Steuerliche Identifikationsnummer verloren: Wo Sie die Steuer-ID sofort finden und wie das Neuanfordern funktioniert

Die steuerliche Identifikationsnummer, kurz Steuer-ID, ist eine elfstellige Nummer, die jedem Bürger in Deutschland bereits direkt nach der Geburt dauerhaft zugeteilt wird. Sie bleibt ein Leben lang unverändert und hat die alte Steuernummer für die Einkommensteuer weitgehend abgelöst. Da man die Nummer im Alltag jedoch selten auswendig weiß, bricht oft Hektik aus, wenn sie plötzlich für den neuen Arbeitsvertrag, den Antrag auf Kindergeld oder das Eröffnen eines Sparkontos benötigt wird. Wer seinen originalen Zuteisungsbrief des Bundeszentralamtes für Steuern nicht mehr findet, steht vor einer bürokratischen Hürde. Das örtliche Bürgerbüro darf die Nummer aus Datenschutzgründen meist nicht telefonisch herausgeben. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wo sich die Steuer-ID in Ihren Unterlagen versteckt und wie Sie das Dokument vollkommen kostenlos neu anfordern.

Suchliste: Wo ist die Steuer-ID bereits aufgedruckt?

Bevor Sie den offiziellen und oft wochenlangen Weg einer Neuaufrufung über die Behörden wählen, lohnt sich ein Blick in Ihre bestehenden Unterlagen. Auf folgenden Dokumenten ist die elfstellige Identifikationsnummer standardmäßig vermerkt:

Kostenloses Neuantragen beim Bundeszentralamt für Steuern

Sind alle Unterlagen unauffindbar, können Sie die Mitteilung Ihrer steuerlichen Identifikationsnummer direkt beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) veranlassen. Dieser Service ist für alle Bürger absolut gebührenfrei. Für den Antrag steht auf der offiziellen Website des BZSt ein einfaches Eingabeformular zur Verfügung.

Sie müssen dort Ihre persönlichen Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum und den Geburtsort sowie Ihre aktuelle Meldeanschrift eintragen. Aus Gründen des strengen Steuerdatenschutzes wird Ihnen die Nummer jedoch unter keinen Umständen per E-Mail oder telefonisch mitgeteilt. Die Behörde verschickt den Brief ausschließlich per Post an die Adresse, die aktuell im offiziellen Melderegister Ihrer Kommune für Sie hinterlegt ist. Die Bearbeitungszeit kann je nach Antragsaufkommen zwischen zwei und sechs Wochen dauern.

Gibt es eine schnellere Auskunft beim lokalen Amt?

Wenn die Zeit drängt, weil der neue Arbeitgeber die Daten sofort für die Abrechnung benötigt, kann ein persönlicher Gang zum örtlichen Finanzamt oder zum Bürgerbüro im Rathaus helfen. Da die Kommunen für die Anmeldung des Wohnsitzes Zugriff auf die Steuerdaten des Bundesmeldedatenübermittlungssystems haben, können die Mitarbeiter die Nummer im System einsehen.

Nehmen Sie hierfür unbedingt Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass mit. Am Schalter des Bürgeramtes wird Ihnen die Nummer nach erfolgreicher Identitätsprüfung meist direkt ausgedruckt. Eine telefonische Auskunft oder eine Übermittlung per einfacher E-Mail ist den Sachbearbeitern wegen der sensiblen Natur der Steuerdaten gesetzlich streng untersagt.

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Stimmt die im System hinterlegte Adresse nach einem Umzug noch nicht?
Das Bundeszentralamt verschickt den Brief mit Ihrer Steuer-ID immer an die im Melderegister hinterlegte Wohnanschrift. Wenn Sie kürzlich umgezogen sind, müssen Sie sich zuerst offiziell im Rathaus ummelden. Welche Fristen Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Wohnsitz ummelden: Fristen & Unterlagen.

Disclaimer: Die hier bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung über das steuerliche Melde- und Zuteilungsverfahren in Deutschland. Sie stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Da die Auskunftsbereitschaft und die Terminvergabeverfahren der lokalen Finanzämter und Bürgerbüros variieren können, sind verbindliche Details direkt bei den zuständigen Behörden Ihres Wohnortes einzuholen.

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