Spätfolgen ungerechter Behandlung / Mobbing
#1

Meine Geschichte liegt schon einige Jahre zurück, ich kann sie allerdings immer noch nicht als abgeschlossen betrachten, da es bei bestimmten Ereignissen immer wieder hochkocht. 
Bisher habe ich es gut verdrängen können, wollte auch wegen der Verschwiegenheitspflicht als Beamter nicht an die Öffentlichkeit. 
Ich fühle in mir schon den starken Wunsch der Offenlegung, es einfach loszuwerden. 
Ich hatte damals den Status "Beamter auf Lebenszeit", konnte nicht vor, nicht zurück. Versetzungen wurden abgelehnt, ein Laufbahnwechsel war nicht möglich. Ich fand mich wie ohnmächtig in einem Käfig gefangen und wohl kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Mit letzter eigenbestimmter Kraft kündigte ich den Dienst. Als besondere "Wertschätzung" wurde das 13. Monatsgehalt zurück gefordert, was ich heute noch als sehr ungerecht empfinde, da ich bis 31.12. meinen Dienst tat. Zu dem Zeitpunkt war mir das aber alles egal, ich wollte nur raus aus diesem Irrenhaus. Wie kann ich mein Erlebtes offen legen, ohne dass ich mit der Verschwiegenheitspflicht in Konflikt gerate?
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#2

Du könntest Deine Geschichte anonym veröffentlichen, z.B. hier im Forum. Du schreibst also als Gast oder unter einem Pseudonym. Ferner benennst Du auch Deinen Dienstherrn nicht explizit, so dass keine Rückschlüsse möglich sind.

Oder Du legst Deine Geschichte Deinem alten Dienstherrn vor mit der Bitte um Stellungnahme, ob er unter dem Gesichtspunkt der Verschwiegenheitspflicht Bedenken gegen die Veröffentlichung hat. Er müsste dann gut begründen, bei welchen Punkten er einen Verstoß sieht.
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#3

Das ist eine gute Idee, vielen Dank.
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#4

Das klingt sehr bitter.

Hast Du denn eine neue Arbeit gefunden, mit der Du Deinen Lebensunterhalt decken kannst? In den meisten Beamtenberufen ist man ja auch auf den Öffentlichen Dienst fixiert und in der Wirtschaft praktisch nicht zu gebrauchen.

Bereust Du die Entscheidung im Nachhinein?
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#5

Tja denke das kennen viele, auch ich wurde übelst gemobbt, natürlich subtil konnte weder Mobbing Tagebuch noch sonstiges "melden", schlau war mein direkter Vorgesetzter, bekam über 14 Jahre immer schlechte Beurteilung, tja wie sollte ich beweisen dass das nicht der Wahrheit entspricht, alle anderen Kollegen schätzten mich, nur besagter Chef hatte hält warum auch immer ein Problem mit mir, Versetzung wurde abgelehnt, usw. Konsequenzen war ich war vor 6 Jahren 18 Monate dienstunfähig, jetzt wieder seit 2,5 Jahre, mir kommt Corona zu gute nix geht vorwärts, ich werde dann in die " Zwang Pension" gehen, aber nie mehr in diese Behörde zurück,
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