Kranker Beamter soll nicht in Therapie
#1
Folgender Fall:
Ein 58jähriger Beamter aus unserer Dienststelle ist aus psychischen Gründen seit knapp vier Monaten dienstunfähig und soll in den nächsten Tagen dem Amtsarzt vorgestellt werden. Die Ursachen für die Erkrankung dürften zum größten Teil im privaten Bereich liegen, allerdings war er aber auch in den vergangenen Jahren verstärkt das Mobbingopfer durch Vorgesetzte.

Wie mir der Kollege nun berichtete, erhielt er kürzlich einen Anruf unseres Personalchefs. Man erwarte von ihm, dass er eventuelle Therapieangebote des Amtsarztes entschieden ablehne. Einen Grund für diese etwas merkwürdige Bitte wurde ihm nicht genannt.
Gibt es da nicht eine Fürsorgepflicht des Dienstherrn seinen Beamten gegenüber? Ich dachte immer, bei uns gilt der Grundsatz "Reha vor Rente".
Kann dies mit den anfallenden Kosten zusammenhängen ?
Was könnten da die Gründe sein? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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#2
Hallo,

von der rechtlichen Seite kann ich Deine Frage nicht beantworten aber es gilt folgendes:

Von Seiten des Patienten ist alles zu tun was seiner Gesundung zuträglich ist. Lehnt er also bei den erheblichen Beschwerden eine REHA ab ist dies zu seinem Nachteil.

Kosteneinsparungen sind sicher in dem Zusammenhang ein Grund, kenne dies aus eigener Erfahrung.

Der Arbeitgeber will im Krankheitsfall nicht zahlen.
Die Krankenkasse auch nicht länger als nötig.
Bei mir hat sich die K-Kasse quasi dazu ausgesprochen, dass ich mich arbeitsfähig melden soll, dann kündigen und fertig.
Da mein Psychiater + Arzt dies unterstützten stehe ich nun ohne Job dar, anstatt ersteinmal eine REHA gemacht zuhaben.
Finanziell war es also für Arbeitgeber und K-Kasse von Vorteil.

Gruss
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