Burnout
#1
Hallo,

ich bin Kommunalbeamter, Ende 50 und bald 40 Jahre im öffentlichen Dienst.

Ich versuche es so kurz wie möglich zu machen und verzichte daher, auf Gründe und Ursachen meiner Beschwerden einzugehen:

Wegen Erschöpfungszuständen habe ich vor einigen Jahren meine Arbeitszeit trotz finanzieller Einbussen reduziert. Als dies nichts half, habe ich eine Psychologin aufgesucht, die bei mir eine mittelgradige depressive Episode diagnostizierte. Sie stellte mir ein ausführliches Attest aus und empfahl darin eine Altersteilzeitregelung, damit ich durch die Aussicht auf einen früheren Eintritt in den Ruhestand wieder neuen Lebensmut fassen kann. Ich stellte einen entsprechenden Antrag, das Attest fügte ich bei. Nach vier Monaten Bearbeitungszeit erhielt ich von meinem Arbeitgeber die Ablehnung. In dieser Zeit hat es kein Vertreter meines Dienstherrn für notwendig befunden, in irgendeiner Form Kontakt mit mir aufzunehmen - obwohl ich mich zweimal schriftlich nach dem Stand der Bearbeitung erkundigt habe. Nur von einem Personalratsmitglied erfuhr ich, dass nach Auffassung meines Arbeitgebers auch keine Untersuchung durch den Amtsarzt notwendig gewesen wäre, da meine Arbeitsleistung in Ordnung und meine Krankheits- und Fehlzeiten gering wären.

Ohne weiter ins Detail zu gehen, möchte ich nur sagen, dass ich mich durch dieses unsensible Verhalten meines Arbeitgebers tief verletzt fühle und sich mein ohnehin angeschlagener Gesundheitszustand weiter verschlechtert hat. Meine Psychologin rät mir zwar, mich krank schreiben zu lassen, will es aber selbst nicht tun. Organisch bin ich aber gesund. Sie meint außerdem, mein Arbeitgeber wäre dazu verpflichtet, mich aufgrund ihres Attestes durch den Amtsarzt untersuchen zu lassen.

Momentan weiß ich nicht mehr weiter. Wenn jemand Tipps für mich hätte, wäre ich ihm dafür sehr dankbar.

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#2
Warum sich Deine Psychologin weigert Dich krank zu schreiben, obwohl dies ihre Empfehlung ist, ist mir nicht verständlich. Wenn Du eine Schwerbehinderung hast, kannst Du mit 63 Jahren in Pension gehen. Alterteilzeitregelungen werden in den Kommunen kaum noch angeboten.
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#3
Ein Psychologe kann nicht krankschreiben, weil er kein Arzt ist.
Hausarzt könnte krankschreiben...

Tja, ein bisschen kann ich den AG auch verstehen, wenn man nicht überdurchschnittlich krank (geschrieben) ist und seine Arbeitsleistung erbringt, warum sollte er dann glauben, dass Du ein gesundheitliches Problem hast?

Beatrix
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#4
Ein Psychiater kann auch krank schreiben...ist so was wie ein Psychologe nur sozusagen auch gleichzeitig Arzt und nicht nur Therapeut. Des weiteren gibt es in Deutschland das Recht der zweiten Meinung, also warum suchst du nicht einen Psychiater auf und besprichst deine Problem mit ihm. Auf der anderen Seite kann dein Hausarzt auch die Therapieberichte vom Psychlogen anfordern. Wie ist seine Meinung dazu ?

Maik

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