Wahlen - Duisburg beruft nur wenige städtische Mitarbeiter als Wahlhelfer!
#1
Gerade den beigefügten Artikel gelesen. Duisburg macht das super:

https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&ur...hBn6Ul2CHw

Auszug: "Duisburg braucht nur wenige städtische Mitarbeiter - In Duisburg habe es bisher noch keine Dienstverpflichtung für städtische Mitarbeiter geben müssen, damit die Wahllokale besetzt werden, erklärt das dortige Presseamt. Rund 3000 Freiwillige werden benötigt, nur etwa zehn Prozent davon seien Mitarbeiter der Stadt."

Soweit ich es sehe, ist das in vielen anderen Kommunen (auch bei uns) noch anders. Die Wahlämter machen es sich leicht und verpflichten städtische Angestellte und Beamte als Wahlhelfer. Bei den vielen Wahlen und Stichwahlen die es gibt, unnötige Kosten für die Stadtkassen und unnötige Belastungen für die Mitarbeiter.

Wie seht Ihr das?

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#2
Mir ist es egal, ob mich mein Arbeitgeber einberuft oder die Gemeinde, in der ich wohne. In meiner Gemeinde müsste ich den ganzen Tag dort sitzen, beim Arbeitsgeber vormittags ODER nachmittags und es gibt Snacks und Erfrischungsgeld dafür. Bei meinem Arbeitgeber werden viele städtische Beschäftigte einberufen, weil dort das Vertrauen da ist. Gab in den letzten Jahren genug Fälle, wo bis zum nächsten Morgen wieder und wieder gezählt wurde, weil einige Bürger einfach zu doof waren. Seit städtische Mitarbeiter in den einzelnen Wahllokalen sitzen, laufen die Wahlen wesentlich reibungsloser ab.
Abgesehen davon, zum Thema "unnötige Belastungen für die Mitarbeiter": Wahlen finden ja nun nicht jedes Wochenende statt, man kann sich auch anstellen.. Einige Kollegen müssen die Stellung im Rathaus halten, bis alle Wahlunterlagen eingegangen und gezählt sind, das ist häufig bis in die frühen Morgenstunden gewesen und müssen dann am nächsten Tag wieder auf Arbeit erscheinen, um die Wahl zu Ende zu bringen. Tolle Sache, da können lieber mehrere Kollegen bis 23 Uhr da sitzen und zählen, zumal es eben nicht sonderlich häufig vorkommt.
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#3
In Duisburg läuft es doch. Man muss natürlich durch Öffentlichkeitsarbeit geeignete Bürger motivieren, viele melden sich freiwillig.

Für Schulungen kann man Broschüren, Präsenzveranstaltungen und die städtische Webseite anbieten, vgl. z.B. die Lernplattform der Stadt Bonn: http://www.wahlhelfer-bonn.de/bonn .

Auch erfahrene Wahlhelfer kann man anfragen, ob sie bei Schulungen unterstützen.

Neue, noch nicht bekannte Wahlhelfer, kann man zunächst als Beisitzer einsetzen, bei späteren Wahlen dann ggfs.als Schriftführer / Wahlvorsteher.

Es ist für die Wahlämter natürlich einfacher, die städtischen Mitarbeiter heranzuziehen, aber diese zusätzlichen Personalkosten und -belastungen können die Kommunen relativ problemlos vermeiden.

Außerdem ist es doch Ausdruck der Demokratie, Wahlhelfer aus der gesamten Bevölkerung zu berufen.
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#4
Die Schulungen für die Bürger macht dann wer? Da reicht nicht mal eben ein Vortrag über eine Stunde, damit alles problemlos läuft, verursacht doch auch wieder Kosten. Die Schulung muss vorbereitet werden, Ausgabematerial, mehrere Termine müssen festgesetzt werden, weil wohl kaum alle an einem Termin Zeit haben, jemand muss sich hinstellen und die Schulung durchführen, natürlich abends, denn tagsüber arbeiten die meisten Bürger, das gibt dann wiederum Geld für Überstunden.. Wenn man dafür einen externen Dozenten holt, kostet der auch wieder Geld. Und das dann jedes Jahr aufs Neue. Warum also soll das billiger sein, als auf eigene, bewährte Kräfte zu setzen? Wurde natürlich alles durchgerechnet, schließlich werden dafür die Gelder des Staats verpulvert. Auf eigene Kräfte zu setzen ist, zumindest bei uns, wirtschaftlicher als diverse Schulungen für die Bürger durchzuführen.

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