Beitragsentwicklung PKV
#1

Hallo!

Ich habe mich über Tarife in der PKV informiert, betreffend des Status als Beamter im g.D.
Der Eintrittsbeitrag beträgt 340,00€ (26J.)  - also nach Abzug der 50% Beihilfe.
Es wurde gesagt, dass man mit einer jährlichen Erhöhung von 3,00% rechnen sollte. Das habe ich mir nun ausgerechnet und wäre bei folgendem Alter bei folgenden monatlichen Beiträgen:
  • mit 30 J. bei 382,68 €/M.
  • mit 40 J. bei 514,28 €/M.
  • mit 50 J. bei 691,15 €/M.
  • mit 60 J. bei 928,85 €/M.
  • mit 67 J. bei 1.142,37 €/M.

Kann mir dazu bitte jemand Rückmeldung geben? Es liegt definitiv kein Rechenfehler vor - nach einem Mathematikstudium traue ich mir das zu. ;-) 
Ich kann oder will diese Zahlen nicht wahr haben, kann das denn stimmen? Da würde sich als Beamter ja die freiwillige GKV lohnen! 
Der Eintrittsbeitrag ist wohlbemerkt höher, da durch die Öffnungsklausel 30% Zuschlag anfallen.
Dennoch: 1.142,00€ bei einem realistisch maximalen Verdienst von 3.600€ netto?
Durch die massive Steigerung würde ja jegliche Höhergruppierung in der Besoldung 0/0 aufgehen, eventuell sogar mit Verlust einhergehen???

Danke für eure Antworten!
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#2

Was ist denn die Prognose für den GKV-Beitrag in 2062? 3600 € netto 2022 sind kaufkraftmäßig bei einer Inflation von in Mittel 2% noch 1600 €.

Wenn dies im Kern durch Besoldungserhöhungen ausgeglichen wird sind es 2062 ca. 11 T€ brutto. Geht man optimistisch von 15% Beitrag aus liegt man bei ca. 1650 € GKV Beitrag.
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#3

Nun, gut, zugegeben, eine inflationäre Entwicklung und/oder andere Umwelteinflüsse habe ich bei meiner Rechnung nicht beachtet.

Es muss allerdings auch gesagt werden, dass sich entsprechende Auswirkungen auch auf die Besoldung auswirken - m.E. sogar mehr.

Denn: gehen wir, der Einfachheit halber, davon aus, bei einem Angestellten würde bei einem zugrunde liegenden Bruttoeinkommen von 4.000 Euro ein steuerlicher Abzug von 40 Prozent angesetzt. Somit blieben netto 60%, also 2.400 Euro.
Davon sind alle Kosten abgezogen, es bleiben also 2.400 Euro netto. Bei entsprechender Inflation (x) haben diese 2.400 Euro eine exakte Kaufkraft von 2.400 - x hoch n mit n für Jahre.

Die GKV leider unter der inflationären Wirkung, nicht der Arbeitnehmer, denn die Steuer wird bei gleichen Einkommen nicht erhöht (beachten wir hier mal keine (anti)zyklische Maßnahmen zur konjunkturellen Entwicklung und Preisniveaustabilität!).

Angenommen, ein Beamter hat eine Besoldung i.H.v. 3.000 Euro netto. Er zahlt 600 Euro PKV. Er bekommt ebenfalls 2.400 reales oder effektives Netto. Der PKV-Beitrag steigt unabhängig von der Lohnentwickling, somit verringert sich auch die effektive Nettobasis.

So ergibt sich folgende Rechnung für den GKV-Mensch:

2.400 - x^n (x für Inflation, n für Jahre)

und folgende für den PKV-Mensch:

(2.400 - y) - x^n (y für Zunahme-Differenz für PKV-Beitrag i.H.v 600 + y, x für Inflation, n für Jahre).

Fazit: die GKV erwirtschaftet den gleichen GKV-Beitrag, kann dafür weniger umsetzen, da Geld weniger wert.

Der PKV-Mensch bekommt weniger Netto-Besoldung.

Ja, ich weiß, auch die GKV erhöht den Beitrag. Wenn der GKV-Beitrag aber um 2 Prozent steigt, heißt das nicht, dass aus den 60% Steuerabzug auf einmal 62 % werden. Sollte ich irgendwo einen Denkfehler haben, berichtige mich bitte!

Deshalb noch einmal die Frage: ist die von mir genannte Preisentwicklung in der PKV als realistisch anzusehen?
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#4

Ergänzung zur Aussage, dass der Arbeitnehmer nicht unter der inflationären Wirkung leidet: das meine ich in der Hinsicht, als dass ihm egal sein kann, ob sein prozentualer GKV-Beitrag weniger Kaufkraft besitzt als zuvor.
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