Bürger lügen über Inhalte von Telefonaten
#1
Ich mache immer häufiger negative Erfahrungen in Telefonaten mit Bürgern.

Bürger rufen an, haben ein Anliegen (z.B. eine Beschwerde oder fachliche Frage). Ich beantworte dies am Telefon, frage am Ende auch meist nach, ob alles verstanden wurde.

Der Haken: Nicht selten beziehen sich Bürger später auf die Telefonate und behaupten einfach, dass ich irgendetwas gesagt, zugesagt oder verboten hätte (je nach persönlichem Interesse), auch wenn es tatsächlich genau das Gegenteil war. Kurzum: sie lügen für den eigenen Vorteil, gehen da über Leichen (meine).

Leider glauben meine Vorgesetzten prinzipiell immer erst dem Bürger (man ist ja bürgerfreundich) und ich muss mich noch erklären und rechtfertigen für Dinge, die ich nicht gesagt habe. Beweisen kann ich die Lügen ja eh nicht.

Ich bins langsam echt leid und würde mir am liebsten alles schriftlich geben lassen oder die Bürger zu mir ins Büro zitieren zur persönlichen Erklärung. Das geht aber auch nicht.

Habt Ihr Tipps, wie man diese Tricks und Lügen verhindern kann ? Heimliches Mitschneiden ist ja verboten...

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#2
Das beschriebene Problem gibt es immer wieder und ist insofern nicht neu. Kritisch sehe ich persönlich aber, wenn der Vorgesetzte dem Mitarbeiter weniger Glauben schenkt als den vortragenden Personen. Das sollte man meines Erachtens dann durchaus direkt und ohne Umschweife hinterfragen und ggfs. explizit und sachlich(!) darauf hinweisen, dass dies der Arbeitserledigung nicht gerade zuträglich ist.
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#3
Haha, das ist doch ganz normal. Zuerst bekommt der Sachbearbeiter immer eins drauf. Am Besten kommt das noch, wenn der Lügen-Bürger dabei ist. Ob man als Kollege da im Recht war/ist oder nicht, ist Nebensache. Es lebe die Hierarchie. Stellt sich später heraus, der kleine Sachbearbeiter hatte richtig gehandelt/entschieden, bekommt das der Betroffene gar nicht mehr mit. So soll es sein; bestärkt, dass er es uns blöden, armen Schweinen auf Sachbearbeiterebene mal so richtig besorgt hat, soll er von dannen ziehen.

Auch intern ist sowas sehr beliebt, denn, wenn man denen nicht erzählen kann/darf, was sie gerne hören möchten, wird der Spieß umgedreht: "In letzter Zeit häufen sich Beschwerden gegen Sie!" Tja, die Erklärungen kann man sich in der Regel schenken. Einen so bösen und "unfähigen" Mitarbeiter kann man vielleicht weiter demütigen, herabgruppieren und richtig krank mobben, um selbst beim großen Guru zu glänzen.

Die Zeiten im ö.D. haben sich gewandelt. Ich kann Dich gut verstehen. Mich hat man einmal -von außen- knallhart der Lüge bezichtigt und mein Abteilungsleiter glaubte der Lüge mehr als mir und fiel mir sogar noch in den Rücken. Lege Dir ein dickes Fell zu und lass den Mist einfach an Dir abprallen.

Alles Gute und bleib gesund:-) Haegar
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#4
Ein Spiegelbild der Gesellschaft in der wir leben....
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#5
Hatte auch mal sowas. Allerdings waren auf der anderen Seite immer Lehrer, die meinten, dass Ihnen Software oder andere Sachen zugesagt wurde. Dabei hatte ich immer gesagt, dass ich prüfen würde. Letztendlich war es irgendwann soweit, dass über jedes Telefonat eine kleine Notiz gemacht wurde. Da hatte ich irgendwann meine Ruhe und man glaubte mir.
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#6
deshalb mag ich telefonische auskünfte überhaupt nicht, im zweifel sag ich, dass ich eine entsprechende mail, fax, brief schicken werde.

ist für mich besser und der bürger hat was schriftliches vorliegen. ich selbst mag von anderen behörden auch lieber schriftliche auskünfte

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