Meine Chance
#1

Hallo zusammen,

Ich möchte gerne aus der schlecht bezahlten und oft undankbaren Privatwirtschaft heraus. Zurzeit spürt man den starken, gewinnorientierten Druck – wenig überraschend, aber dennoch belastend. 
Ich persönlich würde viel lieber im Bürgerservice arbeiten und den Bürgerinnen und Bürgern meiner Stadt helfen. Gründe und Motivation bringe ich dafür mehr als genug mit.
Ich bin 25 Jahre alt und arbeite aktuell im Qualitätsmanagement und in der Qualitätssicherung im Drei-Schicht-System (seit 6 Monaten). Parallel dazu studiere ich im Fernstudium Wirtschaftsrecht (BWL/Jura, 1. Semester). Davor war ich im selben Unternehmen im Bereich Sicherheit und Sekretariat tätig. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem: Zuttritskontrolle & Besuchermanagement - Dokumentationsmanagement - Telefonmanagement -Empfang und Service (Sachkundeprüfung 34a).
Diese Tätigkeit habe ich zwei Jahre lang ausgeübt.
Zuvor habe ich im gleichen Betrieb meine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen. Davor habe ich mein Fachabitur erworben.

Habe ich eine Chance ?
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#2

Was meinst du mit Bürgerservice? Bürgeramt / Bürgerbüro, also das frühere Meldeamt? Es wäre theoretisch möglich (aber unwahrscheinlich), dass man dich im Bürgeramt als Quereinsteiger anstellt. Aber willst du da wirklich dein Leben lang sitzen? Das wird schnell langweilig und Perspektiven sehe ich du da auch keine. Ferner werden viele Leistungen digitalisiert.

Ich würde an deiner Stelle eine Ausbildung zum / zur Verwaltungsfachangestellten oder Bachelor of Laws o.ä. machen. Dann hast du später in der Verwaltung alle Karrieremöglichkeiten.
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#3

Hallo, damit ist „Sachbearbeiter im Bürgerservice" gemeint. Und mein Studiengang Wirtschaftsrecht ist ein Bachelor of Laws.
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#4

"Hallo, damit ist „Sachbearbeiter im Bürgerservice gemeint. "
Aus der Stellenausschreibung ergibt sich regelmäßig welche Qualifikation erforderlich ist. Meist wird es eine andere sein als hier vorliegt.

" Und mein Studiengang Wirtschaftsrecht ist ein Bachelor of Laws."
Aber vermutlich nicht mit Schwerpunkt im öffentlichen Recht. Wenn man in den öffentlichen Dienst will, dürfte es vorteilhaft sein, einen BoL mit entsprechendem Schwerpunkt anzustreben. Am besten als dualer Studiengang im öffentlichen Dienst.

"Ich möchte gerne aus der schlecht bezahlten und oft undankbaren Privatwirtschaft heraus."
Die Bezahlung im öffentlichen Dienst ist außer vielleicht für einfache Tätigkeiten und strukturschwache Regionen nicht gerade gut.
Die Dankbarkeit des Bürgers und des öffentlichen Arbeitgebers hält sich oft in Grenzen.

"Zurzeit spürt man den starken, gewinnorientierten Druck – wenig überraschend, aber dennoch belastend. "
Ja nach Behörde und Rahmenbedingungen muss man auch mit Druck im öffentlichen Dienst rechnen.

Eine Tätigkeit im öffentliche Dienst kann sehr interessant und erfüllend sein. Aber auch nervig. Es gibt mehr als 10000 verschiedene Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Und selbst beim gleichen Arbeitgeber kann es von Behörde zu Behörde oder auch Organisationseinheit zu Organisationseinheit oder sogar einzelnen Tätigkeiten ganz unterschiedlich sein.
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#5

Sachbearbeiter im Bürgerservice klingt für mich nach relativ einfachen Aufgaben. Meist machen das Quereinsteiger mit Verwaltungslehrgang 1 oder Verwaltungsfachangestellte am Anfang ihrer Karriere. Welche Aufgaben und welche Entgeltgruppe sind denn in der Stellenbeschreibung ausgewiesen?

Ich meinte mit Bachelor of Laws die Beamtenlaufbahn (Duales Studium).
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#6

Hey,

Ja, mir ist es sehr bewusst, dass es auch dort stressig wird - werden kann.
Diese Stelle würde ich gerne als Einstieg in den ÖD nutzen.

Ausgeschrieben ist:
abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungswirt*in, Verwaltungsfachangestellte*r
oder ähnliche kaufmännische Ausbildungen.
Das ist der Grund, wieso ich hier überhaupt meine Frage stelle.
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#7

(11.03.2026, 21:12)Gast schrieb:  Hey,

Ja, mir ist es sehr bewusst, dass es auch dort stressig wird - werden kann.
Diese Stelle würde ich gerne als Einstieg in den ÖD nutzen.

Ausgeschrieben ist:
abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungswirt*in, Verwaltungsfachangestellte*r
oder ähnliche kaufmännische Ausbildungen.
Das ist der Grund, wieso ich hier überhaupt meine Frage stelle.

Ja, da wäre ein Einstieg denkbar. Und es ist auch vorstellbar, dass es tatsächlich nur die Stelle zum Einstieg ist und du dich dann noch entwickeln kannst, wenn du erstmal im öffentlichen Dienst bist (z.B. absolvieren der Verwaltungslehrgänge 1+2). Aber eine Garantie hast du nicht. Wenn du Pech hast, wirst du nicht weiter gefôrdert und bleibst ewig der kleine Sachbearbeiter im Bürgerservice.
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#8

Ja, natürlich - so ist es aber überall. Ich verlasse mich aber auch nicht auf die Fortbildung, sondern auch auf mein Studium.
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#9

"Ausgeschrieben ist:
abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungswirt*in, Verwaltungsfachangestellte*r
oder ähnliche kaufmännische Ausbildungen."

Eine solche Ausbildung wurde bisher nicht erwähnt.
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#10

Sie wurde nicht erwähnt, da ich diese nicht besitze. Deswegen meine Frage.
Würde ich sie haben, würde ich nicht fragen.
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#11

Wenn die zwingenden Anforderungen einer Ausschreibung im öffentlichen Dienst nicht erfüllt werden, dann wird man grundsätzlich im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt.
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#12

Grundsätzlich reicht mir das aus, um es zu versuchen.

Danke für die Antworten.
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#13

Der Ausnahmefall hat eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 1:10000, dass man die Bewerbung nicht sofort aussortiert und noch weniger, dass es zu einer Einstellung kommt.

Eigentlich darf man im öffentlichen Dienst einen Bewerber, der die Anforderungen nicht erfüllt, nicht berücksichtigen.
Wenn es keinen Bewerber gibt, der die Anforderungen der Ausschreibung erfüllt, und keine Pflicht zur Ausschreibung besteht, dann darf der Arbeitgeber (mit Zustimmung von Personalrat etc ) in ein Verfahren wechseln, wo er neue Anforderungen definiert.
Das passiert extrem selten...
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