Stadt Köln schickt Bedienstete über den Jahreswechsel in Zwangsurlaub
#1
Die Stadt Köln verordnet ihren Bediensteten am 27. und 29 Dezember Zwangsurlaub, um Heiz- und Stromkosten zu sparen und "unproduktive Phasen" zu vermeiden. Die Einsparungen werden mit einer halben Million Euro beziffert.

Ausgenommen von den "Betriebsferien" sind nur Einsatzkräfte der Feuerwehr, Notdienste wie Verkehrsüberwachung und Jugendhilfe sowie städtische Freizeiteinrichtungen wie Museen und Theater. Wer seinen Jahresurlaub ausgeschöpft hat, erhält eine unbezahlte Auszeit.

Die Verwaltung geht man davon aus, dass etwa 14.000 der 17.000 Bediensteten zu Hause bleiben müssen.

Link: http://www.ksta.de/koeln/roters-zwangsur...741386.htm

Was halten Sie von dieser Regelung ? Ist die Einschränkung des Services für Bürger akzeptabel ? Ist der Zwangsurlaub für die Bedienstete zumutbar ?


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#2
Ich finde das in Ordnung. Dass eine Behörde mal ZWEI Tage nicht erreichbar ist, ist aushaltbar und mit solch frühzeitiger Ankündigung auch völlig in Ordnung.
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#3
schön für die Familien....ich halte es nur für einen Witz, dass man mit Strom- und Heizkosten eine halbe Million Euro einspart....das ist doch sehr populistisch. 2 Tage á 0,5 Millionen würden im Jahr 91 Millionen an Heiz/Stromkosten für die öffentliche Verwaltung bedeuten. Außerdem muss aus Frostgründen ja weiter geheizt werden und auch die EDV/IT wird weiterlaufen müssen....

Maik
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#4
Es sind sicherlich nicht nur die 2 Tage zu betrachten, sondern der komplette Zeitraum. Denn auch eine Heizung benötigt Zeit, um ein Gebäude aufzuheizen.
Bei uns würde die Maßnahmen 500 € "einsparen", also nicht signifikant.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
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#5
Hallo Michael,

500 Euro fände ich ja auch realistisch....ist aber nicht so medienwirksam wie eine halbe Million ;-)

Ich finde die Menschen sollten sich auf das Wesentliche im Leben beschränken und Weihnachten sollte man bei der Familie und den Kindern sein und nicht sinnlose Dinge im Rathaus erledigen. Das kann warten.
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#6
Es gibt nicht nur sinnlose Dinge im Rathaus zu tun.
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#7
Hallo Katharina,
das hat auch keiner unterstellt ;-), es ging um die Thematik dass in der grauen und schnellen Welt, es zu Weihnachten wichtigere Dinge als OSCI, XMELD, ALKIS oder DOPPIK gibt. Gerade wenn man Familie und Kinder hat.

Maik
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#8
Hi.

Ob 500.000 € realistisch sind kann ich bei der Stadt Köln nicht beurteilen. Aber ich unterstelle keine Verwaltung spart in den zwei Tagen nur 500 Euro (vielleicht ein Zweiraum-Büro :-D). Ich würde dann sogar unterstellen, dass derartige Schätzungen nur von Leuten erfolgen kann, die überhaupt keinen kaufmännischen Background und keinen Blick für die Gesamtbetrachtung haben.

Es spielen bei diesen Berechnungen weitaus mehr Faktoren eine Rolle als lediglich die Strom- und Heizkosten (wobei die schon nicht unbeachtlich sind).

Zitat:Wer seine 30 Tage Urlaub in diesem Jahr bereits genommen hat, bekomme eine unbezahlte Auszeit, hieß es im Rathaus.

Das halte ich viel eher für fragwürdig. Wäre es am Jahresanfang vor der Urlaubsplanung bereits bekannt gewesen ok, aber wenn ich meine 30 Tage genommen habe und keine mehr habe, dann würde ich mich nicht zwangsweise "unbezahlt" nach Hause schicken lassen.

Gruß
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#9
(01.11.2012, 12:16)keineAhnung schrieb: Das halte ich viel eher für fragwürdig. Wäre es am Jahresanfang vor der Urlaubsplanung bereits bekannt gewesen ok, aber wenn ich meine 30 Tage genommen habe und keine mehr habe, dann würde ich mich nicht zwangsweise "unbezahlt" nach Hause schicken lassen.

Gruß

Ja, das finde ich allerdings auch nicht so toll
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#10
@keineAhnung
Diese Zahl war von mir sinnbildlich für meine kleine Kommune genannt und rein auf die Heizkosten bezogen, habe ich zugegebenermaßen schlecht rübergebracht. Bei größeren Kommunen kann eine solche Maßnahme durchaus sinnvoll sein, daher habe ich den Artikel von Köln auch an mein Gebäudemanagement weitergeleitet)

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
(der den Unterschied zwischen Ergebnis- und Finanzrechnung sowie die Begriffe Einzahlungen, Erträge und Erlöse unterscheiden kann, den Finanzbereich leitet und als ehemaliger Gebäudemanager auch immer eine ganzheitliche Betrachtung vornimmt)

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