Ich arbeite in einer kleinen Gemeindeverwaltung mit etwa 100 Kollegen.
Wir haben BEM jetzt etwa 2 Jahre am laufen.
Bei uns bekommt das BEM Team vom Personalamt die Namen mit den Kollegen die länger als 6 Wochen (in den letzten 12 Monaten) krank gewesen sind.
Die Personalseite entsendet 2 BEM Beauftragte, die Personalratsseite ebenfalls 2 BEM Beauftragte. Bei uns haben wir darauf geachtet, dass diese Personen nicht aus dem Personalamt/Personalrat kommen.
Wenn der BEM Betroffene angeschrieben wird, dann kann er entscheiden, mit wem er vom BEM Team sprechen möchte (mindestens je 1 pro Gruppe), dann
kann er noch folgende Personen mit dazu nehmen:
Personalratsvorsitzenden, Schwerbehindertenvertretung, Gleichstellungsbeauftragte, Amtsarzt, seinen pers. Arzt, sonstige.
Die 4 Leute im BEM Team entscheiden selbstständig darüber, wer die Einladungen, Protokoll usw. macht.
In der Praxis sind die meisten Fälle so, dass sich 3 Menschen an einem Tisch treffen, miteinander reden und ein Protokoll mit einer Empfehlung für das Personalamt dabei raus kommt.
Knackpunkte sind:
- Empfehlung des BEM Teams z.B. Drehstuhl oder Stehtisch anzuschaffen, um den Genesungsprozess zu unterstützen oder zu verhindern, dass sich alles verschlimmert. Wer bezahlt das? Im schlimmsten Fall, hat der Betroffene und das Personalamt die Empfehlung aber es ist nur ein Stück Papier. Das BEM Team hat keine Möglichkeit irgendetwas "einzufordern" es kann nur empfehlen.
- Grundsätzliche Überwachung ob eine Empfehlung letztendlich auch durchgeführt wurde. Der BEM Betroffen steht im Grunde alleine da.
Das war mal etwas oberflächlich, wenn Du etwas genauer wissen möchtest, dann frag einfach nochmal nach.