Gewerkschaft Ver.di oder Komba ?
#1
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielleicht könnt Ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung etwas behilflich sein. Ich bin seit einiger Zeit als PR tätig, allerdings nicht gewerkschaftlich organisiert. Mein Problem u.a. ist, ich kann an keinem Fortbildungsseminar, welches die Gewerkschaften anbieten, teilnehmen. Selbst gegen Zahlung der Seminargebühren geht es nicht, weil prinzipiell Gewerkschafter den Vorrang haben. Ähnliche Veranstaltungen von Kommunalen Studieninstituten usw. kann man vergessen, weil die eher "arbeitnehmerfeindlich" sind. Da kriegt man nicht erzählt, wo man am Besten den Hebel ansetzt. Ihr versteht, was ich meine. Nun schlage ich mich mit dem Gedanken herum, zu welcher Gewerkschaft ich gehen soll. Welche Erfahrungen habt Ihr z. B. mit Ver.di und der KOMBA gemacht? Mehr Alternativen gibt es wohl für tariflich Beschäftigte in der Kommunalverwaltung nicht, oder? Für jedes Statement bin ich sehr dankbar. Glück auf: Haegar

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#2
Servus!

Ich selbst bin Komba Mitglied, kenne aber beide Gewerkschaften
einigermaßen. Komba ist kleiner und dadurch etwas näher an den
Leuten. Verdi ist dafür größer und besser organisiert. Über beide
Gewerkschaften hört man gutes und schlechtes, je nachdem mit
wem man gerade redet...

Bei den Seminaren hat die Verdi ganz klar die Nase vorne!
aber als Komba Mitglied hatte ich nie Probleme bei Verdi b&b ein
Seminar zu bekommen.

Grüße
Marcus
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#3
Hallo haegar,

ich sehe das wie mein Vorkommentator. Die Einen sagen so, die Anderen so....

Ich habe es dann ganz profan an den Mitgliedsbeiträgen festgemacht.

Verdi verlangt einen Prozentanteil. Komba hat feste Beiträge. Für mich persönlich war Verdi dreimal so teuer.

Daher bin ich Kombaner geworden.

Gruß
smokie
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#4
Danke, Jungs! Logo ist die Höhe des Beitrags eine ganz wichtige Entscheidungsgrundlage. Deshalb spiele auch ich mit der Idee eher zum KOMBA zu gehen. Voll doof ist, dass Ver.di manchmal klasse Seminare anbietet, aber nur eigene Leute dran teilnehmen läßt. Glaub auch kaum, dass die einen da mit auf die Teilnehmerliste setzen, wenn man bei der "Konkurrenz" ist. Aber klar, einen Versuch ist es immer wert. Nur wißt Ihr, was mich so ein wenig wurmt bei beiden. Sie reagieren nicht auf Hinweise, die man an sie weiterleitet. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht. Auch bei Problemen findet man keinen Gewerkschaftsfunktionär, der sich bei Statements oder Aussagen festlegt. Alles immer nur wischiwaschi, halt das übliche Gummigequake "könnte", "müßte" usw. Dennoch, mir bleibt nichts anderes übrig, als die Kohlen zu investieren. Nochmals vielen Dank und schönes Wochenende Icon_wink Haegar
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#5
Hallo Leute,

ich selbst war einige Jahre Mitglied der Komba nur gebracht hat es mir gar nichts, denn in der Kommunalverwaltung gibt es fast keine Mitglieder.

Dagegen ist Ver.di gerade im Kommunalbereich führend und fast flächendeckend vertreten.

Wenn man als PR Unterstützung benötigt, denke ich sollte man trotzdem (auch wenn der Beitrag höher ist) bei Ver.di eintreten.

Viele Grüße!
Norbert
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#6
Hallo KollegeS10347 Es mag sein, dass Du Recht hast, aber das Angebot der Komba ist nicht schlecht. Sie bieten Dir im Prinzip alles, was Ver.di auch bietet. Andererseits muß ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen von Ver.di ziemlich enttäuscht bin. So dermaßen die Hacken haben die sich für uns nicht herausgerissen. Unverschämt von denen find ich auch, dass wenn man ihnen Mißstände meldet (auch mal als Nichtmitglied), reagieren sie darauf gar nicht. Gerade die hätten damals diesen Mist mit den Leistungentgelten verhindern müssen. Was haben sie gemacht? Sämtliche Problemfelder auf die Betriebsgemeinschaften verlagert. Tja, und an der Front fighted dann ein Personalrat, der so gut wie rechtslos ist. Es wäre echt an der Zeit, dass da einmal ein Ruck durch's ganze Gefüge geht und unsere Interessenverbände dem KAV und wie sie alle heißen, mächtig in die Suppe spucken. Ich hoffe, ich erlebe das noch bevor ich ohne Rente krepiere. Glück auf:-) Haegar
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#7
S10347 014

ich bin Mitglied bei der komba. Was mir hier recht gut gefällt ist die gute Erreichbarkeit und die doch recht schnelle und kompetente Beantwortung von rechtlichen Fragen. Auch ist es mir wichtig eine gewisse Überschaubarkeit zu haben. Ich kann mich nicht beklagen. Ein weiteres Kriterium ist sicherlich auch der Beitrag. Aufgrund der Größe von VERDI ist dieser nicht unerheblich.
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#8
Hi,

ich kenne beide Gewerkschaften gut als Mitglied. Nach meiner Mitgliedschaft bei ver.di bin ich nun seit einigen Jahren bei der komba und dort fühle ich mich erheblich besser aufgehoben. Ich bin im Kommunaldienst und es ist nun mal so, dass dort die komba gewerkschaft spezialisiert ist und nicht wie verdi, alles und jeden in 1000 Berufen vertritt. Es zählt hier nicht Masse sondern Klasse.

Die Seminare der komba sind ebenfalls erheblich besser, einfach näher dran an den wirklichen Begebenheiten, also viel pragmatischer und nicht so ideologisch geprägt wie bei ver.di.

Die für meinen Bezirk zuständige Gewerkschaftssekretärin von ver.di kommt ursprünglich aus dem Bereich Handel. Was die manchmal auf Personalversammlungen für einen Quatsch verzapft ist nur noch peinlich...
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#9
Hallo

Etwas spät, aber trotzdem. Ich gehöre keiner der Gewerkschaften an. Möchte darauf aber hier nicht weiter eingehen. Mich irritiert nur die Aussage, dass du als Nicht-Gewerkschaftsmitglied an keinerlei Fortbildungsseminaren teilnehmen konntest. Dies kann ich gar nicht glauben. Ich habe mittels Entsendung und Zahlung der Gebühren (die Dienststelle hats gezahlt) an diversen Seminaren von Verdi B+B teilgenommen. Mich würde mal interessieren wer dir diese Möglichkeit verbaut hat?

MfG SB
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#10
Hi StraßenbahnerIcon_wink Schön Dich mal wieder zu sehen/lesen. Von unserer Auenlandbewohnerin sieht man kaum mehr was. Nun gut, bei uns ist das so eine Sache. Die DSL hält so ziemlich alles für unnötig, was PR angeht. Seitens der Kommunalakademie werden ab und an mal Seminare angeboten, aber da tappen meist Dozenten der anderen Seite rum. Du verstehst, was ich meine. Da hörst du nur Halbwahrheiten. Das Herrliche an dem PR-Status aber ist, das Gremium entscheidet, was nötig/erforderlich ist und nicht der DL. Wenn man also Schulungen der Gewerkschaften mitmachen möchte, kann er dagegen nichts tun. Er muß mitspielen (zahlen), ob es ihm paßt oder nicht. Problematisch ist jedoch, diese Kurse bieten die Gewerkschaften hauptsächlich für Mitglieder an. Da liegt der Hase im Pfeffer. Meist sind die Dinger schnell ausgebucht und Gewerkschaftler haben stets Vorrang. Deshalb hatte ich keine andere Wahl. Ferner erschien mir das Leistungsspektrum als OK, denn einen billigeren Arbeitsrechtsschutz kann man nicht kriegen. Und leider, so muß ich sagen, brauchen wir den hier. Man weiß nie, mit welchem Mist man vom DL beworfen wird. Schönes Wochenende, Kollege:-) Haegar

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