Ein Blick zurück: Notgeld der Kommunen
#1
Die Kreiszeitung aus Syke (Niedersachsen) berichtet anschaulich von der Inflation in den zwanziger Jahren und wie die Kommunen damit umgingen:

"Auch in diesen Wochen geht wieder die Angst um, dass das Geld, der Euro oder auch der Dollar, nichts mehr wert ist. Ängste, die Älteren besonders unter die Haut gehen, denn sie haben das selbst erlebt. Die 77-jährige Beate Dunker aus Achim hat jetzt Scheine aus dieser schrecklichen Inflationszeit dem Achimer Kreisblatt präsentiert." ...

Bleibt zu hoffen, dass es nur ein Blick zurück und nicht auch ein Blick in die Zukunft ist...

Link: http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/l...59474.html

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#2
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber die Risikofaktoren sind derzeit gewaltig: fehlende Deckung des umlaufenden Geldes (auf Grund der Aufhebung der Golddeckung), Erhöhung der Geldmenge (insbesondere durch die amerikanische FED, die im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung nicht der US-Regierung untersteht, sondern von den Banken betrieben wird), die enormen Staatsverschuldungen (von denen die Regierungen sich durch Inflation am leichtesten befreien könnten), die ständig in die Höhe geredeten Werte bei Aktien und Häusern (die oftmals fern der Realität liegen), die bestehenden Überangebote (nach der Immobilienblase wird jetzt mit einem Crash bei den Gewerbeimmobilien gerechnet), usw. usf. Die Liste ließe sich noch eine Zeitlang verlängern, aber ich denke, dass es auch so schon reicht.

Wichtig wäre jetzt vernünftiges politisches Handeln, insbesondere eine Absenkung der enormen Verschuldungen. Leider ist weder bei den USA als Hauptschuldner noch hier in Deutschland ein entsprechender Trend erkennbar - daran ändern auch die bei uns teilweise diskutierten, teilweise realisierten Schuldenbremsen nichts, weil man die Hintertüren gleich mit eingebaut hat. Vergangenheit wiederholt sich auch hier, denn die bisherige Schuldengrenze (Höhe der Investitionen) wurde ja durch die Hintertür 'Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts' ausgehebelt - anfangs zögerlich, in den letzten Jahren mit beispielloser Selbstverständlichkeit.

Als weitere Möglichkeit wäre eine Trennung der Banken in Geschäftsbanken und Investmentbanken sinnvoller als die Transaktionssteuer: Gibt es wieder eine Krise, muss ein Staat mit Transaktionssteuer die Banken wieder retten, weil der Geschäftsbankenbereich wichtig ist. Bei einer Trennung muss er nur die (kaum gefährdeten) Geschäftsbanken retten, während die Investmentbanken im Falle einer Verspekulierung bankrott gehen können (was für die Anleger im Einzelfall schade sein kann, weil nicht alle gierig sind, sondern den Versprechungen erliegen).

Fazit: Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Zeichen stehen auf Sturm.
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