Jobwechsel von privat in Kreisverwaltung
#1

Hallo, ich bin aktuell hin und hergerissen bzgl. eines möglichen Jobwechsels.

Folgende Ausgangsposition:
Aktueller Job Bürokaufmann seit 19 Jahren in der gleichen Firma. Seit April Corona bedingt in Kurzarbeit (1 Woche arbeiten 1 Woche Kurzarbeit) und kein Ende der Kurzarbeit in Sicht.
Zwischenzeitlich bei einer Kreisverwaltung beworben und zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Dieses Gespräch findet in 2 Wochen statt. Die Stelle ist TVÖD-5 (Stufe bislang unbekannt aber ich hoffe Stufe 3). Somit würde ich gegenüber meinem aktuellen Job (wenn dieser in Vollzeit bezahlt würde) fast 200,- € weniger verdienen. Bei der Verwaltung hätte ich aber von der Arbeitszeit mehrere Vorteile (Gleitzeit etc.). Dafür wäre wiederum der Arbeitsweg ca. 15min länger.  Alles hat Vor-u. Nachteile.

Ich weiß das man sowas selber entscheiden muss aber was würdet ihr mir in diesem Fall raten?
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#2

Brutto oder netto 200 €?
Was für eine Zusatzversorgung bietet dein aktueller Arbeitgeber?

Vermutlich liegt keine einschlägige Berufserfahrung vor. Deshalb ist es nicht klar ob es Stufe 3 sein wird. Du kannst auch pokern und eine höhere Stufe versuchen auszuhandeln. (Vor Vertragsunterschrift. In der Regel aber nicht schon im Vorstellungsgespräch. Da kann man aber schon mal Fragen ob der Arbeitgeber bereit ist über die Stufe zu verhandeln.) Eventuell würdest du dann aber nicht genommen werden, wenn du nicht für Stufe 1 oder 3 kommen willst. Theoretisch ist mit 19 jahren berufserfahrung bis zu Stufe 6 möglich. (Aber unwahrscheinlich, insbesondere in der E5.)
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#3

Eine Zusatzversorgung habe ich als Metall-Rente mit Zuzahlung vom AG.

Die 200,- wären tatsächlich netto wenn ich noch in diesem Jahr anfangen würde. Das "bessert" sich dann aber bereits ab 2021, sodass ich dann in Stufe 3 noch ca. 170,- € weniger hätte als jetzt. IM ÖD würde ich Freitags um 12:30 Uhr Feierabend haben, im jetzigen Job täglich 17:00 Uhr (+1x pro Monat Samstags 4 Stunden aber bezahlte ÜS) und das als frischer Vater Wink


Berufserfahrung habe ich wie erwähnt seit 19 Jahren. Ich traue mich einfach nicht zu 100% den Jobwechsel durch zu ziehen. Obwohl ich immer in den ÖD wollte und diese Chance so schnell nicht wieder bekomme.
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#4

Dann fordere eine entsprechend hohe Stufe. Wenn nicht bleibst du beim bisherigen Arbeitgeber wenn man Stufe 4-5 gewährt sieht es ja schon ganz anders aus.
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#5

(29.10.2020, 16:40)Gast schrieb:  Dann fordere eine entsprechend hohe Stufe. Wenn nicht bleibst du beim bisherigen Arbeitgeber wenn man Stufe 4-5 gewährt sieht es ja schon ganz anders aus.

OK...also würdest du in diesem Fall nur bei minimum Stufe 4 die Stelle annehmen?
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#6

Das würde ich von Arbeitsplatzsicherheit und Aufgabe abhängen. Ich würde in der freien Wirtschaft erheblich mehr als im öffentlichen Dienst verdienen. Aber meine Aufgabe ist sehr interessant und mein Geld reicht für ein sehr gutes Leben.

In der E5 sehe ich die Chance die höhere Stufe durchzusetzen für eher gering an.
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#7

Zu den Finanzen:
Es bleibt nicht bei Stufe 3 und es muss auch nicht bei EG 5 bleiben; wenn man mit dir zufrieden ist, käme ja auch ein späterer Stellenwechsel innerhalb der Verwaltung in Frage. Außerdem solltest du bedenken, dass eine Kreisverwaltung nicht wegen Pleite dicht macht und normalerweise auch keine Kurzarbeit anordnet.

Ansonsten:
Der Inhalt der Tätigkeit und das Betriebsklima sind mindestens so wichtig wie die finanzielle Seite. Was nützen mir 200,- € mehr im Monat, wenn ich dafür jeden Morgen mit Bauchweh zur Arbeit gehe und mir schon um 7 Uhr den Feierabend herbeiwünsche?
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#8

Ich bin von Privat in den öD gewechselt. Bei mir waren es mal schlappe 500,00 DM netto weniger an Verdienst. So what, nun bin ich seit 20 Jahren im öD und habe es nicht bereut Smile
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