Stellenbewertung durch Prüfungsverband
#1
Hallo,
wir sind eine Verwaltung mit ca. 25 Beschäftigten. Die Stellen sind unserer Meinung nach total schlecht eingruppiert. Wir, der Personalrat (gibt es erst seit ca. 2 Jahren), verlangte die Stellenbewertungen und Stellenbeschreibungen für die Arbeitsplätze (Bürgerbüro= EG 3,Kasse=EG 6,Standesbeamtin=EG 6). Leider konnte uns unser Geschäftsführer keine vorlegen, da es noch nie welche gegeben hat und willkürlich eingruppiert worden ist. Unser Geschäftsführer fertigte auf unser Verlangen Stellenbeschreibungen und Bewertungen an, die total inakzeptabel sind. Wir konnten keine Einigung erzielen und sind jetzt zu dem Entschluss gekommen, die Stellen vom Kommunalen Prüfungsverband zu beschreiben und bewerten zu lassen. Hat jemand schon mal Erfahrung mit dem Prüfungsverband gemacht?
Vielen Dank für Antworten,Wasserwart.

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#2
Hallo,

ich habe mich mal deiner Beiträge angenommen und bin zu der Einschätzung gekommen, dass dir die Arbeit in der Gemeinde auch nicht wirklich noch großen spaß macht. Das kann ich auch verstehen. Schlechte Bezahlung in der Gemeinde, immer weniger Leute, die paar wo noch da sind müssen immer mehr machen und sind die Deppen vom Dienst. Ich an deiner Stelle würde so bald es irgend wie geht und sich dir eine Möglichkeit bietet, gehen. Denn das mit den Stellenbeschreibungen usw. ist nur der Anfang, ich spreche da aus Erfahrung, da ich selbst so einen Wandel bei uns in der Gemeinde mit erlebt habe. Am Anfang wurden für die Leute, wo keiner mehr nachkommt, keine mehr eingestellt. Dann wurde alles was möglich war vergeben. Und die Drecksarbeit, die nicht zu vergeben war die keiner machen wollte, ist an den paar hängen geblieben die geblieben sind. Und wenn man keine große Verantwortung mehr zu tragen hat, ist man statt in einer höheren Lohngruppe ganz schnell wieder ganz unten oder man hat in keinster Weise in Zukunft die Möglichkeit, auch nur annähernd mal in eine höhere zu kommen. Ich selbst bin als das Wassernetz verkauft wurde zu der Gesellschaft gewechselt, welche das Wassernetz gekauft hat, und muss sagen ich bereue es keinen Tag. Am Anfang war es klar eine schwierige Entscheidung aus den Öffentlichen Dienst auszusteigen und wieder in der freien Wirtschaft zu arbeiten. Aber ich würde mich zu tode ärgern, wenn ich das nicht gemacht hätte, zumal es mir angeboten wurde mit zu wechseln und so ein Job in der Freien Wirtschaft nicht so leicht zu bekommen ist. Ich bin jetzt schon drei Jahre in meiner neuen Firma und bekomme jeden Monat netto fast 600 Euro mehr auf die Hand als in der Gemeinde, ohne dass ich mehr darür machen muss. Wenn ich mich mit meinen alten Arbeitskollegen unterhalte, sind diese sogar neidisch auf mich dass sie sich diesen Schritt sich damals nicht getraut haben.

Ich kann jedem nur dazu raten, wenn er die Möglichkeit hat aus der Gemeinde auszusteigen, das zu tun. Das Leben wird zu 100% entspannter, man hat mehr Geld und man ist nicht mehr der Depp vom Dienst, der den ganzen Tag die Drecksarbeit machen muss!!!

Ich selbst habe diesen Schritt gewagt und bereue Ihn in keiner Sekunde meines Lebens!!!

Gruß Rudi
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#3
Hallo Rudi,
ich möcht mich für deinen Beitrag bedanken und muss dir aber mitteilen, dass mir die Arbeit doch sehr viel Spass macht. Auch ist das Klima innerhalb der Beschäftigten im Bauhof sehr gut. Ich frage mich nur, wie du auf die Idee kommst, dass ich auch in die freie Wirtschaft wechseln soll??? Man könnte denken, du hast Insider-Informationen und hast diesen Beitrag im Sinne meines Arbeitgebers verfasst...aber ich werde nicht wechseln und für ein profitorientiertem Unternehmen arbeiten...außerdem bin ich gewählter Personalratsvorsitzender und werd mich bis zu meinem letzten Amtstag einsetzen und alles für meine Kollegen im Sinne der Gerechtigkeit tun...Gruß Wasserwart
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#4
Hallo,

Insider Informationen? Spreche für deinen Arbeitgeber? HALLO??? Ich habe nur aus meiner eigenen Erfahrung gesprochen! Außerdem weiß ich doch gar nicht wer du bist bzw. in welcher Stadt oder Gemeinde du Arbeitest. Ich habe deine Kommentare anscheinend falsch Interpretiert! Das es dir so großen Spaß macht im Bauhof in absehbarer Zukunft nur noch die Drecksarbeit zu machen habe ich nicht gewusst. Aber bitte ich hoffe nur du wirst deine Entscheidung eines Tages nicht bereuen.

Gruß Rudi
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#5
(22.06.2010, 11:28)Wasserwart Rudi schrieb: Hallo,


Ich kann jedem nur dazu raten, wenn er die Möglichkeit hat aus der Gemeinde auszusteigen, das zu tun. Das Leben wird zu 100% entspannter, man hat mehr Geld und man ist nicht mehr der Depp vom Dienst, der den ganzen Tag die Drecksarbeit machen muss!!!



Na ja, ich finde es immer noch entspannender, einen sicheren Job zu haben, aufgrund meiner Betriebszugehörigkeit unkündbar zu sein, in einer "Firma" zu arbeiten, die nicht pleite gehen kann, usw. Da nehme ich auch das angeblich wenigere Geld in Kauf.
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#6
Hallo Wasserwart:-)

Also, die Geschichte mit den Stellenbewertungen ist so eine Sache für sich. Meistens bedienen sich die Dienststellenleitungen dafür des Kommunalen Arbeitgeberverbandes. Aber: Die Stellenbeschreibung muss jeder Stelleninhaber selber machen. Dabei muss man höllisch aufpassen, wie man die Arbeiten deklariert und sehr genau darauf achten, wie man die Zeitanteile in % vergibt. Alles ist im Prinzip immer noch auf den Katalog der Tätigkeitsmerkmale des alten BAT abgestimmt. Macht Euch da auf alle Fälle schlau, damit sich niemand ein Eigentor schießt. Die Stellenbeschreibung ist danach in der Regel vom Abteilungsleiter zu unterzeichnen u. geht dann zum Zentralamt. Die tüten das nur noch ein und schicken den Kram zur Bewertung weg. Achtung: Maßgebend ist der Tag der Abgabe der Stellenbeschreibung. Sollte sich später eine Unterbezahlung herausstellen, müssen sie rückwirkend blechen bis zum Tage der Abgabe!!! Wissen auch viele nicht. Ganz wichtig: Informiert Euch genau über die Bewertungskriterien! Ihr müßt bei der Beschreibung schon wissen, wonach die konkret gucken. Viel Glück:-) Hägar

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