Stufenaufstieg nach Leistung
#1

Moin!

Mein Team besteht aus 6 Gesellen und zwei Hilfskräften. Bis auf eine Ausnahme sind diese allesamt in der EG5/5 eingruppiert und sogar auch noch alle älter als ich und haben auch nachweislich mehr Berufserfahrung. Alle Bewerbungsgespräche habe ich mitgeführt und für eine gerechte Eingruppierung gesorgt entsprechend der Berufserfahrung. 

In der Praxis ist es aber (leider!!!) so, dass man sich wenig bis gar nicht auf diese Erfahrung stützen kann, selbst nach 2 Jahren muss ich öfter noch bei Grundlagen beginnen. Durch Generationenwechsel der technischen Anlagen, veränderte Umstände im Alltag, sind die Erfahrungen der altgedienten Mitarbeiter im Moment zumeist erstmal nichts mehr wert -> Das ist überhaupt nicht böse gemeint, aber ähnlich vergleichbar dem Umstieg von Schreibmaschine auf Computer.

Es ist für mich schon länger eine belastende Situation als Führungskraft + Meister + 2 weitere BAB EG 9B/3, welcher im Team der Jüngste (32) ist, und auch die niedrigste Erfahrungsstufe im Team zu erhalten aber praktisch dem restlichen Team doch einiges voraus ist. Mir geht es nicht um den finanziellen Aspekt, der ist durch den Entgeltgruppenunterschied sowieso gegeben. Ich gebe auch ehrlich zu, ich habe meine eigene Entwicklung etwas verpennt. Durch zwei Höhergruppierungen sitze ich auch schon ewig in der 3 fest... Hätte das restliche Team beispielsweise nur die 2 und ich wäre auf dem Papier damit diese zwei Jahre voraus würde dieser Thread gar nicht geschrieben werden. 

Ich verurteile schon lange das System vom TVÖD, motivierte Mitarbeiter welche sich schnell steigern, haben die gleiche Wertschätzung wie jemand der überdurchschnittlich krank ist und einfach nur seine Zeit absitzt. 

Ich überlege zurzeit wie ich weiter machen soll, welche Wege hätte der Arbeitgeber in meiner Situation? Das Gespräch wird bald kommen (müssen).
Sind meine Gründe überhaupt von Belangen aus Sicht vom AG? 
Der zweite Weg welchen ich derzeit in Betracht ziehe, den AG zu wechseln.
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#2

Deine Unzufriedenheit ist nachvollziehbar. Ja, es ist ein Problem im öffentlichen Dienst, dass der Stufenaufstieg die tatsächlichen Leistungen meistens nicht berücksichtigt.

Möglichkeiten für den Arbeitgeber, Deine überdurchschnittlichen Leistungen zu honorieren, sind die LOB (§ 18 TVöD) und auch die Verkürzung der Stufenlaufzeit (§ 17 Absatz 2 TVöD).

Die Stufenlaufzeit kann bei unterdurchschnittlichen Leistungen übrigens auch verlängert werden.

Aber noch etwas anderes: Könnte es sein, dass die Gesellen in Deinem Team es sich auf Deinem Know How und Eingreifen ausruhen? Nach dem Motto: Soll der Chef sich doch den Kopf zerbrechen.
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