Immer weniger Männer im Öffentlichen Dienst
#1
Anlässlich des internationalen Tages des öffentlichen Dienstes hat das Hessische Statistische Landesamt den öffentlichen Dienst in Hessen analysiert. Von den 103 200 Beschäftigten in den Kommunen haben Frauen einen Anteil von 60,4 Prozent. Bei den unter Dreißigjährigen sind bereits fast zwei Drittel weiblich (65,6 Prozent), Tendenz weiter steigend.

Das Landesamt folgert: "Sollte sich die mittlerweile über viele Jahre beobachtbare Tendenz weiter fortsetzen, dürften in einigen Jahren Männer in Hessens Amtsstuben eher „Mangelware“ sein: Die Zukunft ist weiblich!"

Wie bewerten Sie diese Statistik ? Ist das Ungleichgewicht problematisch ? Wo liegen die Gründe für diese Entwicklung: Ist der Öffentliche Dienst für Männer unattraktiv geworden oder für Frauen sehr attraktiv ? Welche Rolle spielt die Frauenförderung ?

PS: Aufstellung zur Berufswahl: Beruf im Öffentlichen Dienst ?

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#2
kein wunder, dass es immer mehr bergab geht mit uns im öd...

ein hoch auf glb und frauenförderplan

mfg
der flinke finger
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#3
Zu den Fragen der Redaktion:

Zu 1:
ja, problematisch ! Zickenkrieg !! Ich weiß wovon ich rede - bei uns war deswegen eine Abteilung mit fast nur jungen, selbstherrlichen gD-Beamtinnen und jungen weibl. Tarifbeschäftigten kaum noch leistungsfähig. Eine echte Zumutung für die männlichen Kollegen. Es herrschte täglich eine Atmosphäre des Neids, des Misstrauens und der Missgunst !
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#4
Hallo,
ich denke der steigende Frauenanteil hat mehrere Gründe. Da ist das eher negative Image / geringe Prestige des öffentlichen Dienstes (eher langweilig, kein Einfluss, Unterordnung, ...) - für viele Männer sicherlich abschreckend. Dazu kommt die geringere Bezahlung als in der Wirtschaft - für die Familien mit klassischer Rollenverteilung ein Problem. Und auch die Frauenförderung wirkt sich nachteilig auf die Männer aus, da seit Jahren vorrangig Frauen gefördert und befördert werden, um bei den Führungsstellen auf die Quoten zu kommen - für die jetzigen Generationen von Männern im "Karrierealter" demotivierend.
MfG
eine Stadträtin
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#5
Hallo,

interessant wäre es zu wissen, wie sich diese Männeranteile/Frauenanteile in den einzelnen Bereichen des Offentlichen Dienstes darstellen. So liegt der Männeranteil in den technischen Bereichen (Stadtwerke, Bauhof, Abwasserwerk, Feuerwehr, etc.) nach meiner Einschätzung bei 90 %. In sozialen Berufen (Kindergärten, Volkshochschulen, etc.) liegt der Männeranteil dagegen vielleicht bei 10 %.

In den reinen Verwaltungen sehe ich ganz klar den Trend zum höheren Frauenanteil. Ich denke, dass für Männer Stellen in der Kommunalverwaltung uninteressant sind, da die Wirtschaft gerade in Boomzeiten viel mehr Einkommen und Ansehen bietet. Erst in Krisenzeiten wird der öffentliche Dienst für Männer wieder interessanter.

Gruß
Astrid
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#6
Na dann darf man ja mal gespannt sein, ob sich die Gleichstellungsbeauftragten jetzt für die Förderung von Männern einsetzen werden oder Männer gar Gleichstellungsbeauftragte werden dürfen. Scherz ! Ich rate meinen männlichen Geschlechtsgenossen ganz klar vom Öffentlichen Dienst ab, zumindest was die Kommunalverwaltung betrifft.
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#7
Wir hatten vor längerer Zeit einen stellvertr. Behördenleiter, der bei der Einstellung männlichen Bewerbern (Angestellte) fast keine Chance gab. Es mussten Frauen mit folgenden Eigenschaften sein: zwischen 35 und 50 (so wie er), ledig, verwitwet oder geschieden (so wie er), dunkelhaarig, größere Oberweite.
Kamen die Damen dann zum Vorstellungsgespräch auch noch mit kurzem Rock und halboffener Bluse, dann war der Arbeitsplatz so gut wie sicher. Fachliche Qualifikationen ? : nicht so wichtig! ........und dann wurde "gebaggert" was das Zeug hält !
Auch solche Fälle gibt es.
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#8
Zumindest gehen noch viele männliche Zeitsoldaten gerne in den Öffentlichen Dienst. Für die Wirtschaft sind sie bereits zu zu alt und sie suchen die Sicherheit, da sie oft bereits eine Familie haben. Sie sind im Rahmen der Wiedereingliederung wohl auch bevorzugt einzustellen. Hier ist dazu ein schöner Erfahrungsbericht: http://www.zeit.de/studium/uni-leben/201...rer-dienst
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#9
Meiner Meinung nach braucht die Männerwelt eh bald einen Männerbeauftragten. Überall werden die Damen der Gesellschaft eingestellt und bevorzugt. Das ist zwar schön, aber dennoch sollte das Verhältnis im 50:50-Bereich einfädeln...
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#10
Wie wahr!!! Meinen Vorschreibern muss ich beipflichten. In unserer (Kern-)Verwaltung ist es mittlerweile so arg, dass nur noch zwei Kollegen 20 Kolleginnen "gegenüberstehen", nachdem in den zurückliegenden Jahren Kollegen in Ruhestand gegangen sind und durch Frauen ersetzt wurden. Und auch bei uns ist der ganz schlimme Zickenkrieg ausgebrochen! Früher gab es in den Pausen und zwischendurch mal einen "kleinen Spaß", nun wird nur noch rumgezickt und geschaut, was denn die andere heute wieder an hat usw..
Ich würde gern für einen Männerbeauftragten im ÖD plädieren! Oder zumindest für eine Quote eintreten wollen!

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