inkl. Begründungen- +,-,o -war einmal, heute muss alles dokumentiert werden.) Setzt man dazu (sehr knappe) 20 Minuten pro Unterrichtsstunde an, ist man mit 1-2h täglich zusätzlich "dran"- 5x die Woche (mit dem Hinweis, dass 1x Vorbereitung eben am Sonntag erfolgt, wofür andere Berufsgruppen Zuschläge erhalten)- da sind wir also schon bei einer täglichen Nettoarbeitszeit von 6,5-7,5h angekommen. Nicht eingerechnet ist hier das "persönliche Engagement" in Form von AG - macht nochmal 1-2 Wochenarbeitsstunden zusätzlich (Durchführung) , plus 1-2 Wochenarbeitsstunden zusätzlich (Vor-und Nachbereitung)- aber die sind "quasi" freiwillig- "quasi", weil sie es als Lehrer z.A. (also in Probezeit= 3 Jahre) kaum möglich ist, KEINE AG anzubieten, sonst wird das nichts mit der Daueranstellung. Angemerkt sein sollte hier zudem, dass 90% der Schulen inzischen im Ganztagsbetrieb laufen, d.h. deine "flockigen" 5 Unterrichtsstunden verteilen sich genüsslich auf die Zeiten zwischen 7.50h und 16.30h - klar, man kann dann in den Springstunden mitunter den Unterricht vor- und nachbereiten, aber eben nicht immer, weil der Materialfundus und vor allem der PC zu Hause ist und eben nicht in der Schule.
Zwischenfazit: "Normale Belastung" = ca. 6,5-9,5 (!) ZEITstunden an 5 Tagen, plus in ruhigen Zeiten 1-2 Zeitstunden am Sonntag.
Hinzu kommen monatlich meist 3 Überstunden (mein Schnitt in den letzten 1,5 Jahren), die NICHT bezahlt werden.

Haben wir was vergessen? Hups, ach ja...die Klassenarbeiten. Die müssen erstellt und korrigiert werden (heute nicht mehr per "Randnotiz", sondern es muss ein Bewertungsbogen erstellt werden, durch den die Punktevergabe von Punkt zu Punkt erläutert werden muss)- macht in meinem Fall (6x Klassen x 6 (Klassenarbeiten pro Jahr) x 28 (durchschnittliche Anzahl von Schülern) = 972 (!) Klassenarbeiten. Diese mögen z.B. in der Mathematik noch recht fix zu korrigieren sein (aber auch nicht mehr in der Oberstufe, wo Rechenwege honoriert werden müssen), nicht aber im Bereich Deutsch oder bei Klausuren in Geographie, Geschichte etc. pp. Nach Vorgaben des Ministeriums "brauche ich dafür" pro Klassenarbeit 15 Minuten (sehr witzig, bei 10-15 seitigen (bis zu 32 Spalten!) Oberstufenklausuren im Fach Deutsch) = theoretisch 243 (!) unbezahlte (!) ZEITüberstunden pro Jahr (macht für einen Fließbandarbeiter oder eine Krankenschwester nebenbei volle 31 Arbeitstage zusätzlich, unter Zeitdruck und unbezahlt)- die Dunkelziffer liegt weitaus höher- für eine 12 Q1-Klausur habe ich es mal gestoppt- nach Vorgaben hätte ich 6,5h benötigen sollen, realistisch waren es 20h- und ich bin schon fast fahrlässig schnell dabei. Aber der Fairness halber sei angemerkt- ich bekomme dafür Entlastungsstunden: genau 0,46 Wochenstunden ;-).
Noch was vergessen? Uh ja- ich bilde auch Lehrer aus und muss die Referendare beraten, ihnen zuhören (auch und gerade nach 22h, wenn ein Unterrichtsbesuch ansteht), ein extrem wichtiges Gutachten schreiben, ihrem Unterricht beiwohnen und diesen beurteilen, an Unterrichtsnachbesprechungen (also Prüfgesprächen mit externen Prüfern) teilnehmen etc.)- allerdings variiert das stark (ob man jetzt überhaupt einen Referendar ausbildet oder nicht), weshalb ich das mal nicht reinrechne (de fakto sind es bei mir aber auch 1-2 Stunden pro Woche, da ich in den letzten 1,5 Jahren schon 4 Referendare mitausgebildet habe).
Konfrenzen machen nochmal "etwas" Zeit aus- diese Woche waren das z.B. nochmal 6 Stunden ;-). Elternsprechtage, Klassenpflegschaftssitzungen und Gesprächstermine (Eltern) kommen hinzu. Oh, ja...und ich muss ja mind. 1x pro Jahr auf Klassenfahrt/Kursfahrt fahren, d.h. eine Woche zur Verfügung stellen, die nicht zusätzlich besoldet wird (macht das mal mit- da ist man im Idealfall 18 Stunden "beschäftigt", aber gegessen). Aber das ist ja alles nichts.
Zu den Ferien: Abgesehen davon, dass man in den Ferien (Osterferien, Weihnachtsferien) oft korrigiert (wo soll ich sonst in meine 55-60-Stunden-Woche noch 250-300 jährliche Korrekturstunden einbauen??? Zumal ich diese "in Blöcken" einbauen muss, d.h. 6-10stündige Zusatzschichten schiebe, weil die Klausuren binnen 2 Wochen zurückgegeben werden müssen), sind die 6-Wochen-Sommerferien eben nur auf dem Papier so lang- in der letzten Ferienwoche sind Nachprüfungen und Konferenzen, weshalb es schon nur noch 5 Wochen sind, die aber sind tatsächlich lang. Das Abitur (3 Konferenzen, Durchführung, ggf. Nachprüfungen) habe ich jetzt mal rausgelassen, ebso wie die Facharbeiten der Oberstufe (freie Themenwahl, mind. 15 Seiten) und die Betriebsbesuche der Praktikanten (die ich unbesoldet in meiner unterrichtsfreien Zeit durchführen muss- gut, dafür fällt mir auch Unterricht aus, nämlich der der Praktikanten, was aber nicht bedeutet, dass ich an diesen Tagen unterrichtsfrei hätte, denn ich habe ja auch Klassen, die nicht im Praktikum sind).
Lange Rede, kurzer Sinn: der Job ist extrem verantwortungsvoll (ins Horn der zu leistenden Erziehungsarbeit will ich gar nicht mal stoßen, weil gerade der Aspekt mir extrem gefällt und ich ihn deshalb nicht als Zusatzbelastung auffasse) und inzwischen auch sehr zeitintensiv. 55-60 Wochenstunden (ZEITstunden) sind nicht mal die Norm, ich komme häufig auf über 70 ZEITarbeitsstunden pro Woche, was geschmeidig fast das doppelte vom üblichen 40-Stunden-Arbeiter ist. Nebenbei habe ich noch 2 Kinder, die ich ohnehin max. 2-3 h/Tag im wachen Zustand sehe, was dann zusätzlich belastet.
Noch ein Fakt: Lehrer müssen studiert haben, haben hier also 3,5-7 (!) Jahre lang NICHTS verdient (sondern mitunter sogar Miese gemacht), was dann im Gehalt doch irgendwie ausgeglichen werden muss.
Kommen wir zum schnöden Mammon: Ich bekomme inkl. Zuschlägen und Kindergeld ca. 3800 netto raus, Brutto ist bei mir durch die Steuerklasse fast netto- hört sich viel an, davon ernähre ich als Alleinverdiener aber auch 4 Personen = 950€ netto/Person.

Das ist in meinen Augen eine angemessene Summe. Ich könnte jetzt irgendwelche Vergleiche ziehen und die Stunden hochrechnen und bekäme dabei vermutlich heraus, dass jeder Facharbeiter in Relation mehr rausbekommt- mache ich aber nicht. Sicher könnte man für die geleistete Arbeit auch mehr verlangen- ich finde die Besoldung durchaus angemessen. Nur diese dümmlichen Vorwürfe, Lehrer bekämen zu viel Geld, denen möchte ich deutlich widersprechen- es ist eher andersherum- allerdings wäre eine "faire" Besoldung auch nicht zu finanzieren (allein die Korrekturen wären mit ca. 9500€ brutto jährlich zu entlohnen, wenn man sie als Arbeitszeit einrechnen würde (gesetzt dem Fall, dass man wirklich nur 15-29 Min. pro Arbeit bräuchte- nehmen wir realistische Zahlen (45 Min/Arbeit), dann wären es schon ca. 18.500€/brutto)).
Sicher gibt es auch Lehrer mit Fächerkombinationen, die weniger Arbeitsintensiv sind- für den Großteil der Lehrer, die mindestens ein Hauptfach unterrichten trifft die obige Rechnung aber zu. Also schön den Ball flachhalten.
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#48

Augen auf bei der Berufswahl ;-)!
Lehrer sind in unserer heutigen Zeit unterbezahlt!
Jeder meint mitreden zu können, weil er selbst einmal in der Schule war!
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#49

(05.03.2012, 23:16)Katharina schrieb:  Ich habe kein Abi, weil ich keins wollte.

...und heute würdest du wahrscheinlich nicht mehr so "entscheiden" Icon_cool...
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#50

hm.... wenn ich solche Texte lese, habe ich den Eindruck man will hier eine Meßlatte hervorholen und alle Lehrer auf einen Level hochheben.

Leute bedenkt, dass man für diesen Berufsstand auch unterschiedliche Ausbildungen benötigt.

Und wie kommt man überhaupt auf die Idee, dass es in der Kommunalverwaltung nicht auch Beamte im gehobenen, bzw. höheren Dienst gibt, die genauso wie auch ein Lehrer/Studienrat ein Studium absolviert haben?

Der Text "Lehrer sind in der heutigen Zeit unterbezahlt" ist völliger Unsinn.

Dies trifft für mache Lehrer zu, genauso wie auch auf manche Kommunalbedienstete/Kommunalbeamte.

Es gibt Vorteile und Nachteile für beide Gruppen:

man sollte z.B. auch einmal an die Ferien/Urlaub denken.




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