Rücktritt Personalratsmitglied
#1
In unserem örtlichen Personalrat bin ich eines von drei Mitgliedern.
Nachdem ich in der letzten Zeit immer mal wieder feststellen mußte, dass ich nicht immer ausreichend von den Beiden anderen informiert werde, gibt es jetzt Vorfälle,die mich nach reiflicher Überlegung dazu bewegen das Amt niederzulegen, da ich nicht mehr gewillt bin, dieses Fehlverhalten mitzutragen und auch so meine Pflicht,die Angestellten nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten.
Folgende Vorfälle traten auf:
Die Beiden haben einen Entsendungsbeschluss eine Fortbildung in Höhe von 1000 Euro (zu bezahlen aus dem jährlichem Fortbildungstopf der Angestellten)bei der Dienststellenleitung eingereicht.
Nur durch Zufall erfuhr ich davon, denn die Dienststellenleitung erhob Einspruch.
Die Vorsitzende schickt mir letzte Woche eine Mail über den öffentlichen Outlook mit persönlichen Belangen eines Mitarbeiters (es geht um eine Probezeitkündigung). Dieser Outlook wird von sechs Nichtmitgliedern genutzt! Wir haben aber natürlich einen eigenen Personalratszugang im PC.
Zu einem wichtigen Treffen mit der Dienststellenleitung werde ich so verzögert informiert, dass ich nicht teilnehmen kann.Hinterher wird es als versehentliche Panne dargestellt und es wird sich locker entschuldigt.
Nun meine Frage:
Ich möchte die Gründe meines Rücktrittes gern über einen öffentlichen Aushang in der Einrichtung bekanntgeben und begründen.
Was muss ich dabei beachten?
Wem lege ich die schriftliche Rücktrittserklärung vor? Auch dem Hauptpersonalrat? Auch der Dienststellenleitung?
Gilt der Rücktritt mit sofortiger Wirkung?
Soweit ich weiß, besteht der Restpersonalrat bis zu den Neuwahlen. Wann werden diese spätestens anberaumt?
Muss ich sonst noch etwas beachten?
Ich möchte mich nicht rächen, sondern aufdecken, denn diese Leute möchten sich ja vielleicht wieder aufstellen lassen.
Ich bin für jeden Hinweis dankbar und freue mich auf jede Meinung hierzu.

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#2
Wie lange bist Du denn schon im PR? Seit 2008?
Ein Entsendebeschluss kann ja nur in einer Sitzung mit ordnungsgemäßer Ladung entstanden sein. Wurdest Du schon nicht geladen?

Was die PC-Nutzung betrifft: Da hilft nur das Gespräch mit dem Absender. Das geht gar nicht. Vielleicht hat er nur nicht daran gedacht.
Ebenso würde ich bei den anderen "Vergesslichkeiten" immer wieder darauf hinweisen: POSITIVE HARTNÄCKIGKEIT ist das Zauberwort.

Ich würde erstmal mich vertrauensvoll an den Gesamt-PR wenden und um Rat fragen oder an die Gewerkschaft wenden. Einfach austreten würde ich nicht. Die Kollegen haben mit Deiner Wahl Vertrauen in Dich gelegt.

Gruß
Auenlandbewohnerin
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#3
Das Thema ist von mir. Ich habe mich jetzt doch mal lieber ordentlich registriert.
Ich bin seit 12 Jahren im örtlichen Personalrat.
Die Absenderin der Mail ist die Vorsitzende. Versehen kann nicht sein, denn wenn ich mit ihr oder dem anderem Mitglied per Mail kommuniziere, melde ich den öffentlichen Teamzugang des PC ab und den PR-Zugang an.
Das ist etwas aufwendig, aber nötig.
Nein, ich bin erst gar nicht geladen worden und weiß auch, dass das gar nicht geht. Icon_evil Das haben die Beiden mal eben so nebenbei gemacht.
Inzwischen habe ich mich etwas beruhigt und habe beide um ein klärendes Gespräch gebeten.
Davon mache ich nun den letzten Schritt abhängig. An den Hauptpersonalrat werde ich mich erstmal nicht wenden, da würde ich sie ja gleich bloßstellen.
Trotzdem würde ich den vorerst theoretischen Rücktritt einmal laut durchdacht wissen, denn positive Hartnäckigkeit übe ich mit den Beiden seit 3 Jahren.
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#4
Hallo Oldfield!

Ich kann Deinen Unmut und auch Deine Frust absolut verstehen. Zumal Du das ja schon lange ertragen musst. Ich wünsche DIr in jedem Fall viel Durchhaltevermögen. O030

Leider kenn ich mich in der Rechtsbeziehung zwischen Gruppen- und Gesamt-PR nicht aus. Nur wenn der eine Beschluss ohne Dich fällt - gibt es da noch mehr? Welche Dinge laufen im Hintergrund, die Du wissen müsstest, um Beschüsse oder Meinungen zu bilden.

Eins wäre noch als Druckmittel: die Dienststelle! Deine Vorsitzende weiß doch, dass die Beschlüsse nicht ordnungsgemäß gefasst wurden und damit kaum Gültigkeit besitzen. Wie glaubt sie denn eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu leisten, wenn sie die Beschlüsse im eigentliche Sinne gar nicht fassen kann..... Oder geht das gar mit der Dienststelle im Einklang? Das wäre ja noch der Gipfel.

Meld Dich mal, wie Du DIch entschieden hast! Ich drück Dir die Daumen!

Gruß
Auenlandbewohnerin

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