Arbeitgeber verweigert Stellenbeschreibung
#1
Guten Tag,
der Arbeitgeber weigert sich seit mehr als 15 Jahren eine Stellenbeschreibung zu erstellen. Dadurch müssen völlig abteilungsfremde Aufgaben ausgeführt werden... Darf er das? Kann man dagegen vorgehen?  Arbeitgeber ist öffentlicher Dienst nach TVöD.  

MfG

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#2
Auf welcher Grundlage haben Sie denn dann einen Arbeitsvertrag? Ohne Stellenbeschreibung ist keine Eingruppierung möglich - wie kommt dann Ihr Gehalt zustande? Ob sich Ihre Aufgaben auf dem Papier und in der Praxis dann gleichen, ist eine andere Frage - allein für den Stellenplan muss ja eine Beschreibung vorgelegen haben.
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#3
Ich arbeite ebenfalls bei einer Behörde, mein Chef wurde von der Personalabteilung aufgefordert für mich eine Stellenbeschreibung abzugeben. Ich bin Schreibkraft. Mein Chef wollte auch wissen ob ich richtig in Bezug auf meine Arbeitstätigkeiten bezahlt werde, obwohl ich von meinem Umfeld eigentlich langfristig nicht mehr beschäftigt wurde mit der Annahme ich kündige vielleicht. Ich habe mich zuvor beschwert über eine vollkommene Unterbeschäftigung, was das Ganze wohl ausgelöst hat. Mein Chef sagte mir, er hätte nun ein Problem, wegen meinem Arbeitsgebiet. Ich sollte dann eingeschüchtert werden. Es wurde mir sogar mitgeteilt, ich würde mich strafbar machen, wenn ich meine Arbeiten die ich gar nicht hatte nicht ausübe usw. Mobbing ist das aber nicht, denn das gibt es da wo ich tätig bin nicht. Es kam so, dass mein Chef ein aufwendiges Tätigkeitsprofil für mich bei der Personalabteilung abgab. Er sagte mir noch, er will ja keine Schwierigkeiten und das prüft eh niemand. Zuvor bekam er von der Personalabteilung genau mitgeteilt, was meine Aufgaben sind in Bezug auf meine Eingruppierung. Sozusagen, dass er auch genau weiß, was er aufschreibt hinterher. Hinterher kam alles zu Papier und er bekam ein Schriftstück aus dem hervorging, was meine Tätigkeitsfelder sind und meine Eingruppierung, die mit allem übereinstimmt. Die Tätigkeitsfelder gibt es teilweise aber gar nicht wo ich arbeite, zumindest wurden diese mir nie zugeteilt. Ich habe durch die ganze Aktion 2011 ein Anwalt hinzugezogen und bekam so die ganzen Schriftstücke die geführt wurden ausgehändigt. Alle waren zufrieden nur ich nicht, denn ich saß weiterhin ohne Beschäftigung da, da man einfach wartete bis ich vielleicht dadurch kündige. Die Personalabteilung, da sie von meinem Dienststellenleiter einer abgelegenen Behörde von der Hauptstelle, (wo ich mit 5 Beamten sitze oder saß, aktuell krank), wollte eigentlich nur die Bestätigung auf dem Papier. Mein Chef wiederum die Rückmeldung der Personalabteilung, dass alles stimmte. Es steht einem ja frei zu kündigen, auch nach 30 Jahren. Mein Arbeitsplatz mit Altvertrag selbst, war bis 2009 völlig ausgelastet auch ohne Tätigkeitsbeschreibung und kurioser Weise mit vielen anderen Arbeiten, die einige Zeit später bei der Beschreibung gar nicht aufgeführt waren. Meine Kolleginnen haben keine Tätigkeitsbeschreibungen, zumindest die, die ich kenne und nachrecherchiert habe. Berufsbezeichnung Schreibkraft oder Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Letztendlich ist es so, dass beim öffentlichen Dienst oder da wo ich angestellt bin (Polizeibehörde), keiner zuständig ist wenn man gezielt eine Auskunft will.
Zum Schluss habe ich mich den Gegebenheiten angepasst in Bezug auf mein Arbeitsfeld, welches es zwar auf dem Papier gibt aber in der Realität noch nie zugeteilt wurde.
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